Samstag, 23. März 2013

Was macht eigentlich der Löwenzahn?


Das ist schon komisch, da habe ich am 18. Februar 2013 
ganz selbstverständlich den frisch sprießenden Löwenzahn 
in der Wiese als Frühlingsgrün fotografiert. Aber mehr mit 
dem Hintergedanken, dass er bald blühen wird. Zumal sich 
im letzten Jahr die Traubenhyazinthen fast alle geweigert 
haben in der Wiese Blüten zu bilden. So wurde der Löwen-
zahn zu einem herrlichen Ersatz-Farbtupfer im Garten - 
in der beliebten Fehlfarbe Gelb! 

Etwas später war mir dann dieses Gelee-Rezept vom Blog 
'Wachsen und Werden' aufgefallen, so dass ich mir für 
dieses Jahr vornahm die Blüten zu ernten bevor aus ihnen 
die lästigen Pusteblumen werden ...

Und nun ist es wieder das www, das gute Gründe für etwas 
Löwenzahn in unserer Wiese liefert. Denn eigentlich hätte 
ich nun schon längst zarte Blättchen als Salatzugabe pflücken 
können. Aber erst durch diesen Post aus dem Waldhaus kam 
mir die Idee. Nur sieht das frische Grün in unserer Wiese 
im Moment leider so aus:

Nun mal abwarten was nach 3 Tagen Dauerfrost 
davon dann zum Ernten übrig bleibt ...

Foto: S.Schneider


Kommentare:

Im Waldhaus hat gesagt…

Ach herrje... das sind aber immerhin ein paar hübsche, junge Blättchen... Was auch gut schmeckt im Salat: junge Frauenmantelblätter. Bei uns ist aber auch noch nicht viel mit Löwenzahn - auf dem Markt wurde ich aber zum Glück fündig (Rezept gibt es dann natürlich auch bald). Es wird Zeit, dass es endlich wärmer wird. Als ich die Nachrichten gesehen hab und was für Temperaturen im Norden herrschen, musste ich echt schlucken !!! Mein Papa hat mir heute erzählt von dem Frühjahr 1969 - da hat die Dorfjugend einen Maibaum ohne Blätter aufstellen müssen, da es davor so kalt war, dass der Frühling erst Mitte Mai kam !!!! Das fand ich echt krass - aber immerhin gab es das schon einmal. Wenig tröstlich für uns, aber wir geben ja die Hoffnung nicht auf, oder ? Aber das Eis bei euch ist schon echt krass... Ich wünsch dir trotz der Kälte einen gemütlichen Abend und einen schönen Start in die Osterwoche (welche hoffentlich den Vorhersagen zufolge wärmer wird) !!!
Bis bald mit GGGGGGLG, Christine

SchneiderHein hat gesagt…

@ Christine
Ich würde eher sagen 'das waren ...' Aber beim Löwenzahn bin ich da sehr zuversichtlich ;-) Schön, dass ich beim Blick über den Tellerrand die Anregung bei Dir gefunden habe! Nun bin ich natürlich ganz gespannt aufs Rezept!

Also hier geht es mit dem Winterwetter eigentlich noch. Wenn ich mal vergesse, dass wir schon März haben, dann ist es für unsere Region eben ein normal kalter Winter. Viel extremer ist es wohl weiter im Osten. Da legen die Minusgrade in der Nacht noch etwa 5°C drauf. Da hätten bei uns schon reichlich Pflanzen extreme Probleme.

Bei Mai muss ich daran denken, dass es doch heißt 'komm lieber Mai und mache die Bäume wieder grün' Wie oft hatten wir schon in den letzten Jahren bereits Mitte April oder sogar davor grüne Bäume! Eigentlich ist das viel befremdlicher ;-) Und die Geschichte Deines Vaters ist dann mal ein Ausreißer in die andere Richtung. Aber eigentlich liegt das wohl doch alles noch im Toleranzbereich.

Nur die Medien suggerieren uns immer mehr das es anders sein muss. Damit schon im Januar Frühjahrsblüher verkauft werden können, und jetzt eigentlich schon die frostempfindlichen Sommerblumen im Gartencenter stehen sollten ...
Durch all' das verlieren wir eigentlich immer mehr den Bezug zu den echten und regional total unterschiedlichen Jahreszeiten.
Daher finde ich den phänologischen Kalender inzwischen viel spannender als das was uns wirtschaftliche Erwägungen versuchen nahe zu bringen.
Und ich betrachte es inzwischen etwas irritiert, wie eine große Masse von Bloggern sich von diesem Sog so gern mitreißen lässt und verzweifelt, wenn sich die Natur mal nicht an Werbestrategien hält ...

Herz und Leben 2 hat gesagt…

Danke liebe Silke!
Ich hab' Deinen Kommentar dort noch beantwortet, wie Du ja merken wirst.
Danke auch für Deine lieben Wünsche. Ich hoffe, es handelte sich "nur" um eine Durchblutungsstörung ... das MRT demnächst wird hoffentlich Aufklärung geben.

Da Du scheinbar Rezepte suchtest . . . und statt Essig kann man doch auch Zitronensaft verwenden ...

https://www.essen-und-trinken.de/loewenzahn

http://eatsmarter.de/rezepte/s/loewenzahn/#/0

Jetzt habe ich auch nochmal die Kommentare ganz gelesen. Was all die Blumen schon ab Januar betrifft . . . es wird leider nicht darüber nachgedacht unter welchen Bedingungen diese produziert werden. Jeder ist sich Selbst der nächste ... da ist es gut, Lebensgeschichten aus früheren Zeiten zu lesen. Wie die Menschen damals lebten und zwar auch die Bessergestellten. Denn diese Blumen gabs damals ja nicht. Bestenfalls verglaste Orangerien ... Da hat man sich dann eben mit Papierblumen & Co. beholfen. Man muß eben spüren, daß es Winter ist und daß der Winter auch von gewisser Dauer ist. Würden wir ewig nur "Hochzeit" haben, wüßten wir diese nicht mehr zu schätzen und so hat alles im Leben seine Bewandtnis, eben auch die Jahreszeiten in ihrer Dauer. Heute will der Mensch nichts mehr aushalten, alles soll schnell-schnell gehen! Ab besten sofort, noch besser schon vorgestern! ;-)

Auch in den Ehen spiegelt sich dieser schnellebige gnaden- und kompromißlose Trend wider - da komme ich jetzt - nebenbei - drauf, weil ich erst neulich zu diesem Thema in Blogs las . . . und es ist doch so, "die Medien", das sind doch wir alle. Nämlich die, die das alles lesen WOLLEN, sonst gäbe es die Medien schließlich nicht. Königshäuser, Adel, Promis . . . leichte Lektüre - zum "Träumen" ... ;-) wird selbst in den besten Kreisen gelesen, die hohen Auflagen bezeugen es und manche geben es - zumindest anonym auch zu.

Und wo ich das von 1969 lese . . . 1963 bspw. hatten wir auch einen sehr kalten Winter mit tiefem Schnee. Das weiß ich noch sehr gut, denn in dem Jahr starb mein Großvater und Angie wurde das Jahr darauf geboren, da waren es im Februar schon über 20 Grad! So seltsam können Jahre sein. Das hat es in der Form dann auch ewig nicht mehr gegeben all die Jahre danach ...
Der Mensch von heute hat einen Fehler, er möchte nicht nur ein Wetter nach Maß und Norm - doch sowas gibts in der Natur schon mal gar nicht.

Liebe Grüße
Sara

PS: Falls Du Suppe magst, man kann den Löwenzahn auch in die Neunkräutersuppe tun, die hatte ich in meinem Blog schon erwähnt. Schmeckt mit Knoblauchcoutons echt lecker.

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Zunächst mal zu den Frühjahrsblühern in Töpfen: Vor einigen Tagen gab es im Fernsehen einen Bericht, wo die ganze Frühjahrsproduktion wetterbedingt gleich vom Gewächshaus in den Kompost wanderte - auch keine dolle Vorstellung. Aber die Gärtnereien brauchen halt den Platz und die Abnehmer fehlten ...
Allerdings hatte ich vorgestern meine ersten 2 Hornveilchen in BS für 2 Pflanzkübel gekauft, da der Garten mit Lenzrosen, Lerchensporn und anderen Zwiebelblumen/Stauden nun so gut gefüllt ist, dass es seit einigen Jahren nicht mehr lohnt zusätzlich etwas Vorgetriebenes ins Beet zu pflanzen. Und die 24 Stiermütterchen, die im letzten Jahr im März die Beetränder füllen sollten, waren fast alle Schneckenfutter.
Bei mir im Garten macht das schon lange keinen Sinn mehr. Daher gab es bei uns nur 3 Töpfe mit Schachbrettblumen fürs Treppenhaus, die nun schon verblüht im Garten weiter wachsen. Und von denen aus den letzten Jahren kommen in diesem Frühjahr mal erstaunlich viel Blüten. Normalerweise haben Schnecken die bei uns auch zum Fressen gern.
Und auf dem heißen Südhof habe ich es mir inzwischen auch abgewöhnt Frühjahrsblüher aufzustellen: Ist es zu kalt - wohin damit? Ist es zu heiß, verbrennen/vertrocknen sie mir zu schnell. Daher gibt es jetzt lieber Schnittgrün aus dem Garten und etwas Deko der vergangenen Jahre dazu - wenn das Wetter mitspielt ;-) Denn in diesem Jahr habe ich die Winterzweige erst am vergangenen Wochenende durchgeshreddert und durch Korkenzieherweide ersetzt. Zur Deko komme ich im Moment überhaupt nicht, denn zur Zeit kämpfe ich bei jeder Gelegenheit an der Ostgrenze ...

Zum Thema Wetter im Frühjahr: Da hat meine Mutter auch ein schönes Beispiel - 1959 lagen sie schon im Februar mit dem Liegestuhl im Garten. Alle paar Jahre ist es eben halt mal anders.
Und ich persönlich fand den langen Winter mit der üppigen Schneeglöckchenblüte auch gar nicht so schlimm. Aber er passte halt wirklich nicht in die Wirtschaftsnorm. Und um die Gärtnereien tut es mir schon leid, die nun 2 Winter in Folge unter dem Wetter leiden. Ich möchte nicht wissen, wie viele Firmen da jetzt in Schieflache kommen oder gar aufgeben müssen ...

Zur Zeit kommen wir nicht zu Löwenzahn-Experimenten - haben aber auch nur 3 kleine Pflanzen auf der Betonfläche und wohl nur 2 (statt 4) in der Wiese. Irgendwann wird der doch bald bitter!? Also werde ich es wohl aufs nächste Jahr vertagen. Steht ja hier unter dem Label 'Unkraut' und Dein Hinweis & die Links sind nun leicht zu finden :-)

Herz-und-Leben hat gesagt…

Das hatte ich mir schon gedacht, daß die die zahlreichen Töpfe, die keine Abnehmer fanden, entsorgen mußten. Denn wohin auch damit? Das Wetter war lange zu schlecht und später sehen die Pflanzen nicht mehr aus ...
So ist das, wenn im Vorfeld und zu viel produziert wird.

Mit den vorgetriebenen Pflanzen, das habe ich all die Jahre auch kaum gehandhabt. Nur mal für ein, zwei Töpfe an der Terrasse. Im Haus halten sich solche Pflanzen ja kaum länger ... In den Beeten hatte ich immer meine Standard-Pflanzen, die in der Erde blieben oder schon mal Dahlien, Gladiolen, die dann eben jährlich neu in die Erde kamen.

Mit einer Schachbrettblume hatte ich vor einer Weile auch geliebäugelt, es aber dann doch gelassen. Unser Haus hat nicht das richtige Klima für solche Pflanzen und draußen war es da ja noch zu kalt. Eben wie Du es auch schreibst. In unserem vorigen Haus hätten solche Pflanzen dann noch in den Keller gekonnt. Doch in dem Garten war ja genug, nur mußte man ein wenig Geduld haben, bis der Garten erblühte.

Apropos Ostgrenze - da hatte ich vorhin auf dem Notebook bei Dir schon was gesehen, war dann nur drüber hinweggekommen, da anderes plötzlich vorrangig war ... da werd' ich dann jetzt gleich mal schauen.

Und so ist das mit dem Wetter! Ich glaube auch einfach, wenn ein Jahr wie das andere wäre, würden wir das gar nicht aushalten! ;-) Es hat schon alles seinen Sinn. Und auch ohne den Menschen und seine Eingriffe in die Natur gäbe es ja einen Klimawandel.
Doch so ist das mit den Gärtnereien - mal sind es diese, mal andere Branchen - alles ist stets im Wandel ...
Löwenzahn könnte ich Dir jede Menge überlassen *lach* - nur leider mag ich ihn nicht ernten zum Verspeisen wegen des Tierkots. Bis mein Mann seinen pfiffigen Zaun gebaut hat, wird es noch eine Weile dauern. In diesem Jahr wird es dann also mit einer Wildkräuterernte aus dem eigenen Garten nichts mehr.

Also wenn Du vom Löwenzahn die jungen Blättchen nimmst, die wachsen ja auch nach und die Stengel von den Blüten (nicht jedoch den Pusteblumen!) kann man auch immer essen, die sind so bitter nicht. Auch kann man die Knospen als Kapernersatz einlegen. Hab' ich bislang aber auch noch nicht geschafft. Und letztendlich ist die Wurzel sehr gesund, wenn man sie roh, z.B. im Salat, verspeist. Aber das ist ein mühsames Geschäft mit denen ...
Bei mir ist nun ein Label "Löwenzahn", damit man ihn auch schneller wiederfindet. Ansonsten hab' ich da ja Wildkräuter/Heilpflanzen und Gartenkräuter separat.

Liebe Grüße
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Im Moment lasse ich den Löwenzahn mal einfach wachsen - die nächsten Tage kommen wir zu nix. Nicht nur wegen dem hinteren Teil des Gartens ...
Außerdem habe ich gestern ein Mauseloch - hoffentlich keine Wühlmaus - in der Wiese gesehen. Die wird mir doch wohl hoffentlich nicht di Traubenhyazinthen usw von unten ernten!? Na ja, wenigstens haben unsere grauen Damen etwas zum Belagern ;-)
Daher dürfen die gelben Blümchen jetzt bald gerne kommen. Da blüht zur Zeit fast nix ...