Montag, 1. April 2013

Ein alter Ast mit Geschichte



Auch wenn Ostermontag ist. Der Boden ist noch gut gefroren, 
das Licht ist herrlich, und stückchenweise sollte ich nun bald 
einiges im Garten erledigen. Also ist es jetzt an der Zeit den 
abgestorbenen unteren Ast im Efeu-Apfelbaum zu entfernen! 

Etwas zögerlich war ich noch, da er doch der Halteast für die 
Strickleiter war, die dann im Spätherbst 2011 zu diesem Baum-
haus führte. Und da die Geschichte immer noch nicht fertig 
ist, hatte ich zunächst einige Bedenken. Doch dann griff ich 
trotzdem beherzt zur Säge und wunderte mich, dass ...

der tote Ast erstaunlich lange am Stamm bleiben wollte. 
Nach so viel Sägearbeit sah es anfänglich gar nicht aus. 

Leider sind bei genauerer Betrachtung des Baumes überall 
Krebsgeschwüre an den Ästen zu entdecken. Die sind nur gut 
durch die Efeuranken verdeckt. Also ist es wohl nur eine Frage 
der Zeit, wann auch dieser wunderschöne alte Baum abstirbt.

Aber das nun dieser untere Ast in etwa 1,8m Höhe fehlt, das stört 
überhaupt nicht. Im Gegenteil - jetzt ist die Sicht zur Nordseite 
wieder etwas freier. Und der kleine unbekannte Baum, der sich 
irgendwann neben dem Stamm ausgesamt hatte, wurde dann bald 
darauf auch noch um die Hälfte gekürzt und mal wieder in eine 
eher buschige Form gebracht.

Jetzt liegt der alte Ast noch auf der Betonfläche. 
Aber demnächst wird er sicherlich eine Aufgabe
 als Begrenzung im Beet oder im Hochwald erhalten.

Fotos: S.Schneider


Was man beim Schnitt von Apfel- & Birnenbäumen beachten sollte 
bzw. warum es sinnvoll ist sich näher mit dem Thema zu befassen, 
ist in diesem Post auf dem Blog 'Experiment Selbstversorgung
prima zusammengestellt.

 Aber unseren Baum werden wir auch dieses Jahr nun nochmals
 in Ruhe lassen. Theoretisch müsste er in diesem Jahr wieder 
mehr Äpfel tragen: Nach einem üppigen Jahr pausiert er meist 
im darauffolgenden Sommer. Wenn das Wetter nun irgendwann 
mal mitspielen würde, könnte es eine gute Ernte für die Vögel 
und uns werden ...


Kommentare:

Lykkagard hat gesagt…

Den Schnitt als Begrenzung, das gefällt mir. Weiß Frau doch sonst nicht wo hin. Alles schrättern ist auch nicht die Alternative. Oder so nach und nach Beetbegrenzungen davon gestalten.
LG lykka

SchneiderHein hat gesagt…

@ Lykka
Für mich ist das halt die natürliche Art von Insektenhotels ;-) Ich habe hier gerade ein paar Bilder für einen Post in Vorbereitung von alten Stämmen, die teilweise schon länger im Garten liegen und verrotten.

Außerdem nehme ich die Stämme auch gern unten am Zaun entlang der Grenzen. Daran lässt sich ein- oder auswanderndes Kraut besser herausreißen, als wenn ich da nur plattgetrampelte Erde habe.