Mittwoch, 31. Oktober 2007

Plötzlich Gelb ...



Vor 1 bis 2 Wochen haben wir hier unseren Garten
immer noch als recht Grün bezeichnet. Aber schlagartig
Ende Oktober gibt es reichlich gelbe Ecken im Garten
zu entdecken. Allerdings wird unser Garten trotzdem auch
in den Wintermonaten grün bzw. grau-blau bleiben, da
reichlich immergrüne Nadelgehölze, Ilex, Kirschlorbeer,
Buchsbäume und Heben jetzt wieder deutlicher in Erscheinung
treten werden. Aber dieser Post heißt ja 'plötzlich Gelb',
also zeigen wir heute auch mal mehr Gelb als Grün:

Der Kalmus am Teich verfärbt sich allmählich,
aber bis wir ihn abschneiden werden, wird es
wohl immer noch ein paar Tage dauern.

Das Schilf im Hochbecken hat schon viel mehr
die gelb-braune Färbung angenommen.

Ganz deutlich wird es bei der Wasserlobelie.
Aber solange sie nicht abknickt und
ins Wasser fällt, werden wir sie stehen lassen.

Auch das Grün der Magnolie ist auf dem Rückzug.

Ebenso sind bei der Baumpäonie Spuren der Verfärbung
zu entdecken. Zwar an diesem Blatt noch nicht so deutlich,
aber es sah schöner als die restlichen Blätter am Strauch aus.

Die Birke im Kübel vor der Mauer
hat inzwischen so wenig Blätter,
dass unsere Maus wieder ganz bequem
die Bruchsteinkante hinauf klettern kann.

Ist das mit 'goldener Oktober' gemeint?
Ein paar letzte Blätter der Birke im Sonnenlicht.

Die Blätter der Blutbuche aus Nachbars Garten
werden nicht Gelb sondern Rötlich-braun, aber
gehören trotzdem in diesen Spaziergang Ende Oktober.

Die Sauerkirsche bietet auch viel mehr Blattfarben
als nur Gelb vor strahlend blauem Himmel.

Das zeigt sich unter ihr auf dem Weg hinter der Mauer.
Die Farben reichen von Gelb über Orange zu Rot und Braun.

Da sind die Blätter des Salomonssiegels
doch viel mehr Ton in Ton.

Viele gelbe Blättchen hat die Dünenrose
jetzt schon abgeworfen. Ein paar, mit
einem Hauch von Grün, verhüllen noch
das dornige Gestrüpp.

Die Eberesche erhält jetzt noch mehr Leuchtkraft
durch den dahinter befindlichen immergrünen Ilex.

Auch diese Frucht der Zierquitte profitiert
nun von der Pflanzgemeinschaft mit dem Kirschlorbeer.

Die Scheinhasel neben dem Hochbeet
hat nun wieder einen Soloauftritt.
Die 3 Buchsbaumkugeln, die dahinter
liegende Ligusterhecke und die Hebe
im Vordergrund verschaffen ihr noch
ein tiefgrünes Umfeld.

Spierstrauch an Glastisch mit
heruntergefallenem Fliederblatt und Tannennadeln.

Graue Katze auf Glas vor verblassenden Seggen.

Ganz in der Nähe ein Hartriegel.

Blatt der Clematis alpina zwischen noch grüner Scheinkerrie.

Und zum Schluß Farnblätter, die allmählich ihre Farbe
von Gelb in vertrocknetes Braun verändern ...

Fotos: S.Schneider & W.Hein



Dienstag, 23. Oktober 2007

Nach ein paar kalten Nächten ...



Eben lag Allegra noch ganz gemütlich auf dem Bett.
Aber als sich die Tür zum Garten öffnete, wollte auch
die schöne Katz' sogleich ihren Kontrollgang unternehmen.
Als erstes hat sie den neuen Perückenstrauch am Steg
entdeckt. Der muss jetzt zuerst genauestens beschnuppert
und natürlich dann von ihr markiert werden.

In den letzten Tagen sind ein paar Blätter
der Blutbuche aus Nachbar's Garten herübergeweht.

Aber noch immer sieht der Garten
auf den ersten Blick recht grün aus.

Tannennadeln und Buchenblätter versammeln sich
auf den Seerosenblättern und der Wasseroberfläche.
Die Fisch halten sich jetzt lieber am Grund auf, aber
den Krebsscheren scheint es immer noch weiter oben
besser zu gefallen.

Einige wenige Sonnenstrahlen erhellen
punktuell den Wiesengrund.

Die krautige Waldrebe wird vom Licht in Szene gesetzt.

Ihre Saatstände sind in diesen Tagen bei uns
immer wieder ein beliebtes Fotomotiv.

Der Teich verlandet im Randbereich durch ausgesamte Gräser
und den kleinen Schachtelhalm. Aber Laubharken ist hier
trotzdem noch nicht möglich. Die Buchenblätter werden
beizeiten abgesammelt.

Die Funkien beginnen allmählich zu welken.

Auch vertrocknete Hostablätter können bei genauerem Hinsehen
noch recht reizvolle Motive ergeben.

Die Brautzauber hat die kühlen Nächte gut überstanden.

Auch ein paar Herbstastern kuscheln sich noch
an den Fuß der White Flight vor der Teichmauer.

Spiel von Licht und Schatten im morgendlichen Sonnenlicht.

Hier im Hochwald war es vor einigen Tage richtig schön aufgeräumt:
Alle Strauch-Abschnitte waren geshreddert und im Garten verteilt,
der Weg gefegt und das Dekomaterial für den Herbst gut erreichbar.
Dann sorgte der Wetterbericht für geschäftige Unruhe im Garten.
Es wurde reichlich gepflanzt, gemulcht und geräumt. Nun stehen
einige Rosen und Stauden gut verpackt im Hochwald rechts und links
des Weges und warten auf die nächste Pflanzaktion ...

Jetzt hat das Eichhörnchen aber wieder mehr Ruhe in seinem Reich.

Die große Kiefer am Komposthaufen hat in den letzten Tagen
reichlich alte Nadeln abgeworfen. Sie bedecken nun
den Beinwell und den Trampelpfad zur Mirabelle.

Ein Blick zur rechten Seite des Weges:
Gartenidylle mit auffälligem Zopfpulli ...

Eine Baumarktrose steht gut geschützt
und entfaltet sich nun im Sonnenlicht.

Die White Meidiland beweist uns in diesem Jahr,
dass sie tatsächlich eine öfterblühende Rose ist.

Die Herbstanemonen blühen unermüdlich seit August
und immer wieder sind neue Blüten an ihnen zu entdecken.

Der Pfeifenstrauch 'Schneesturm' hat nun endlich seinen Platz
an der nördlichen Grenze bekommen und führt an einem einzigen
Stiel die Farbpalette des Herbstes vor.

Vor vielen Jahren haben wir für diesen Garten 2 Ebereschen gekauft.
Inzwischen besitzen wir reichlich neue Pflanzen, obwohl unsere beiden
Bäumchen noch immer keine Früchte tragen ...

Beinwell, Nieswurz und Waldmeister im Untergrund
und reichlich Dekomaterial am Efeu-Apfelbaum. So sieht
der Garten im Moment mit der Mirabelle im Rücken aus.

Und diesen Blick hat man am Ende des Steges.

Gleich am Ende des Stegpodestes gibt es
die einzige blaue Herbstaster zu entdecken.

Dieses Feinstrahl-Pflänzchen hat sich auch wieder in einer
Betonplatten-Fuge entwickelt und darf sich dort entfalten.

Hagebuttenansätze von Sea Foam oder Aspirin?
Die beiden Rosen sind eine so enge Verbindung miteinander
eingegangen, dass ihre Saatstände nur schwer auseinander
zu halten sind. Denn sie unterscheiden sich nur minimal
in der Größe. Wir tippen auf Sea Foam.

Snow Ballet hüllt sich in Zart-Rosa.

Aspirin hingegen blüht zu dieser Jahreszeit
wirklich Rosa anstatt Weiß.

Auch beim sonst zartgelben Sonnenröschchen weist
die letzte Blüte dieses Jahres einen rosa Schimmer auf.

Die Sally Holmes unter der Scheinakazie
hat noch 4 vertrocknete Blütenblättchen.
Vielleicht verfärben sich dafür ihre Hagebutten
in den nächsten Tagen in leuchtendes Rot.

An der östlichen Grenze, ganz versteckt,
haben wir beim Auslichten diese Stockrose entdeckt.
Ihr haben die niedrigen Temperaturen der letzten
Nächte überhaupt nicht geschadet. Sie hätte noch
reichlich Blütenpotenzial ...

Und hier ist das Vogelnest, zu dem Linus hinauf sieht ...

Aber auch Maus denkt wohl an die Zeiten, als
es dort noch reichlich Flugverkehr in der Hecke
zum Beet 'der vergessenen Gemüse' gab.

Aber nun hat sie eine neue Beschäftigung:
Vögel, Mäuse, Schnecken und Igel bei der Apfelernte beobachten.

Herbstzauber in Rot-Gelb: Heidelbeere und Jostabeere
ergeben eine herrliche Farbkomposition.

Der einfache Schneeball ergänzt das Feuerwerk.

Und die ererbten Rosen schießen knallrote Leuchtkugeln
in den leicht bewölkten Herbsthimmel.

Wieder am Boden angekommen, noch ein Blick
in das durchleuchtete Rot der Heidelbeerblätter.

Brombeervergänglichkeit in luftiger Höhe ...

... und in Bodennähe.

Ganz schön frisch draußen - ca. 3 Grad Celisus.
Nun geht es von der sonnenverwöhnten Ost-Grenze
zurück durch den verschatteten Garten zum Haus ...

Aber zuvor noch ein Schwenk unter den Küchentisch
in der Wiese: Dort hat inzwischen der Igel die Maus abgelöst,
aber die restlche Herbstdeko lässt noch auf sich warten ...

Fotos: S.Schneider & W.Hein