Samstag, 15. Juli 2006

Der Sommer 2006 - die grüne Hölle


Es grünt so grün und der Garten wird unübersichtlich.

Vom alten Hühnerstall blieb nur noch die hintere Mauer stehen.
Sie ist Sichtschutz zum Nachbarn, Sonnenplatz und optischer
Abschluss für den Gartenteich. Seitlich lehnt sich ein Reisigbündel
an die Abbruchkante. Aber die White Flight hat diese Rankhilfe
schon vollkommen überwuchert.

Jetzt wird es wild: Den Steg entlang,
durch den Wald und ab in die grüne Hölle...

...mit großen Schritten über die alten Betonplatten...

...auf die große Steinfläche.
Zum Glück gibt es zwei Liegestühle auf der gepflasterten Freifläche.
Einer ist für uns reserviert, den anderen haben sich die
Streublümchen erobert. Es ist der einzige Platz, an dem sie gedeihen,
so dass sie dort gern geduldet werden.
Noch kann man den hinteren Teil des Garten ohne den gezielten
Einsatz der Rosenschere erreichen. Wenig später überwuchern
üppige Stauden den Weg und oben sind die wüst windenden
Brombeerranken kaum noch zu bändigen.

Unter den alten Obstbäumen tummeln sich Waldmeister,

Walderbeeren und Beinwell. Auch einige niedrige Pflanzen
dürfen sich in dieser Fläche zusätzlich ansiedeln.
Hinter dem Trampelpfad steigt die Bepflanzung langsam an:
Stauden, Rosen und Sträucher bieten einen perfekten
Sichtschutz zur Grenze.

Und hier der Blick nach links unter die drei Apfelbäume.


Dienstag, 11. Juli 2006

Der Sommer 2006 - einige Rosen

Sommerzeit ist Rosenzeit. Wer hätte denn ahnen können,
dass in diesem Jahr die Rosenblüte bis in den Winter dauern würde.

Aspirin
Alba Meidiland und Long John Silver
Sternenfloor, Princess de Nassau und Omi Oswald
Apfelblüte und Bobby James
Zweimal White Morsdag
Boule de Neige
Glamis Castle und Sombreuil
Crystal Fairy und Mme Hardy
Fair Bianca und Maid Marian

White Flight
R. Helenae, R. Duponti und Dünenrose
Sanders White und ein namenloser white Rambler
Kent und Guirlande d´Amour

Jacqueline du Pré und Domenique Louiseau
Von Rosen umgeben - der Planzkasten für "vergessene Gemüse",
die dort dann wirklich vergessen wurden.

Sonntag, 9. Juli 2006

Der Sommer 2006 - am Teich


Auch die Wasserpflanzen nehmen immer mehr Raum
in Anspruch. Ein wenig Wasserfläche ist nur noch
an den Teichrändern zu erahnen. Die beiden Seerosen
und der Fieberklee bedecken fast vollständig
die Wasseroberfläche. Von den Teichrändern drängeln sich
Sumpfschwertlilien und Schachtelhalm zur Mitte.


Gnadenkraut und Iris ziehen die Sumpfzone vor.


Das Hechtkraut erobert sich seinen Platz zwischen
Schilf, Igel- und Rohrkolben.

Die Iris sibirica fühlt sich in der Überschwemmungszone wohler.
Sumpfvergißmeinicht in weiß und hellblau haben ihren Standort
an den Wegeplatten über den Teich gefunden. Das Pfeilkraut
bevorzugt bei uns die Flachwasserzone.

Wasserpflanzen und Teichrandbepflanzung bilden
eine Einheit: Eidechsenschwanz mit nassen Füßen,
Taglilie und Ginster auf dem Trockenen.

Hier hatte die hintere Seerose noch etwas mehr Entfaltungsfläche.
Der Tannenwedel wurde nach Pflanzempfehlung
bei 30cm Wassertiefe angesiedelt. Ihn zieht es jedoch
immer mehr zum Teichufer. Lediglich der kleine
Schachtelhalm im Hintergrund bleibt seinem Standort treu.

Im kleinen Guckloch:
Inzwischen schon groß sind sie aber immer geblieben,
was sie waren - billige Baumarkt-Kois.

Samstag, 8. Juli 2006

Der Sommer 2006 - die Stauden und Sträucher


In der grünen Hölle gibt es im Sommer aber nicht nur viele
verschiedene Grüntöne. Einige Stauden und blühende Gehölze
haben im Sommer ihren Auftritt. Die üppigste Sommer-Staude
ist der Schneefelberich. Er zog als kleiner Ableger 1996 in
unseren Garten ein und hat inzwischen eine große Fläche
für sich eingenommen.

Auch der Geißbart hat ungeahnte Ausmaße erreicht.
Aus der Scheinakazie, die wir zur Hochzeit als fast 4m Baum
geschenkt bekamen, ist ein stattlicher Baum geworden.

Weiße Taglilien soll es noch nicht geben, aber diese
creme-weiße Blüte kommt unserer Vorstellung schon recht nah.


Zufällig ist uns vor ein paar Jahren
dieser weiße Eisenhut begegnet.

Leider gedeiht er nur an wenigen Standorten.

Die weiße Braunelle steht dicht am Wegesrand.

Himmelsleitern können wir nicht genug im Garten haben,
aber leider verschwinden sie von Zeit zu Zeit.

Dieses zarte Pflänzchen kam mit der Bezeichnung Streublümchen
als Ableger in den Garten. Es könnte sich hier gerne mehr versamen.

Eine ganz besondere Margerite, denn sie kam als
Rosenbegleitstaude von Manufactum vor fast 9 Jahren.
Als es Begleitstauden, aber bis auf ein paar Erbstücke, fast
noch keine Rosen im Garten gab. Wolfgang hatte sich mal
wieder vom Manufactum-Katalog verführen lassen: Stauden
aus einer Gärtnerei, die Schnecken mit chinesischen Laufenten
bekämpfte, biologisch gedüngt. Der Text war damals so
verlockend, dass er uns gleich 2 Sortimente bestellte.

Wenn einjährige Kornblumen von Schnecken gefressen werden,
dann gibt es wenigstens mehrjährige Rasselblumen in Weiß ...

und herrlichem Violett.

Der Sauerampfer wird auf dem Hochbeet
leider immer weniger. Es ist schwierig die
frischen Blätter vor den Schnecken zu ernten.

Der Spitzwegerich fängt endlich an
sich in der Wiese am Haus zu vermehren.

Bartblumen sind herrliche sommerblühende Sträucher.
Leider haben wir erst zu spät festgestellt, dass es
sogar unterschiedliche Blattformen gibt. Aber drei
verschiedene Sträucher haben trotzdem einen Platz
im Garten gefunden. Nur am Teich haben wir 3x das
gleiche Sonderangebot gepflanzt.

Für diese Scabiose suchen wir noch ein geeignetes Plätzchen.
Aber es ist fraglich, ob sie am Wegesrand überleben kann.

Katzenminze lebt gefährlich, denn ein Kater
aus der Nachbarschaft liebt diese Staude.

Aber selbst der Eisenhut hat Feinde. An einem regnerischen
Tag vor ein paar Jahren speisten mehrere Nacktschnecken
sogar ganz genüsslich am Eisenhut.

Dieser Sommerflieder hat sich irgendwann selbst
vor dem Haus im Schotterstreifen ausgesamt.

Die pfirsichblättrige Glockenblume, die anfänglich hier im
Garten fast wie Unkraut blühte, ist inzwischen leider sehr
selten geworden. Da half es nichts, dass sich ein besonders
starkes und gesundes Pflänzchen auch in dem Rosenbegleit-
Sortimenten von Wolfgangs erster und einziger Manufactum
Pflanzen-Bestellung befand.

Diese bodenbedeckende Glockenblume kommt viel besser
mit unserer Gartensituation zurecht. Überall bildet sie
blau-violette Teppiche.

Genauso üppig entfaltet sich diese höhere Staude mit seinen
hell-violetten Glöckchen am Weg zur Betonfläche, ...

und diese weißen Glockenblumen
liegen malerisch über dem Steg-Podest.

Der erste Versuch eine weiße Spornblume zu bekommen,
ergab pinkfarbende Blüten. Die Staude musste daher in den
Vorgarten umziehen. Der zweite Versuch wurde deswegen
blühend gekauft und versamt sich jetzt fröhlich rund um
den Teichbereich.

Als wir im Spätsommer 2000 den Teich anlegten,
wurden danach alle bereits vorhandenen Funkien
aus dem Garten hinter den Teich gepflanzt.

Im Frühjahr, wenn das Beet hinter dem Teich noch freier
ist, blühen dort ein paar Schachbrettblumen. Dieses Saatstand
bildet nun eine Einheit mit einem Funkienblatt.

Noch nie hatte die Edeldiestel so viele Blüten!

Der Enzian hat es schwer. Kaum kommt er hervor,
freuen sich die Schnecken über die Abwechselung. Es ist
erstaunlich, dass diese Blüten so weit gekommen sind.

Die Wiesenglockenblume steht noch im Topf. Aus den Beeten
sind sie nach und nach verschwunden. Ob diese Pflanze auch
dieses Schicksal ereilt?

Dem niedrigen Ehrenpreis wird es wohl zu dunkel und
eng im Beet. Daher weicht es lieber auf die Betonfläche aus.

Der Boretsch mag es warm und sonnig. Daher können wir ihm
nur das Steinfeld vor den Hochbecken am Teich anbieten.
Ob sich der Kräutertopf hier versamen kann?

Fotos: S.Schneider & W.Hein