Donnerstag, 31. Januar 2013

Erste Gartenarbeiten und mehr



6 tote Goldfische musste ich heute leider nach über 2 Wochen 
Dauerfrost aus dem Teich keschern und auf dem Kompost im 
Hochwald beerdigen. Früher, als die Pumpe im Teich noch 
länger für offenes Wasser sorgte, waren die Verluste geringer.

Aber wahrscheinlich waren auch die milden Temperaturen um 
Weihnachten daran schuld. Denn am 25.Dezember erachtete 
ich es als sinnvoll dem Teichwasser nochmals Teichbakterien 
gegen Teichschlamm und Algenbildung zuzugeben. Die Wasser-
linse war schon wieder aktiv, die Bachbunge schaute grün und 
munter aus der Wasseroberfläche hervor, und die Goldfische 
hatten Hunger. Gefüttert haben wir sie natürlich nicht. Aber 
wahrscheinlich konnte der Fisch-Stoffwechsel bei der plötz-
lich einsetzenden Kälte die aufgenommene Teichnahrung 
nicht mehr ausreichend verarbeiten. Denn im Gegensatz zum 
letzten Jahr gab es nun nur tote Goldfische. Im letzten Frühjahr 
fischte ich auch reichlich Moderlieschen und Gründlinge ab ...

Den Vogelfutterplatz auf dem Gartentisch und die Stühle 
habe ich heute nach dem Foto gründlich gefegt & geschrubbt, 
das Häuschen und die Futterschälchen gewaschen & aufgefüllt, 
sowie die Etagere gespült & mit frischem Wasser gefüllt. 

Da sich von den Dachflächen reichlich Tauwasser im Regenfaß 
gesammelt hatte, konnte ich alle im Hochwald eingeschlagenen 
Kübelpflanzen ausreichend mit Wasser versorgen. Und der 
Heilige Bambus, den ich im Spätherbst entgegen meiner guten 
Garten-Vorsätze trotzdem aus dem Gartencenter mitnahm,
 sieht noch erstaunlich gut aus. 

Die Rosen im Container haben teilweise sogar 
noch grüne Blätter, und am Sommerschneeball 
erscheinen schon wieder Blattknospen.

Irgendein Tier hat anscheinend ein neues Nest gebaut 
oder ein Nest nachgearbeitet. Jedenfalls wurde diese 
Zeckenrolle, die ich im Herbst ausgelegt hatte, gut 
bearbeitet. Und da Anfang Januar nicht absehbar, wann 
der Winter zurück kommen würde, hatte ich vorsichts-
halber 3 weitere Zeckenrollen im Hochwald ausgelegt. 
Die wurden jedoch wohl noch nicht besucht. Eigentlich 
auch logisch, dass Tiere sich Material suchen/besuchen, 
das weniger chemisch riecht - zumindest wenn sie 
die Auswahl haben ...

Die Hasel am Waldrand ist jetzt wieder traumhaft gelb. 
Und nur noch ganz vereinzelt sind hoch oben ein paar 
Hagebutten des White Rambler zu erkennen. Die haben 
offensichtlich den Drosseln geschmeckt. 

Aber in diesem Jahr wurden sogar die Hagebutten von 
Guirlande d'Amour und Hedi Grimm abgeerntet. Einen 
Grünfinken konnte ich dabei sogar beobachten. Vielleicht 
bevorzugen Grünfinken Moschata-Hybriden. Denn diese 
Vögel hatte ich früher kaum im Garten gesehen. In diesem 
Winter kommt ein kleiner Schwarm jedoch regelmäßig 
und bis zu 3x täglich zu Besuch.

Die rosa Lenzrose hat den Frost sehr gut überstanden. 
Schon am Sonntag, als das Tauwetter einsetzte, standen 
ihre Blütenglocken wenig später bereits wieder aufrecht. 
Allerdings hatte sie vorsorglich noch einen Eimer voll 
Weidenlaub als Rundumschutz bekommen, als der Wetter-
bericht Dauerfrost ankündigte.

Der Platz am Ende des Steges im lichten Schatten 
scheint dieser und den anderen Lenzrosen zu gefallen. 
Nur ist es schade, dass sich die Tauben viel zu gern 
hoch oben in unserem Wäldchen aufhalten und dann 
auch häufiger Blüten und Blätter beschmutzen.

Die weiße Lenzrose ist noch weiter zurück.

Und sogar die getupfte Lenzrose unter dem Taxus hat 
in diesem Jahr Knospen angesetzt. Das ist wohl ein Vorteil 
des verregneten Winters. Denn oftmals litt sie an diesem 
Standort unter der Trockenheit. Auch Donna's Rambler im 
Hintergrund sieht bis jetzt vielversprechend aus. Bisher 
hatte diese Rose nur 1x einen kleinen Blütenbüschel.

Helleborus foetidus sieht endlich wieder gut aus. 
Im letzten Winter waren so viele Blüten verfroren, 
dass sich kaum eine Pflanze versamen konnte.

Alle Lenzrosen bekommen ab und an zerkrümelte Eierschale. 
Doch bei dieser gefüllten grünen sollte ich wohl auch etwas 
großzügiger düngen, da sie sehr schattig steht.

Dafür hat Helleborus argutifolius nun 3 Triebe und Knospen!

Die neugierige Edelrostkatze hat der Winter aus dem 
toten Apfelbaum geworfen. Doch im Moment ist mir 
der Boden dort noch zu matschig.

Auch der niedergedrückte Schneefelberich bleibt noch 
wie er ist. Denn schon oft habe ich beobachtet, dass an 
warmen Frühlingstagen in diesem besonnteren Bereich 
Insekten hervorkrabbeln. Und falls mal wieder etwas 
dazwischen kommt, dauert es bestimmt nicht mehr lange, 
bis der Waldmeister die Fläche überwuchert hat.

Ganz besonders hat es mich gefreut, dass Allegras Gras 
diesen Foto-Nachmittag so gut überstanden hat ...

Auch das große Waldwindröschen war wohl 
unter der Schneedecke erstaunlich gut geschützt 
und kann es jetzt nicht mehr abwarten!

Während auf dem Blog von 'Wachsen und Werden' nach 
gesucht wird, sehen meine drei Büsche noch erstaunlich 
gut aus. Allerdings sind die Kugelzeiten in unserem Garten 
auch schon lange vorbei. Denn eine so strenge Form passt 
nicht mehr so ganz zu unserem sich verändernden Garten. 
Außerdem kann ich mich im Mai/Juni nur noch selten aufraffen 
mich hinter den Kugeln im Beet in Gefahr zu begeben. Denn 
dort lauern logischer Weise Zecken. Schließlich fühlen sich 
unter solchen großen und geschützten Büschen Mäuschen und 
Igel wohl. Und wo sich diese Tierchen einen Platz suchen, 
lauern bei uns auch Zecken. Also schneide ich meist nur noch 
bei Deko-Bedarf 10 bis 30cm lange Triebe aus den Sträuchern 
heraus - überwiegend im Frühling und Herbst, damit sie stabil 
bleiben und nicht unter der Schneelast auseinanderbrechen.

kurz vor Weihnachten endlich um ca. 3m in der Höhe gekappt. 
werden dort auch sicherlich noch für die Osterdeko verwendet.

Im schattigen Südbeet an der Betonfläche ist 
wieder üppig grün. Am Montag war sie noch 
komplett unter dem Schnee verschwunden.

Auch das Leberblümchen sieht im schattigen Versteck 
unter der Berberitze schon recht kraftvoll aus.

Und das ist das Schneeglöckchen in der Wiese, 
das vor einigen Wochen im Schnee verschwand!

Dieser Tuff Schneeglöckchen kommt aus dem Garten 
meiner Mutter. Wenn die Schneeglöckchen bei ihr im 
Frühjahr zu versteckt unter den Büschen stehen, werden 
sie ausgebuddelt, für die Deko getopft und ziehen dann 
nach der Blüte in unsere Wiese um.

Während unsere Lenzrosen recht gesund und kraftvoll 
aussehen, hat diese Christrose unter dem Frost gelitten. 
Allerdings hatten sich an ihr wohl Anfang Januar schon 
ein paar Schnecken beköstigt ..

Der im letzten Winter zusammengebrochene Küchentisch 
liegt noch immer vor dem Treppenhaus. Irgendwie fehlte 
mir die nötige Ruhe und Lust das Möbel zu behandeln, 
neu zu verleimen und eine neue Tischplatte zu besorgen. 

Den blauen Igel könnte ich jetzt endlich aus Allegras Grasschale 
befreien. Denn als ich versucht hatte ihn in der Garage unter-
zustellen, war er bereits festgefroren. Doch nun kann er noch 
ein paar Tage dort sitzen bleiben. Schließlich ist der Igel im 
Garten meiner Mutter auch schon wieder wach. Und so lange 
dauert es nun nicht mehr bis zur Osterdeko ...

Fotos: S.Schneider


Montag, 28. Januar 2013

Schönstes Tauwetter



Der Schneemann ist vom Schnee befreit.

Der Winterjasmin erwacht allmählich aus der Winterstarre.

Das Schilf steht immer noch aufrecht und ist 
weiterhin ein Highlight vor dem Hochwald.

Die Schneeglöckchen brechen aus der Schneedecke hervor.

Der Hopfen hat seine Saat überall in der Wiese verteilt ...

Die Metallmäuschen tauchen wieder aus der Versenkung auf.

Die Futterversorgung funktionierte anscheinend so gut, 
dass die beiden Zierkürbisse im Hochwald noch kein 
Tierchen zum Naschen verleiten konnten ...

Die eingewinterten Container-Rosen im Hochwald 
sehen alle noch gut aus!

Ein Kontrollgang hinter den Kompost im Hochwald,
 und ein Blick zur Fläche unter den Obstbäumen. 
Hier hält der Garten anscheinend noch Winterschlaf.

Doch zurück zum Steg. Erst im Gegenlicht kommen 
die Blätter des panaschierten Ilex richtig zur Geltung.

Um diese rötliche Lenzrose hatte ich mir reichlich Sorgen 
gemacht. Denn sie blüht schon seit Weihnachten.

Die gefüllte grünliche Blüte hat sich noch 
unter ihren Blättern verkrochen.

Und die weinrote Helleborus rechts neben dem Podest ist 
wesentlich weiter zurück. Aber auch bei ihr geht es nun los!

Im Vordergrund steht Swany. Ich hoffe, dass ihre Triebe 
nicht allzuweit zurückgefroren sind. Denn schon bald muss 
sie sich gegen Waldmeister und Schneefelberich behaupten.

Was sollten die beiden Steckhasen hier markieren?

Im Dezember brachten unsere Küchenzwiebeln frische Triebe hervor. 
Viel zu früh für die Deko! Also versuchte ich es doch mal im Garten. 
Aber meist raspeln die Schnecken an den Blütenstielen, so dass die 
Knospen vor der Blüte vertrocknen. Dahinter steht Snow Ballet, die 
im letzten Winter stark zurückgefroren war. Und anscheinend wurde 
der diesjährige Winterschutz vom Winde verweht ...

Die kleine Schneeanhöhe auf der Betonfläche erinnert 
immer noch an Samstag, als hier 'der Nordpol' stand.

Helleborus foetidus unter dem Efeu-Apfelbaum 
verschafft sich Platz. Es ist immer wieder erstaunlich, 
wie Pflanzen ihre Umgebung auftauen können.

Auch das Geißblatt kann es anscheinend nicht abwarten.

Was für ein Gelb vor dem Waldrand!

Eine kleine Maus, die hier gerade über den Steg wandert, 
ist jedenfalls froh, dass es schon eisfreie Flächen gibt ...

So sieht die Steinsame im Winter aus. Wären jetzt nicht 
die weißen Perlen, würde es ziemlich trostlos aussehen.

Die Knoblauchsrauke hat einen interessanten Saatstand. 
Meist schneide ich sie nach der ersten Blüte stark zurück. 
Dann kommt sie zur Nachblüte und versamt sich weniger.

Der Aluteich ist nahezu verschwunden. 
Aber der Froschlöffel weist den Weg.

Und die Helleborus argutifolius macht mir nach 
all' den Jahren hoffentlich endlich Freude ...

Fotos: S.Schneider