Mittwoch, 31. Januar 2007

Viel zu warm für Januar

Der Winter sprießt. Von der Wärme verwöhnt
überspringen einige Pflanzen die natürliche Ruhepause.
Ihre grünen Knospen sorgen für frühe Frühlingsgefühle.
Nur die Sonne steht noch viel zu tief im mittleren Teil des Gartens.
Der Waldmeister hält noch nicht seinen Winterschlaf,
die Erbeeren hingegen starten schon mal durch.
Und die Vögel zerlegen den letzten gefallenen Apfel.
Die fetten Blattläuse laben sich an der Christrose.
Das Ganze wirkt vielleicht recht braun.
Wenn man aber etwas genauer hinsieht,
gibt es einiges zu entdecken.

Die Viridiflora blüht durchgehend seit Juni.
Die Schneebeeren leuchten noch im nackten Gestrüpp.
Vom reichhaltigen Angebot verwöhnt, verzichten die Vögel
auf diese Winterspeise.
Viel zu frühe Scilla entfalten gleich ihre Blüten.
Blätter und Stengel kommen wohl später.
Wildkrokusse strecken ihre Köpfe der Sonne entgegen.
Der Seidelbast war schon immer zu früh dran.
Seit Ende November ist für ihn Vorfrühling.

Echte Frühstarter oder Nachzügler
sind diese Glockenblume und Gänsekresse.
Wer die blaue Blüte genau betrachtet, sieht,
dass die Schnecken leider auch aktiv sind.
Das erste Schneeglöckchen kommt auch ohne Schnee.



Fotos: S. Schneider & W. Hein

Winterrosen

Das einzige Weiß im Wintergarten: Die Rosen
Die Schneewittchen hat gleich zwei volle Blüten entwickelt. Wenn die Rosen blühen, sind auch die Blattläuse winterfest.
Zu feucht für das strahlende Weiß der
Swany.
Drei Tage Anfang Januar im Leben einer Hill
Die einzige Blüte der White Morsdag am 7. Januar

Vom Frost gezeichnet:
Diese beiden Kletterrosen können sich nicht mehr voll entfalten.



Fotos: S. Schneider & W. Hein