Sonntag, 22. April 2012

Der Specht hat was entdeckt











Schon vor 2 Tagen hielt sich der Specht fast 10 Minuten
am Meisenknödel auf, so dass der Knödel danach erheblich
geschrumpft war. Erstaunlich war allerdings, dass eine 
Drossel ihn dabei fast angriff, obwohl sie im unteren Bereich
des Hauses problemlos an die Futterschalen gelangt wäre.
Schon oft konnte wir auf dem Gartentisch ungewöhnliche
Rangfolgen unter den Tieren
beobachten. Und es gab schon
so manchen Eichelhäher oder auch eine Elster, die auf der
Stuhllehne warten mussten, während sich am Häuschen
Dosseln oder andere Vögel bedienten.

Fotos: W.Hein


Nachtrag Freitag, 4. Mai 2012:
Seitdem habe ich den Specht nicht mehr gesehen oder gehört.
Aber die Aktivitäten an unseren beiden toten Apfelbäumen
nehmen zu. Und auch
der alte Zierkirschenstamm, der schon
vor 2000 an der Nordgrenze hinter dem Hochwald abgestorben
war, wurde in letzter Zeit wieder extrem bearbeitet. Es gibt
also auch ohne diese zusätzliche Mahlzeit viele gute Gründe
sich in unserer Gegend aufzuhalten ...



Kommentare:

Herz-und-Leben hat gesagt…

Ah der Kleinspecht! Der kommt bei uns auch. Nur jetzt verzieht er sich eher in den richtigen Wald, der ja auch relativ nah ist. Denn Vogelfutter gibts bei uns im Frühling/Sommer ja nicht.
Den Trommelwirbel der Spechte höre ich zu gern! Wahnsinn, welch Resonanzkörper!

Liebe Grüße
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Gehört habe ich ihn schon oft im Garten, aber gesehen recht selten und dann auch nur sehr kurz. So lange konnte ich ihn noch nie beobachten. Und es war mehr als Glück, dass beim zweiten Besuch Wolfgang auch im Haus war. Denn für die Bilder war ein besseres Objektiv nötig, um ihm so dicht 'auf den Leib zu rücken'. Er ist sehr scheu, obwohl er oben in unseren abgestorbenen Bäumen doch kaum etwas zu befürchten hat ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Ja, scheu sind die. Bei uns war das auch nur möglich, wenn ich im Haus bin und die Entfernung ausreichend ist. Denn die größeren Vögel spüren sogar, wenn ich mich dem Fenster nähere, selbst wenn ich schleiche und mich ziemlich unsichtbar halte (wie ich meine).

Elke hat gesagt…

Das ist jetzt der Buntspecht, ein Männchen.

SchneiderHein hat gesagt…

@ Elke
Das Bild ist auch vom letzten Jahr. Der Specht kam mehrmals an den Knödel und pickte da ganz gemütlich.

Der andere Specht aus diesem Jahr blieb am Stamm und interessierte sich nicht für den Futtertisch.

Und von dem Specht, der sich vor einigen Tagen Bruchstücke vom Knödel holte, um sie am Stamm zu verspeisen, von dem haben wir leider kein Foto.
Aber auf ca. 10m Entfernung von meinem 'Garten-Hochsitz' aus ist es auch verdammt schwer solche Feinheiten zu erkennen. Zumal ich bis heute gar nicht wusste, dass es diese Unterschiede gibt ;-) Demnächst werde ich mir wohl mal das Opernfernglas meiner Mutter mitnehmen und es neben das Bett stellen ...