Dienstag, 26. März 2013

Gestern bei Wind & Wetter



 In der Mittagszeit schien die Sonne so verlockend. Und da mir 
so langsam die Zeit für die erforderlichen Schnittarbeiten davon-
rennt, bewaffnete ich mich trotz eisigem Wind mit der Teleskop-
stange und der Säge. Denn auf dem gefrorenem Boden und bei 
den nur wenigen aus der Erde hervorschauenden Zwiebelblumen 
halten sich Schäden noch in Grenzen. Wenigstens mit der Zwetschge 
wollte ich mal kurz beginnen. Der vordere Ast störte mich schon 
lange, da ich ihn vor Weihnachten nur provisorisch auf die Länge 
gekürzt hatte, die ich im Katzenfenster verarbeiten konnte. Und 
der rechte Ast war schon irgendwann im Winter unter der Last 
des Schlingknöterichs abgebrochen.

Auch weiter oben haben noch einige dünnere Äste dem Gewicht 
des Knöterichs nachgegeben, so dass der Baum nun wirklich mal 
wieder in Form gebracht werden müsste. Aber nach den 2 Ästen 
war ich für 'spontan mal absägen' dann doch schon ziemlich kalt.

Und da sich am abgebrochenen Stück einerseits 
auf der Rinde ein großer Pilz befindet, ...

und auch die Schnittfläche am Stamm nicht gesund aussieht, 
hat dieser Obstbaum wohl doch mehr Probleme. Das erklärt 
nun, warum wir seit 1996 kaum schöne Zwetschgen ernten 
konnten. Meist fielen sie ab, bevor sie ausgereift waren. Aber 
da wir ohnehin nicht auf Ertrag aus sind, darf der Baum trotz-
dem bleiben. Nur wenn er wieder etwas kleiner, und auch für 
mich alleine handhabbar wäre, dann hätte das Vorteile. Also 
entfernte ich noch einen dünneren Ast, der zu dicht hinter 
dem alten Stamm emporschoss. Und das war dann schon genug 
Material zum Umverteilen. Hätte ich noch mehr geschnitten, 
hätte ich den Shredder benötigt. So wanderten die Aststücken 
als Begrenzungen an die Beetränder und die Zweige ans Haus.

Nun wäre das sogar noch einen idealer Platz für Ostereier am Zweig. 
Aber das kann man bei dem Wetterbericht für die Ostertage noch 
nicht einmal den Eiern antun - sie da draußen schutzlos rumhängen 
zu lassen. Dann wäre es vielleicht eine gute Idee ihnen vorher noch 
eine wärmende Schutzhülle in Form eines eigenen Strickhäuschens 
zur Verfügung zu stellen. Oder alternativ ihnen Schal und Mütze zu 
verpassen. Wie meinem warm verpackten Wintervogel, der noch
immer am Türspalt im Treppenhaus hockt. Doch da wir bei diesen 
Wetteraussichten wohl eh' die meiste Zeit drinnen mit Vogel- und 
Eichhörnchen-TV verbringen werden, gibt es nun wirklich keine 
Oster-Außendeko in diesem Jahr!

Fotos: S.Schneider


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