Sonntag, 16. Juni 2013

gestern noch zartrosa


Gestern, als sich endlich eine Blüte der Fimbriata öffnete, 
war ich ziemlich enttäuscht. Denn so rosa hatten wir sie 
noch nie zuvor erlebt. Allerdings haben in diesem Jahr viele 
unserer weißen Rosen intensive Farbschläge zu Creme-gelb, 
Lachs-orange oder gar intensivem Pink ...

Doch heute war die weiße Rosenwelt wieder in Ordnung!

So eine makellos ausgefranste Blüte hatten wir an unserer Fimbriata
einer Rugosa Hybride, selten gesehen. Mit ihren ca. 6cm entspricht 
die Blütengröße den Angaben. Nur bringt es unsere Rose bis jetzt auf 
höchstens 3 oder 4 Knospen im Büschel. Und nicht auf die in diesem 
Rosen-Buch beschriebenen 5 -15 Blüten im Büschel. Auch wenn sie 
gut für den Schnitt geeignet sein soll, so werden wir sicherlich nur 
abgebrochene Blüten in die Vase stellen. Aber wahrscheinlich haben 
wir auch ihren Standort nicht gut gewählt. Denn sie soll eine Höhe 
und Breite von bis zu 2m erreichen können. Bei uns hat sie jedoch 
nach Jahren erst etwa 1,2m erreicht und ist dabei noch immer sehr 
schmal und nicht sonderlich standfest. Aus heutiger Sicht ist sie für
 unseren Wildwuchsgarten eigentlich viel zu zierlich. Aber vielleicht 
hilft auch bei ihr der Tipp 'Geduld bringt Rosen' ...

Einige Knospen hält sie für uns jedenfalls noch bereit. Und 
eventuell remontiert sie bis zum Spätherbst noch ab und an. 
Ihren leicht süßen Duft habe ich im Halbschatten mal wieder 
nicht wahrgenommen. Aber vielleicht überrascht sie uns 
demnächst auch damit ...

Fimbriata - Rugosa-Hybride (Rosa rugosa x Mme Alfred Carrière),
Morlet, Frankreich 1891

Fotos: S.Schneider


Kommentare:

Neuer Gartentraum hat gesagt…

Ich mag die Fimbriata wegen ihrer zerfransten Ränder sehr. Ich dachte bisher, dass sich die Blütenfarbe immer von Weiß zu Blassrosa ändert. So ganz in Weiß wie auf deinen Bildern gefällt sie mir besonders gut.
Viele Grüße, Anette

SchneiderHein hat gesagt…

@ Anette
Der 'normale Weg' bei weißen Rosenblüten mit farbigen Knospen scheint von einer anderen Farbe zu Weiß verblassend zu sein. Sollte allerdings die Blütezeit gerade in eine Regenzeit fallen, dann kann es auch sein, dass sich das Weiß in Rosa verwandelt - bzw rosa Tupfen bekommt. Soweit ich mich erinnere, war das irgendwann bei Schneewittchen der Fall. Allerdings achte ich auf solche Details erst seit einigen Jahren. Und Schneewittchen hat in unserem Garten leider arge Probleme ...

Eigentlich bin ich so gar kein Fan von zerfransten Blüten. Die White bzw. Pink Grootendorst können mich nicht begeistern, die sind mir zu nelkenartig in der Blüte. Fimbriata ist da schon wesentlich eleganter - aber auch wesentlich zierlicher im Wuchs. Eigentlich müsste ich sie umpflanzen, damit sie besser zur Geltung kommen kann.
Bei Dir würde sie bestimmt eine gut Figur zwischen den Stauden machen ...