Freitag, 30. November 2007

Im Schlaraffenland ...


... kleiner Igel zur Mittagszeit:





Fotos: S.Schneider



Montag, 26. November 2007

Gut verpackt ...

... in Buchenlaub aus Nachbars Garten.

Nachdem es am Morgen bereits etwas geschneit hatte,
erschien gegen Mittag für einen kurzen Moment die Sonne.
Also schnell raus, um Fotos von unserer sehr ungewöhnlichen
nachbarschaftlichen Aktion vom Wochenende zu machen.
Denn nachdem unsere Nachbarn auf ihrem Grundstück
ca. 10 Sack à 200 Liter Buchenlaub zusammen geharkt
hatten, um es eigentlich zu entsorgen, wechselte das Laub
die Seiten: Es wanderte über den Zaun zu uns und wurde
hier
im Garten als Winterschutz verteilt. Innerhalb eines
Nachmittages veränderte sich so der Ausdruck unseres
Gartens. Nun kann der Winter kommen ...

Die linke Seite des Gartens unter den Obstbäumen
bis zur Ligusterhecke ist nun einheitlich verhüllt.

Jetzt raschelt es wirklich wie bei einem Waldspaziergang,
wenn man den Trampelpfad zur Mirabelle betritt.

Die Rosen wurden zuerst noch einmal gründlich gewässert,
mit Rindenmulch angehäufelt, dann mit immergrünen Zweigen
umsteckt. Anschließend wurde die Fläche mit einer Schicht
Laub abgedeckt. Das erinnert jetzt nicht mehr an die nackten
stackeligen Rosenbeete aus Wolfgangs und meiner Kindheit.

Durch das einheitliche braun-rote Laub der Blutbuche kommen
die immergrünen Gehölze jetzt noch schöner zur Geltung.

Auch die wenigen Stauden heben sich nun
deutlicher vom schlichten Laub-Untergrund ab.

Inzwischen führt der Nieswurz im Erdbeerfeld seine erste Blüte vor.

Der Waldmeister möchte noch nicht in die Winterpause.
Seine grünen Stengel mit den zahlreichen kleinen Blättchen
suchen sich wieder ihren Weg aus der lockeren Blätterschicht.

Wenn jetzt demnächst die Betonplatten gefegt sind,
sieht der Garten erstaunlich aufgeräumt aus.

Nur eben ganz anders, als noch vor 13 Jahren:
Denn da war hier vor dem Wintereinbruch jedes Blatt
sorgfältig aufgesammelt und entsorgt, während auf dem
Nachbargrundstück das Laub bis zum Frühjahr liegen
bleiben durfte. So können sich Gärten durch ihre Bewohner
verändern. Der Nachbar ist noch der selbe wie damals,
aber inzwischen freut er sich über seine blattfreie
grüne Rasenfläche. Allerdings darf auch bei ihm noch
etwas Laub bis zum Frühjahr in den Beeten liegen bleiben.

Fotos: W.Hein



Samstag, 24. November 2007

Und noch ein Sonnentag ...


Am Donnerstag hatten mich vereinzelte Wolkenlöcher nach draußen
gelockt und ich entdeckte noch zahlreiche interessante Fotomotive
in unserem Garten. Wolfgang steuerte zu diesem Post nur einige
wenige Bilder bei. Dafür ging er heute bei noch sonnigerem Wetter
durch den Garten und kam mit dieser erstaunlichen Sichtweise zurück:

Zuerst waren ihm die roten Körbe aus lackierter Wasserhyazinthe
vor dem Hochbecken aufgefallen.


Das vertrocknete Blatt vom Hechtkraut im Teich
stand einen kurzen Moment im Sonnenlicht.

Auch der Saatstand des Igelkolben erhaschte etwas Sonne.

Beim filigranen Froschlöffel waren nur
die äußersten Spitzen erhellt.

Auf der Wasseroberfläche spiegelte sich
die fast kahle Buche aus Nachbars Garten.

Die Sonne steht jetzt so tief, dass nur noch
das dahinterliegende Waldstück Sonne erhält.
Die Tischgruppe bleibt vom Herbst bis zum
Frühjahr ganztägig im Schatten.

Der Blick in den mittleren Teil des Gartens hat sich seit
einigen Tagen verändert: Auf den beiden Liegestühlen
sollen die geschnitten Äste der Korkenzieherweide noch
etwas Laub abwerfen, bevor sie in der Weihnachtsdekoration
verarbeitet werden können.

Inzwischen sind alle Obstbäume kahl. Das herübergewehte
rot-braune Buchenlaub vom Nachbargrundstück hat sich
fast gleichmäßig über die gesamte Fläche von Beinwell,
Waldmeister und Erdbeeren verteilt.

Das 'Trennpapier' des Judas-Silberlings schimmert
unter den Stäuchern an der Grenze hervor.

Ein paar Hagebutten zieren noch die Kaskadenrose.
Und der Cotenaster behält an dieser Stelle immer noch
sein Laub, obwohl alle anderen Cotenaster-Büsche
im unserem Garten schon nahezu blattlos sind.

Nachdem die Farne unter dem Efeu-Apfelbaum verwelkt sind,
wirkt die Fläche unter den Obstbäumen jetzt wieder viel
weitläufiger und großzügiger.

Jetzt kann man im Erdbeerfeld kaum noch
Schaden anrichten. Darum geht es heute nicht
den Trampelpfad entlang über den Hochwald
zurück zum Steg, sondern geradewegs am
Nieswurz vorbei zur Betonfläche.

Hier liegen immer noch reichlich Falläpfel für die Tiere.
Wenn in den in den nächsten Tagen die Beete mit Laub
abgedeckt werden, werden anschließend die Äpfel auf
dem Laub verteilt. So finden Drosseln & Co. noch
lange Zeit ausreichend Nahrung.

So grün sind noch die geschnittenen Zweige
der Korkenzieherweide. Wahrscheinlich müssen sie
wie in jedem Jahr vom Laub befreit werden, bevor
sie unsere Weihnachtsfenster schmücken können.

Unter dem Efeu-Apfelbaum fällt es zur Zeit schwer
Betonfläche und Beete auseinander zu halten.

Die geerbte, rosa Rose hat inzwischen richtig
pralle Hagebutten in auffälligem Rot-Grün.

Die Kent gab es bereits im Post vom Donnerstag zu
sehen, jedoch ohne dieses malerische Lichtspiel.

Auch die Seggen im Alu-Teich sehen bei Sonnenschein
viel freundlicher aus.

Vor allem, wenn davor die Schneeflocke blüht ...

und immer neue Blütenbüschel mit Knospen hervorbringt.

Der Schneeball präsentiert seine zwei letzten Blätter
vor dem strahlend blauen November-Himmel.

Dem frei hängenden Blütenbüschel der Alba Meidiland
hat der leichte Frost in den frühen Morgenstunden wohl
überhaupt nicht geschadet.

Noch ein einsames Blatt: Dieses leuchtete Wolfgang
auf dem Weg zum 'Beet der vergessenen Gemüse'
an einem der Apfelbäume entgegen.

Betrachtet man hingegen den Spierstrauch,
so denkt man an einen goldenen Oktober.

Aber die Stachelbeere im Vordergrund und
der Apfelbaum mit dem Geflecht aus Schlingknöterich
sind schon längere Zeit kahl. Jetzt ist sehr gut zu
erkennen, welches Ausmaß der Knöterich bereits
angenommen hat. Im zeitigen Frühjahr werden wir
den Apfelbaum endlich wieder etwas von ihm befreien.
Das Gewirr der Zweige wird dann sicherlich eine
interessante Osterdekoration ergeben.

Doch erst einmal fallen auch noch die leuchtenden Blätter
des Perückenstrauches. Dann kommt die Weihnachtszeit.
Und wenn die Winterlinge ihre gelben Blütenköpfe aus
dem Laub erheben, ist es immer noch früh genug, an den
Schnitt für die Osterdekoration zu denken...

Fotos: W.Hein



Donnerstag, 22. November 2007

Bis in die letzte Ecke



Die Sonne scheint, es ist nahezu windstill - der Garten lockt.

Die Clematis am Wiesenrand ist jetzt etwas eingekürzt,
und auch der Weg in das kleine Waldstück hinter der
Tischgruppe ist nun wieder vom Efeu befreit.

Täglich fällt reichlich Weidenlaub auf Tischgruppe und Wiese.

Die Drosseln stört das überhaupt nicht. Ein Apfel nach
dem anderen wird aus dem Weidenbündel der Tischdeko
heraus gezerrt und von der Mitte her ausgehöhlt.

Inzwischen ist das vordere Hochbecken geschnitten
und für diesen Winter mit Buchsbaum verhüllt.

Das hintere Hochbecken sollten wir Allegra zuliebe jedoch
unbeschnitten lassen, damit sie auch im Winter ihre tägliche
Portion Segge knabbern kann.

Die Magnolie am Teich ist zwar schon lange blattlos,
aber mit buscheligen Kätzchen für die Blütenknospen
bereits wieder startklar für das nächste Frühjahr.

Das Efeu unter dem Steg hat einen Weg nach oben
zum Sonnenlicht gefunden.

Auch der Keramikvogel unter dem Ilex am Steg hat nun wieder
einen Sonnenplatz, seitdem die Bäume ihre Blätter abgeworfen haben.

Jetzt blüht die Beetrose Kent noch einmal richtig auf, nachdem
der ganze Garten zwar kahler, aber auch wieder viel heller ist,
wenn er von der tiefen Sonne durchflutet wird.

Der Seidelbast war schon immer früh dran, ...

aber so überreich hatte er bis jetzt noch nie
im November geblüht.

Auch der Storchschnabel macht am Weg noch einmal
mit seinen strahlend weißen Blüten auf sich aufmerksam.

Auf der rechten Seite des Weges ziehen sich
allmählich die Sommerstauden zurück, und
die Lenzrosen treten dafür deutlicher hervor.

Am Ende des Weges setzt Snow Ballet
immer noch ihre weißen Akzente.

Und auch die Schneeflocke am kleinen Alu-Teich
zieren noch einige wenige Blüten und Knospen.

Die Berberitze schmückt ihre kahlen stacheligen Zweige
mit kleinen roten Beeren, ...

und der namenlose kleine Strauch beginnt
mit einer zaghaften Herbstfärbung.

Maus beobachtet gespannt das Geschehen
auf der Betonfläche, ...

denn hier wird eine andere Apfelsorte als auf dem
Gartentisch serviert. Da kann auch die Anwesenheit
der kleinen Katze die Drossel nicht schrecken.

Ganz in der Nähe unter dem Efeu-Apfelbaum bilden
sich schon die ersten grünen Blüten vom Nieswurz.

Und dann dieses Blau der Bergflockenblume an der
Brombeerhecke. Im herbstlich, kahlen Garten erinnert
dieser Farbton plötzlich wieder an den Sommer.

Auch der Herbst-Eisenhut versucht seine
leuchtend blaue Blütenrispe noch rechtzeitig
vor dem Frost zu entfalten.

Seine Saatstände könnten vielleicht noch rechtzeitig
vor dem nächsten Kälteeinbruch reifen und sich öffnen, ...

während die Stockrose an der hinteren Grenze
jetzt blüht und blüht.

Der Perückenstrauch hat nun endlich
seinen Platz am Grenzzaun erhalten.

Das kleine Nest im blattlosen Liguster verliert
allmählich seinen Halt in den Zweigen.

Der Weißdorn schmückt seine dornigen Zweige
nun nur noch mit ein paar rötlichen Beeren, ...

und bei der Stachelbeere hängen
die letzten Blättchen am seidenen Faden.

Nur die Heckenkirsche, ganz am Ende des Weges, zieren
noch ein paar wenige grüne Blätter und rote Beeren. Aber
beim nächsten Gartenspaziergang wird dieser Strauch
wohl endgültig kahl sein ...

Fotos: S.Schneider & W.Hein