Sonntag, 28. April 2013

Die hat die Ruhe weg ...



In letzter Zeit tauchen auch die Elstern wieder 
wesentlich häufiger am Futterhaus auf.

Nur im Regelfall sind sie so scheu, dass sie bei dem Versuch 
sie auf dem Gartentisch zu fotografieren sofort wegfliegen.

Doch diese hier hat die Ruhe weg und bearbeitet 
ganz intensiv den Meisenknödel auf dem Futterhaus. 

Das ist inzwischen der letzte der 4 Meisenknödel, die 
ich am 12. April nachgekauft hatte. Zwischenzeitlich 
kehrte mal etwas Ruhe am Futtertisch ein, aber nun 

Und eh' sich die Drosseln nun wieder an den Posthorn-
schnecken und Teichmolchen vergreifen, bieten wir 
lieber noch etwas Futterservice. Und auch wenn es nicht 
so doll ist, dass sich ein riesiger Rabe hier durchfuttert, 
der so ein Schälchen mit dem Schnabel aus dem Haus 
hebt, um es dann nach und nach zu leeren - so finden 
wir das immer noch angenehmer, als wenn er ebenfalls 
Posthornschnecken am Aluteich zerlegt.

Ähnliche Probleme gibt es mit Elstern. Schon häufiger
 haben sie die Eier anderer Vögel gefressen oder sogar 
Jungtiere nur geköpft bzw. aus dem Nest verschleppt. 
Aber auch sie wollen nur ihre Kinder und sich ernähren. 
Darum gilt bei uns am Futtertisch gleiches Recht für 
alle. Auch für Eichhörnchen und Mäuse ...

Fotos: S.Schneider


Kommentare:

Gartenfee hat gesagt…

Hallo Silke,
ich fülle die Vogelfuttersäule auch immer noch eifrig...Spatzen, Meisen und Grünfinken sind immer noch regelmäßige Gäste und bei der Kälte am Wochenende kamen sogar wunderschöne Distelfinken! Das Insektenangebot scheint noch nicht so groß zu sein, Fliegen habe ich z.B. noch überhaupt keine gesehen und die sind hier auf dem Land normalerweise eher keine Mangelware...Also, solange noch Bedarf besteht, wird weitergefüttert! ;-)

Liebe Grüße, Bärbel

SchneiderHein hat gesagt…

@ Bärbel
Mir scheint auch, dass es kaum Insekten gibt. Gestern sah ich mal 2 Schmetterlinge, Hummeln und Bienen sind extrem selten, Fliegen haben wir ebenfalls kaum und selbst Blattläuse sind noch Mangelware. Eher sehe ich die Vögel zur Zeit am Totholz als zwischen grünen Zweigen.
Und was ich heute früh über die Posthornschnecken hier schrieb, konnte ich vorhin tatsächlich schon wieder fotografieren: Zerkleinerte Gehäuse am Teichrand. Ein Zeichen dafür, dass es trotz Regen am Freitag & Samstag kaum Würmer im Garten gibt.

Nur Nacktschnecken sind auf dem Vormarsch: Heute früh kamen endlich meine Lenzrosen-Schutzkartons, die noch seitlich unter den Büschen lagen, ins Altpapier. 4 kleine Nacktschnecken - so etwa 5 bis 7mm lang, hatten sich daran einen Schlafplatz gesucht. Ach wäre das schön, wenn die Vögel doch zumindest diese Größe fressen würden und dafür unseren Teich in Ruhe ließen!

Brigitte hat gesagt…

Bei uns gab es in der Gegend einige große Bäume, aber so nach und nach wurden sie überall gefällt. Leider. Seitdem kommen auch die Elstern häufiger in unseren Garten. Sie landen manchmal auf dem Balkongeländer. Über das Futter haben sie sich noch nie hergemacht.

Wir hatten auch nochmals Meisenknödel nachgekauft, mittlerweile ist alles verfüttert. Hätten sie es nicht mehr gewollt, so hätte ich es entsorgen müssen. Und wir haben einige Nester im Garten. Immer sehr hoch oben in den entsprechenden Bäumen. Die Vögel sind ja auch nicht doof und wissen, dass hier einige Katzen unterwegs sind.

Wegen der Schnecken hatten wir schon mal über Laufenten nachgedacht. Aber, die Herrschaften machen sehr viel Mist. Und dann müsste immer jemand zum Füttern da sein, wenn wir verreisen wollen. Die kann man nicht in eine Pension geben.

Hab eine schöne Woche, Brigitte

Elke hat gesagt…

Hallo Silke,
ich füttere auch noch. An meine Futtersäule gehen die Elstern nicht ran, höchstens mal der Eichelhäher. Der bedient sich aber lieber in den Sträuchern und holt die Schnirkelschnecken daraus. Die frisst er anscheinend am liebsten.
Auf deinem Blaumeisenbild scheinen es aber zwei erwachsene Vögel zu sein, sind nur ein bisschen verstrubbelt. Blaumeisenjunge sind ja ganz gelb im Gesicht.
Viele Grüße
Elke

SchneiderHein hat gesagt…

@ Brigitte
Wo die Elstern in der Nachbarschaft brüten, das weiß ich auch nicht. Aber da wir hier in der Umgebung auch einige hohe Bäume haben, müssen einige Familien schon seit Jahren hier ihre Jungen großziehen.

Spätestens als wir damals das Igel- = Katzenfutter rausstellten, waren sie auch da. Nun gibt es das ja nicht mehr, und sie haben den Meisenknödel für sich entdeckt. Ebenso wie der Rabe. So ein Tier haut pro Tag ganz schön was weg.
Aber wenn ich mir anschaue, was hier, seitdem es nochmals kälter wurde schon wieder los ist, scheint das mit den Insekten wirklich nicht üppig zu sein. Und auch die Spinnen halten sich viel lieber im Haus als draußen im Garten auf. Wolfgang ist der Meinung, dass er alle paar Tage die gleichen Spinnen wieder vor die Tür setzt ;-)

Nester scheint es hier kaum zu geben. Unsere Nistmöglichkeiten haben sich durch den Grenzschnitt zum Süden im Herbst 2011 extrem reduziert. Aber das ist zur Zeit auch gut, dass sie sich andere Gärten suchen - wegen Cäsar. Der hat noch genug Power. Maus & Allegra tanzen die Vögel ja fast auf der Nase rum. Und die sind eh eher an Mäusen interessiert.

Über Laufenten hatten wir auch schon 2004 nachgedacht. Aber nicht nur das Füttern ist ein Problem. Ein kleiner eigener Teich und ein temperiertes Entenhaus für den Winter sind sinnvoll. Witzig fanden wir die Idee, haben aber festgestellt, dass Entenhaltung eben auch nicht mal so nebenbei geht, wenn es den Tieren gut gehen soll. Und was dann vom Garten übrig bleibt ...?

@ Elke
Da hättest Du gestern mal die Drossel sehen müssen, als der Rabe die Schalen leer gemacht hatte und die Drossel überlegte, wie sie nun an den Meisenknödel auf dem Dach kommt. Früher hatten wir Drosseln, für die das kein Problem war. Aber die 2 Paare sind zu bequem oder zu dumm dazu. Jedenfalls sind sie nicht in der Lage an die Säule zu kommen. Außerdem habe ich da nur Sonnenblumenkerne und einige Erdnüsse drin. Der Rest würde meist auf dem Boden landen. Und da ist der Tisch doch etwas katzensicherer.
Und eh' sich die Drosseln nun tatsächlich wieder an den Posthornschnecken vergreifen. Zwei Schnecken mussten gestern schon dran glauben und das werden schnell mehr. Aber ganz fies ist das, wenn sie Teichmolche fischen und dann totschlagen ...

Der Eichelhäher frist Schnirkelschnecken? Allerdings kann ich das kaum feststellen, da es in unserem Garten zwar inzwischen auch mehr gibt, aber vergleichsweise wenig. Die haben in den letzten 2 Jahren eher im Garten meiner Mutter zugenommen.

Toll, was man von Dir alles über die Vogelwelt erfahren kann. Vom gelben Gesicht der Blaumeisenjungen hatte ich noch nichts gehört. Dann scheinen Paare wohl bisweilen miteinander sehr ungewöhnlich zu kommunizieren.
Ganz besonders auffällig ist das beim Dompfaff. Ich sehe sie nie ohne ihn und meist orientiert sie sich an dem, was er macht.
Dann war das bei dem Meisenpaar wohl auch so. Es hatte aber für mich eher etwas von einem Eltern-/Kindverhalten ...

Elke hat gesagt…

Hallo Silke,
dieses Jungvogelgebaren gehört zu Paarbindung. Die Meisenweibchen betteln wie Jungvögel, damit das Männchen sie füttert.
Unsere Kohl- und Blaumeisen sitzen noch auf Eiern.
Viele Grüße
Elke

SchneiderHein hat gesagt…

@ Elke
Spannend, was man beim Vögelfüttern so alles erfahren kann :-)
Dann war die winzige Schwanzmeise vom 11. April wohl auch nur der kleinere Teil eines Paares: http://wildwuchs-unter-aufsicht.blogspot.de/2013/04/schwanzmeisenkind.html

Elke hat gesagt…

Hallo Silke,
die Schwanzmeisenbabies haben einen fast ganz braunen Kopf und einen roten statt gelben Augenring.
VG
Elke

Elke hat gesagt…

Ich bin am Überlegen, ob ich jetzt mit dem Füttern aufhören soll. Das Fettfutter, das ich nochmal nachgekauft habe, ist so gut wie alle und der letzte Energieblock auch. Aber die Vögel sind immer noch ganz begierig auf das Futter. Du hast die gleiche Erfahrung gemacht wie ich mit den Elstern. Sie sind viel weniger scheu als sonst. Und heute konnte ich direkt vor Blaumeisen stehen und die hat das gar nicht gestört. Vielleicht kaufe ich nochmal einen Energieblock mit Insekten nach.
Liebe Grüße
Elke

SchneiderHein hat gesagt…

@ Elke
Ich hatte keine Lust nochmals loszufahren um Meisenknödel zu kaufen. Am Dienstag Abend war erwartungsgemäß alles am Futterhaus leer. Da fiel mir ein, dass noch so ein Futterblock im Keller lag - haltbar bis Ende des Jahres. Aber die Meisen sind - seitdem er hängt - fast verschwunden. Nun besuchen sie nur noch die Futtersäule. Der Rabe und ein paar Elstern picken jedoch daran. Komisch so ein Beeren-Meisenknödel im Kaninchendrahtgitter funktioniert bei uns viel besser als der Futterknast. Sicherlich ist das auch eine Frage der Mischung. Aber vorher waren im Futterblock angeblich Insekten eingearbeitet. Aber der war trotzdem nicht beliebt.

Wenn nicht der Rabe und die Elstern ständig den Tisch belagern würden, hätte ich sofort noch Knödel nachgekauft, so habe ich meine Zweifel. Denn inzwischen geht der Rabe regelrecht auf die beiden Elstern los und räumt in Windeseile den Tisch ab.

Andererseits finde ich jetzt immer häufiger zerlegte Posthornschnecken am Teichrand. Und gestern früh blieb eine Drossel fast in Tischnähe sitzen und wartete darauf, dass endlich die Schalen gefüllt werden. Und nebenbei suchen sie im Efeu in der Korkenzieherweide nach Getier.

Je nach Wetter ist der Futterbedarf höher oder geringer. Gestern sah ich auch endlich Fliegen und irgendwelche kleinen Schwärme tanzten über dem Teich. Ich werde einfach den Tisch und die Besucher weiter beobachten und notfalls weiter nachlegen. Der Knastinhalt soll sich nun abverbrauchen, aber neue Knödel? Ich weiß noch nicht.