Donnerstag, 14. November 2013

Zum Frühstück ...


...gab es Bananenschale und Kaffeesatz.

Damit ausgestattet zog ich morgens zu meinen gestern 
gepflanzten Rosenzöglingen in den Garten. Denn schon 
meine Großmutter bestand darauf, dass Bananenschalen 
nicht in den Kompost sondern immer gleich an die Rosen 
kamen. Und ich führe diese Tradition - genau wie meine 
Mutter, gerne weiter. Ebenso scheint der Kaffeesatz aus 
unserer Pressfilter-Kanne den Rosen sowie der Christrose 
im Topf und den Lenzrosen im Beet nicht zu schaden.


Hier am Reisigbündel stehen nun die Multiflora-Stecklinge.

Hoffentlich schaffen sie es mit einiger Fürsorge 
bald den Anblick des gelben Gartenschlauches 
am Holzzaun unserer Nachbarn zu mildern ...

keine Dornen, so dass es an der südlichen Grenze 
zumindest deswegen wohl keinen Ärger geben wird. 
Und da diese Hybride zu den Rosen zählt, die sehr 
Hagebutten bilden, werden die Grenzgänger-Zweige 
dann zukünftig auch einfach im Herbst geschnitten 
und an der Vogelfutterbar in der Wiese serviert.

Und hier im 'Beet der vergessenen Gemüse' stehen jetzt 

Ich hoffe, dass es ihnen nicht wie damals der Aussaat 
des 'guten Heinrich' ergeht: Als einzige Saatpackung aus der 
kleinen feinen Holzkiste mit vergessenen Gemüsesorten 
von Manufactum schaffte er es in unser damaliges Gemüse-
beet hinter der Ligusterhecke. Und wahrscheinlich wurde er 
dort beim ersten kleinen Austrieb sofort freudig von den 
Nacktschnecken begrüßt. Denn ich habe ihn nie gesehen. 
Seitdem hatten wir die Lust am Gemüseanbau schon fast 
verloren, denn auch das besondere Knoblauch-Sortiment, 
das wir im darauffolgenden Jahr bei Manufactum bestellten, 
ging irgendwie ohne jeglichen Ertrag verloren. So wurde 
nicht nur das extra für unsere Haus-Mitbewohnerin angelegte 
Beet mit grünem Spargel irgendwann von ihr vergessen. Auch 
unsere Versuche führten bald darauf zur Vernachlässigung 
des Beetes, dass dann im April dieses Jahres seinen Wildwuchs-

Fotos: S.Schneider


Kommentare:

Mila C. hat gesagt…

Ich finde es toll, dass du einen nicht alltäglichen Blog führst.. Wir wissen viel zu wenig über die Natur, dabei ist sie rund herum überall.. danke also!

Küsschen
Mila

Mach mal hat gesagt…

Hm, Kaffee mit Bananengeschmack.. Das würde mir jetzt zwar nicht besonders schmecken, aber wenn die Rosen das so mögen, probiere ich das auch mal aus! Danke für den Tipp! Tessa von "Mach mal"

Elke hat gesagt…

Bananenschalen an die Rosen verfüttern habe ich auch schon gemacht. Beim Kaffeesatz bin ich immer hin- und hergerissen, denn der schmeckt den Kompostwürmern so gut, dass ich ihn meistens doch nicht ins Beet werfe.
Ich hoffe, deine Multifloras wachsen an, aber eigentlich machen die ja keine Probleme.
VG
Elke

SchneiderHein hat gesagt…

@ Mila
Der Blog und seine Inhalte ist halt ebenso gewachsen wie unser Garten. Seit 1983 beschäftige ich mich mit naturnahen Gärten und hatte reichlich Experimentiermöglichkeiten. Was war das damals in der Nachbarschaft im Siedlungsgarten meiner Großeltern für ein Theater, dass ich mir Unkraut (Giersch) aus dem Wald holte und in den Vorgarten planzte, weil er so schön weiß blühte! Doch dann gab es bald darauf in BS einen Vorgarten-Wetbewerb, der auch ganz neu die Kategorie 'naturnaher Garten' aufgenommen hatte. Als dann die Jury zusammen mit der Presse im Vorgarten stand und den 1. Preis verlieh, konnte nur noch hinter vorgehaltener Hand gemault werden ;-)

Und auch bei meiner Mutter begann dann nach und nach ein Umdenken: Mulchen statt hacken, weniger Gifteinsatz für Rosen & Co.

Aber erst ab 1996 in diesem Garten in Hannover konnte ich so richtig frei nach Lust & Laune loslegen. Und machte auch unschöne Erfahrungen: Ab Herbst 2002 mit Nacktschnecken und spätestens so ab 2006 verstanden wir, dass wir durch Igel & Co, die sich bei uns sehr wohl fühlten, auch ein Zeckenproblem hatten.

Der Blog wurde eigentlich im Januar 2007 nur angefangen, da wir den Besuchern der offenen Pforte Hannover vorab ein paar Infos über unseren Garten liefern wollten. Denn ein naturnaher überwiegend weiß-blauer Garten ist nicht der Geschmack eines jeden Kleingärtners. Wir hatten da in 2006 einige enttäuschte Besucher der offenen Pforte ...
Doch der Blog wurde schon bald wahnsinnig nett im Bloggerland aufgenommen und zum Selbstläufer - auch ohne die Offene Pforte Hannover
Und nachdem wir viele schöne Blümchenbilder und Stimmungen gezeigt hatten, kamen zum Glück auch von manchen interessierten Bloggern mal kritische Fragen. Und so hat sich der Blog ebenso wie der Garten im Laufe der Zeit verändert.
Schön, dass Dir das gefällt!

@ Mach mal
Also ich habe nichts gegen eine Banane zum Frühstück, wenn ich dazu meinen Kaffee trinke. Und die Pflänzchen bekommen diese Nährstoffe schließlich über einen längeren Zeitraum, da der Regen sie erst einspülen muss.

@ Elke
Wir haben ja keinen richtigen Komposthaufen im Hochwald! Da tummeln sich hoffentlich die Nacktschnecken & Zecken ;-)
Daher ist es bei uns sinnvoll das gute Kompostmaterial gleich im Beet unterzubringen, damit sich die Regenwürmer und Tigerschnegel im Land daran erfreuen können.
Bei uns ist eben einiges etwas anders ;-)