Montag, 5. August 2013

Kellerfund



Was finden die Teichmolche nur so spannend an unserem Keller? 
Schon vor einigen Tagen fand ich in unserer warmen Waschküche 
einen Molch. Und auf diesen hier wäre ich heute früh um Haares-
breite im Keller getreten. Egal, ob die Tierchen nun durch das 
geöffnete Kellerfenster am Ende des Treppenhaus kommen, oder 
den Weg durchs Haus über die Kellertreppe nehmen, oftmals finde 
ich sie total erschöpft mindestens 10m entfernt von der Treppen-
haustür zum Garten. Und in unserem Garten gibt es doch haufen-
weise Versteckmöglichkeiten zum Überwintern - vor allem im 
Hochwald hinter dem Teich

Diesem armen Flusensammler hatte ich also im Keller vorsichtig 
eine Pappe unterschoben, um ihn auf die Hand zu nehmen. Aber 
wie bekommt man einen mit Katzenhaaren, Wäschetrocknerflusen 
und Staub umgebenen Molch wieder sauber? 

Ich entschied mich für diverse kurze Tauchgänge im Teich. 
Doch ich hatte Mühe die verfilzten nassen Katzenhaare von 
dem zierlichen Körper zu entfernen. Aber die 'Waschgänge' 
machten ihn zumindest wieder munterer.

Als er von allen Flusen befreit war, wollte ich ihn dann schnell 
an eine sumpfige Stelle am Teich setzen. Aber die gut erreichbaren 
Randbereiche waren schon fast alle trocken gefallen. Lediglich ein 
Stein reichte etwas ans Wasser heran. Und als ob der kleine Land-
gänger noch nicht genug durchgemacht hätte, fand er auf dem Stein 
nicht sofort Halt und fiel ins Wasser. Dort verfing er sich auf dem 
Rücken liegend in der Wasserlinse und musste nochmals befreit 
werden. Ich hoffe, dass er nach all' den Irrungen und Wirrungen 
jetzt eine gute Unterkunft gefunden hat ...

Fotos: S.Schneider


Kommentare:

Ute hat gesagt…

Der arme kleine Kerl! Wie gut, dass du ihn gefunden hast. So ein Molch ist wahrlich ein besonderer Gast. Ich finde in unserem Keller meist nur Spinnen - vielleicht ist das aber auch ein Glück. Andere Tiere möchte ich auch gar nicht finden: zum Beispiel Mäuse. Einen Teichmolch würde ich noch akzeptieren, aber da wir keinen Teich haben, ist das sehr unwahrscheinlich. Dein kleiner Gast kann jedenfalls froh sein, dass er so fürsorglich gebadet wurde. Die Mühe würden sich viele Menschen vermutlich nicht machen.
Liebe Grüße
Ute

CarpeDiem hat gesagt…

Schöne Bilder, ich wundere mich auch immer wieder, wie diese Tierchen Verstecke finden, die so ganz und gar nicht für sie gedacht sind.....
LG Cordula

Elke hat gesagt…

Hallo Silke,
die wirken wirklich immer wie tot, wenn man sie findet. Ich musste dieses Jahr schon etliche einsammeln und umsiedeln, weil die Nachbarn letztes Jahr den Teich zugeschüttet haben. Die Molche waren noch da, hockten unter Töpfen und sonstwo, wo es etwas feucht war - bestimmt auch im Keller, wenn wir einen hätten.
VG
Elke

Amélie hat gesagt…

Oh je, jetzt verstehe ich, was du meintest! Wir haben über unserem Kellerfenster so ein ganz engmaschiges Gitter, da passt nicht einmal eine Spinne hindurch. Dadurch war bisher noch kein Molch im Keller. LG, Amélie

PETRA JANSSEN hat gesagt…

Achdujeh! Bin froh, dass er von Dir gefunden wurde und Du ihm sein Wintermäntelchen abgenommen hast: ♥

Ich durfte vor einigen Tagen eine kleine Feldmaus begraben, die sich in unseren Keller verirrt hatte. Sie ist eingekuschelt im Hundekörbchen eingeschlafen, welches dort zur Wäsche stand. Mich hat's traurig gemacht!

Alles Liebe,
Petra

Mach mal hat gesagt…

Gut, dass du so ein scharfes Auge hast, sonst wäre er womöglich noch unter deiner Schuhsohle gelandet :( Er freut sich bestimmt über seine Rettung! Liebe Grüße, Maral von "Mach mal"

Brigitte hat gesagt…

Das war wohl eine Rettungsaktion in letzter Minute!

Ich weiß gar nicht wie viele kleine Molche dieses Jahr auftauchen werden, ich weiß nur - jede Menge! Und so werde ich verstärkt den Kellerabgang und die Kellerfenster beobachten, denn in vergangenen Jahren fand ich da immer welche - leider meist zu spät.

War ein schöner Post!

Lieben Gruß, Brigitte

HERZ-UND-LEBEN 2 hat gesagt…

Bei uns waren solche Tierchen nicht im Keller, jedoch auch im Kellerschacht - vor den Kellerfenstern.

http://mein-waldgarten.blogspot.de/2009/06/kleiner-molch.html

http://mein-waldgarten.blogspot.de/2010/10/bei-nacht-und-nebel-mit-der.html

Rein konnten sie nicht, da wir überall Tierschutzgitter hatten, seit wir mal einen toten Frosch im Keller fanden. Denn ständig kriegt man das ja leider nicht mit, was da durch die Kellerfenster eindringt ...

Liebe Grüße
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Ute
Mäuse kommen mit dem 'Mause-Bringdienst' meist nur ins Bad unter die Duschplatte. Spinnen wohnen lieber im Wohnraum & Küche - dafür haben wir weniger Probleme mit der Mückenplage im Haus gehabt, denn die Tür zum Garten steht fast immer offen. So kam irgendwann ja sogar mal ein Igel auf Futtersuche ins Haus, der sogar mal die drei Treppen bis zum Wohnzimmer unterm Dach hochkletterte, um dann vor verschlossenen Türen zu sitzen. Vögel kommen häufiger ins Treppenhaus. Und demnächst wird sich wahrscheinlich wieder ein Mauswiesel in der Zimmerdecke über dem Bett einquartieren, da ich nicht rechtzeitig einen Dachdecker beauftrage, der uns alle Schlupflöcher ins Dach dicht machen wird ...
Wir haben viel Natur drum herum und manche wollen halt ins Haus. Besonders gern ja auch Schnecken & Schnegel. Wie gut, dass ich häufiger zu den Katzenklos im Keller schauen muss und mir die Tierchen dann meist noch begegnen. Denn die Tür zum Garten verrammeln passt nicht zu uns und unseren Katzendamen.

@ Cordula
Vor allem verwundert es mich, dass sie dafür einige Meter über rauhe trockene Flächen überwinden. Manche Schnecken und Schnegel kehren ja zumindest um, aber Molche anscheinend nicht ...

@ Elke
Und dann bietest Du ihnen keinen kleinen Ersatzteich? Die sind doch schon mit einem kleinen in den Boden eingelassenen Maurerkübel glücklich
...

@ Amélie
Bei uns gibt es nur die geöffnete Gartentür im Treppenhaus. Anders gelangen sie nicht hinein. Aber diese Tür scheint wohl wirklich verlockend zu sein ...

@ Petra
Wintermäntelchen ;-)

Bei meiner Mutter ist vor ca. 3 Jahren wohl mal eine Maus durch den Lichtschacht in den Keller gekommen. Die wohnte dann sogar unter dem Krankenlager des alten Katers. Irgendwann verkroch sie sich in den Wäschetrockner. Und es dauerte 2 Tage bis wir sie dort herausbekamen. Das Tierchen durfte wieder in den Garten.
Nur eine Maus, die unsere Maus in die Küche trug, verkroch sich hinter die Küchenzeile und futterte dort wohl am gelben Sack. Das überlebte sie nur 1 Woche. Dann lag sie tot im Müll. Aber das Tierchen ließ sich leider nicht fangen :-(

@ Maral
Tja, wenn ich Strom gespart hätte, wäre es wohl schief gegangen. Ich bin auch froh, dass das Kerlchen jetzt hoffentlich wieder im Garten ist!

@ Brigitte
Bei uns sind es meist 3 bis 5 pro Jahr. Oftmals finden wir die dann schon im Treppenhaus oder im Bad. Doch normalerweise finde ich sie erst später im Jahr ...

@ Sara
Bei uns kommt alles nur durch die geöffnete Gartentür. Lichtschächte haben wir nicht, und eine Kellertreppe befindet sich nur im Haus. Aber da der Garten fast nahtlos ins Haus übergeht, lässt es sich kaum verhindern, dass wir Gartenbesuch bekommen. Und durch ein Fliegengitter wollen wir und unseren Katzen den Weg nicht versperren ...