Donnerstag, 11. August 2011

Topfkultur



Violet Hood, eine Moschata-Hybride von Lens hatten wir
uns vor einigen Jahren eigentlich für
unseren sonnigen Vor-
garten
gekauft. Dort wollten wir mit ihr unsere Sammlung
von purpur-violetten Rosen fortsetzen. Aber ins Erdreich
haben es bisher nur
Cardinal Hume und Nuits de Young
ge
schafft. Die Wicken überwuchern immer wieder alle
theoretischen Rosenplätze.
Veilchenblau war die erste
Rose, die wir daher im Kübel ließen. Im Mai 2009 kam
dann
Zigeunerknabe hinzu, so dass sich diese drei Rosen
schon im Sommer 2010 neben dem Treppenhaus am
Sommerflieder einfanden
. Inzwischen ist Zigeunerknabe
in seinem größeren Container bereits aufgebunden und
nimmt trotzdem schon eine Breite von über 1m ein. Nun
arbeitet sich diese Rose bereits in der Höhe an die 2m
Marke heran.
Zur Zeit kann ich einen Kübel mit solchen
Abmessungen nicht mehr am Haus stellen
. Daher hat
Zigeunerknabe im Moment eine Solitärstellung unter dem
Efeu-Apfelbaum. Denn auch wenn ich ja vernünftig sein
wollte, hat es
Souvenir du Dr.Jamain Ende Juni, als diese
öfterblühende und intensiv duftende Kletterrose reduziert
bei Obi stand, es in unseren Einkaufswagen geschafft. Und
auch wenn ihre Blätter jetzt befallen sind, so bereue ich es
trotzdem nicht, dass sie nun unsere Sammlung der purpur-
violetten Rosen ergänzt. Schließlich steht die eigentlich
recht unempfindliche Violet Hood zur Zeit frei & luftig
und bekommt trotzdem Mehltau an den jungen Trieben.
In diesem Jahr müssen wir sehr nachsichtig mit fast allen
Rosen in unserem Garten sein ...

Und trotzdem ist es immer wieder schön
Violet Hood ins Gesicht zu schauen!

Welch' eine Vielfalt von Formen und Farb-Varianten.

Und dieses Schauspiel können wir nun nochmals
auch bei Souvenir du Dr.Jamain bewundern!



Fotos: SchneiderHein


Kommentare:

Herz-und-Leben hat gesagt…

Prächtig, die Farben!
Mehltau haben meine Rosenstecklinge auch bekommen. Hatte mir ein Pilzspritzmittel gekauft und hoffe, daß sie überleben werden.
Bei den "großen" Rosen habe ich in der Hinsicht nie etwas unternommen. Sie erholten sich von selbst immer wieder.
Macht ihr was dagegen?

Elke hat gesagt…

Das sind wirklich prächtige Farben.
Lieben Gruß
Elke

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Ich hatte schon gelesen, dass Du es nun mit einem gekauften Mittel versuchst.
Auch meine letzten Rosenkinder, die alle aus Hagebutten entstanden sind, waren zeitweilig befallen. Zwei sind in diesem Sommer nun auch noch eingegangen. Wahrscheinlich hätte ich sie doch lieber nicht düngen sollen! Ich habe schon häufiger festgestellt, dass manche Rosen mehltauanfälliger sind, wenn sie Dünger bekommen.
Vor ein paar Jahren hatte ich es mal mit Milch probiert. Aber ich gehe auch davon aus, dass es sich bei den meisten Rosen von selbst reguliert und einfach durch bestimmte Witterungseinflüsse begünstigt wird.
Allerdings verstehe ich nicht, dass gerade besonders luftig stehende Triebe mehr befallen sind als verstecktere. Bisher war ich immer der Meinung, dass Mehltau durch stauende Hitze begünstigt wird. Aber genau dieses Problem konnte an den befallenen Trieben nicht auftreten - die hingen teilweise ganz frei in der Luft!
Wenn es zu arg ist, entferne ich die Blätter und lasse die Knospen stehen. Manchmal kommen sie trotzdem zur Blüte. Und wenn nicht schneide ich den Befall möglichst großzügig heraus, falls dann noch genug vom Strauch übrig bleibt ...

@ Elke
Und in diesen Farben gibt es noch so viele schöne Rosen ....

Herz-und-Leben hat gesagt…

Hmm, gedüngt hatte ich diese kleinen Röschen ja nicht. In der gekauften Blumenerde ist jazunächst doch alles, was sie brauchen. Vor allem, wenn man einmal bedenkt, wie Pflanzen sogar ganz ohne Dünger gedeihen (Stichwort Vertical Garden - Patric Blanc, der das in anderen Ländern in kärglichen Gegenden beobachtete) und ich sehe es auch immer wieder. Stecke zuweilen Ableger, z.B. vom Lederbaum in ein Glas Wasser und erneuere das Wasser von Zeit zu Zeit. Auf diese Weise habe ich Ableger schon über Jahre im Glas gehalten ganz ohne irgendwas - außer Leitungswasser natürlich ;-) Deswegen käme ich auch nie auf die Idee, kleine Rosenableger schon zu düngen. Wenn sie mal draußen im Freiland sind. Aber selbst da habe ich die Rosen eher selten gedüngt. Unser Boden ist aber auch sehr fruchtbar.

Bei den kleinen war es mir mit dem gekauften Mittel lieber, weil ich sie nicht verlieren wollte, was natürlich trotzdem noch passieren könnte ... bei uns hing es eindeutig mit der Witterung zusammen. Ein paar Tage sehr hohe Luftfeuchtigkeit, Regen, so daß die Blätter über Nacht feucht blieben - alles nicht so toll für diese kleinen Dinger.

Ansonsten habe ich hier eher mit Rosen-Rost zu tun. Mehltau habe ich bei den "großen" Rosen an sich hier noch nie beobachtet. Ja, wer weiß, woran das immer so liegt, auch das mit den freistehenden Trieben ...