Sonntag, 31. März 2013

Kurz nach sieben ...


... fing es nach neuer Zeitrechnung etwas mehr an zu schneien. 
Da konnte ich es nun doch nicht lassen und musste eine Ergänzung 

Der Korb und Kranz fanden auch letztes Jahr zur grünen Weihnacht 
keine Verwendung. Dafür blieb der Korb im Januar & Februar 2008 
noch im Einsatz. Und der Kranz wurde später dann ein Protestkranz 
auf dem Hof. Da beide aber noch immer griffbereit lagen, war es 
ganz einfach eine Ostervariante für das leicht verschneite Podest 
zu erstellen. Nur ist es fraglich, welche Vögel es geschafft haben 
da rechtzeitig aus den Eiern zu schlüpfen. Aber vielleicht waren 
es die Pinguine, die jetzt vor dem warmen Heizung hocken ...

Na dann Frohe Ostern!

Foto: S.Schneider


Das Rotkehlchen mag Haferflocken



Einige Zeit war das Rotkehlchen in unserem Garten nicht mehr 
zu sehen. Ob es andernorts auf Brautschau war? Jedenfalls ist es
 seit einigen Tagen wieder hier am Tisch anzutreffen. Doch da 
es sehr scheu ist und sich oft von anderen Vögeln abdrängen lässt, 
kommt es seltener zur Futterschale durch. Doch heute konnte ich 
beobachten, wie es sich eine Haferflocke schnappte und weiter 
hinten am Tisch verspeiste. Meist verlässt es mit seinem erbeuteten 
Futterstück sogleich den Gartentisch ...


Fotos: S.Schneider


Das ist der Rosinen-Liebhaber



Einen Vorteil gibt es bei dem abwechselungsreichen und 
winterlichen Frühjahr: Viel Zeit für Vogelbeobachtungen. 
Jetzt steht es fest, den Gartentisch besuchen 2 Amselpaare. 
Ab und an verscheuchen sich die Männchen, aber meist gehen 
sie sich aus dem Weg. Dieser hier ist jedenfalls der Rosinen-
Liebhaber, der sich ganz gelassen ans Schälchen stellt und sich 
höchstens von einem Eichelhäher, einer Elster und eventuell 
einer Taube vertreiben lässt. Er scheint es allerdings auch der 
zu sein, der sich vor das Sonnenblumenkern-Schälchen im Haus 
stellt, alle Körner herauspickt und auf dem Tisch verteilt. Nur 
in der Hoffnung, dass sich in dem Gefäß vielleicht etwas anderes 
schmackhaftes befinden könnte. Dabei stehen die Haferflocken 
nur eine Schale weiter ...

Foto: S.Schneider


Schneegrenze



Normalerweise bezeichnet eine Schneegrenze die Höhe, in der 
der Schnee liegenbleibt. Bei uns verläuft sie zur Zeit von Süd 
nach Nord entlang der Grundstücksgrenze. Daher haben wir in 
unserem Garten jetzt etwas mehr Frühling ...

Foto: S.Schneider


Samstag, 30. März 2013

Déjà-vu ..



Morgens 7:15 Uhr: Drei Tauben sitzen zu Tisch, die Futterschalen 
sind teilweise noch gefüllt, nur die Sonnenblumenkerne sind aus.
 Ein Buchfink wartet darauf, dass die Tauben abgespeist sind. Und 
eine Meise versucht trotz der Taubenbelagerung den Anflug auf 
dem Meisenknödel, fischt sich dann aber doch lieber eine Erdnuß 
aus dem Schälchen und verzieht sich damit. Das Eichhörnchen war 
schon da, aber im Schnee gefällt ihm die Futteraufnahme nicht. 
Vermutlich ist es sich inzwischen sicher, dass es auch noch Kerne 
in der Säule gibt, wenn der Schneefall endlich aufgehört.

Nachdem der Garten gestern am späten Nachmittag schneefrei war, 
gab es ab 6 Uhr wieder mehr weiße Flocken. Aktuelle Schneelage 
ca. 3cm, Tendenz aber steigend - Temperatur +/- 0°C. Eigentlich 
sollte das kein Blog über die aktuelle Wetterlage werden. Doch 
diese Frühjahrstage verleiten leider dazu. 

Und einen Vorteil hat das Wetter: Ich kann noch unbeschwert 
durch den Garten gehen. Im vorletzten Jahr begegnete mir 
die erste Zecken-Nymphe bereits am 12. März. Damit muss ich 
zur Zeit wohl frühestens nach der ersten Aprilwoche rechnen.
Falls die Temperaturen dann über 5°C ansteigen. Und vielleicht 
ist das nun auch endlich das Wetter, was sie schädigen kann. 
Denn angeblich bekommen sie bei feucht-kalter Witterung 
gesundheitliche Probleme ...

Foto: S.Schneider


Freitag, 29. März 2013

morgens um sieben ...



Alle Futterschalen im Häuschen sind leer, und die Vögel warten 
nach der schneereichen Nacht auf Nachschub. Gut, dass es noch 
einen neuen Meisenknödel auf dem Hausdach gibt, den bei nuss-
mangel sogar der Eichelhäher aufsucht. Und selbst am sonst so 
verschmähten Futterknast versuchen sich jetzt die Erlenzeisige.

Anstatt weiter Fotos von wartenden Vögeln zu machen, 
sollte ich nun lieber schnell rausgehen und nachfüllen!
Denn auch die Futtersäule ist komplett leer. Und das 
Eichhörnchen kommt bestimmt auch gleich wieder vorbei.

Fotos: S.Schneider


Nachtrag Samstag, 30. März 2013: 
In der Nacht hat es wieder leicht geschneit und der Wetterbericht 
schwankt für die nächsten 7 Tage wieder zwischen -5° und +6°C. 
Aber immer mit Nachfrösten. Neben einem kleinen Vogelfutter-
Handvorrat, der sich heute und morgen sicherlich abverbraucht, 
habe ich im Keller jetzt noch 10kg Sonnenblumenkerne & 10kg Erd-
nüsse eingelagert. Im Moment benötigen die Tiere pro Tag jedoch 
mindestens 500g Sonnenblumenkerne, meist aber sogar mehr. Und 
bei den Wetterprognosen sollte ich noch mindestens 10 Tage von 
diesem Mengenbedarf ausgehen. Dann hätte ich also schon 5kg von 
der Gemeinschaftseinlagerung für den Garten meiner Mutter und 
unseren verbraucht. Ich werde nochmals nachbestellen müssen ...


Stecklinge der Schneeforsythie



Dieses sind Blütenzweige der Schneeforsythie im Unterholz. 
Wie gut, dass ich durch einen Kommentar erfahren habe, 
dass es im Garten 'CarpeDiem-living' einen Steckling dieses 
herrlichen Frühlingsstrauches unter dem Schnee gibt. Denn 
was liegt näher, als sich bei diesem Wetter ein paar versteckte 
Zweige für die Vase zu schneiden, und darauf zu hoffen, dass 
sie Wurzeln bilden. Außerdem erscheinen zur Zeit bei der 
hohen Luftfeuchtigkeit ohnehin eher rosa als weiße Blüten ...

Foto: S.Schneider


kleine Hoffnungsschimmer


Am Mittwoch sahen alle Lenzrosen recht extrem vom Frost 
geschädigt ausInzwischen sind die Nächte zum Glück nicht 
mehr ganz so eisig kalt. Einige wenige Blüten an 3 Orientalis 
haben sich erhoben. Aber es ist fraglich, wie lange sie nun 
noch durchhalten können. Denn mindestens eine Woche lang
sollen wir weiterhin Nachtfröste bekommen. Daher halte ich 
die kleinen Kämpfernaturen nochmals zur Erinnerung fest:

Die weiße Nachzügler-Staude unter der Douglasie 
und eventuell hinten ein Sämling in rosa-weiß.

Die weiße mit Tupfen gleich hinter dem Stegpodest 
am Wegesrand. Auch sie hat sich zum Glück etwas Zeit
gelassen und noch nicht ihre Knospen geöffnet.

Und die freistehende weiße, die seit ihrer Blüte fast mehr 
durch die Kälte am Boden lag, als dass sie zur Blüte kam ...

Fotos: S.Schneider


Winterschutz im Frühling



Seit gestern ist die umgetopfte Christrose wieder vor der Tür. 
Doch nach den winterlichen Erfahrungen der letzten Wochen 
steht sie nun lieber unter dem Treppenhausdach und nicht mehr 
ungeschützt auf der Säule. Und da im Zink-Übertopf noch Platz 
war, befindet sich unten im Kübel jetzt eine Verpackungs-Airbag 
zur Isolation. Auch der seitliche Zwischenraum zwischen Topf 
und Zinkkübel ist mit den Luftschläuchen aus Paketen aufgefüllt. 
Obenauf befindet sich nun etwas geschnittener Buchsbaum, um 
die Verpackungsfolie optisch abzumildern. Mehr Aufwand würde 
ich zum Winterbeginn auch nicht mit freistehenden Kübeln 
betreiben! Nun hoffe ich, dass diese Art der Verpackung der 
Christrose endlich einen durchgängigen Draußen-Aufenthalt 
ermöglichen kann ...

Foto: S.Schneider


Donnerstag, 28. März 2013

Was pickt denn da?



Gegen 11 Uhr besuchte eine Heckenbraunelle 
mal wieder unseren Futtertisch.

Und der Dompfaff erschien heute bereits kurz nach 6 Uhr 
auf dem Gartentisch. Kurz danach fing es an zu schneien 
und hörte auch den ganzen Tag nicht mehr auf. Ob es nun 
wirklich stimmt, was ich vor ein paar Tagen zufällig auf 
einem Blog las: Wenn sich ein Dompfaff dem Haus nährt, 
dann gibt es Schnee. Am 16. März 2013 traf das auf jeden 
Fall bei uns extrem gut zu! Denn am folgenden Tag gab 

Auch zum Erlenzeisig links im Futterschälchen gibt es einen 
Winterspruch, der keine Hoffnung auf in baldiges Frühjahr 

Dann sind mir Grünfinken und selbst Tauben am Futterhaus 
doch viel lieber ...

Die Buchfinken und auch Grünlinge sind inzwischen etwas 
streitsüchtige Gesellen. Aber meist liegt es wohl eher an 
der Vogeldichte am Tisch als am Futtermangel. Zeitweilig 
kommen sich die Vögel bei der Futtersuche in die Quere.

Und hier auf dem Foto befindet sich ein etwa zeisig-großer Vogel 
in der mittleren Metallschale, den ich im www bisher nicht ausfindig 
machen konnte. Selbst bei dem grauen Wetter leuchtete ein kleiner 
Punkt auf seinem Haupt rötlich-braun. Über dem Auge verläuft ein 
creme-farbener Streifen, das Auge ist durch eine schwarze Linie 
verlängert und das Gefieder scheint braun-grau gestrichelt zu sein. 
Wobei die Flügel fast schwarz erscheinen und 2 weißen Streifen 
tragen. Und wie ich in der Vergrößerung erkennen konnte, sitzt 
neben dem linken Schälchen wohl so ein zweiter unbekannter 
Geselle. Sie hielten sich einige Minuten am späten Vormittag am 
Tisch auf und zogen dann weiter. Bis jetzt habe ich sie noch 
nicht wiedergesehen ...

Foto: S.Schneider


Nachtrag Freitag, 29. März 2013:
Der mir bis jetzt unbekannte Vogel ist ein Birkenzeisig
Den hatte ich auf der Suche zwar auch schon in die engere Wahl 
gezogen, aber ich hatte mich von der rötlichen Brust irritieren 
lassen, die nicht zu erkennen war. Doch hier gibt es eine sehr 
ähnliche Abbildung, die zu unserem neuen Gartengast passt.


So schnell verschwinden Erdnüsse ...








Und wie man auf dem letzten Foto gut erkennen kann, 
befindet sich da nicht nur eine Erdnusshälfte im Kropf. 
Meist sind es 5 bis 7 Stücke, die da recht hastig nach-
einander in einem Eichelhäher verschwinden. Und uns 
besuchen zur Zeit mindestens 3 Tiere mehrmals am Tag.
Also ist es kein Wunder, dass ich das Schälchen 3 bis 5x 
am Tag auffüllen muss ..

Fotos: S.Schneider


Mittwoch, 27. März 2013

Es hat seine Scheu verloren ...


















Bisher wurde das Eichhörnchen immer ganz unruhig, wenn wir 
vor der Glasfassade des Treppenhauses erschienen. Aber heute 
konnte ich sogar am Gartentisch das Vogelfutter auffüllen und 
das Tierchen dabei aus weniger als 3m Entfernung fotografieren.

Fotos: S.Schneider


Trotz Kälte ...


... die erste himmelblaue Blüte:

Nur bin ich mir nicht sicher welche blaue Blüte hier am Beetrand 
unter dem Efeu-Apfelbaum erscheint. Es gibt es Scilla siberica 
und Scilla bifolia, wobei ich Letztere wohl nicht im Garten habe. 
Und der Schneeglanz müsste eigentlich hellblauer blühen...

Foto: S.Schneider


Die Sache mit den Rosinen ...



Seit Samstag werden nun auf dem Tisch im Wildwuchsgarten 
auch Rosinen an die Vögel verfüttert. Aber anscheinend gibt es 
wohl regionale Unterschiede bei den Futtervorlieben. Denn 
trotz des extrem kalten Wetters und Hochbetrieb am Futtertisch 
waren wie sonst üblich fast nur Erdnüsse, Sonnenblumenkerne 
und Haferflocken gefragt. Die musste ich mehrmals am Tag nach-
füllen. Während das Ganzjahres-Wildvogelfutter und die Futter-
rosinen kaum Abnehmer fanden. Auch die Apfelstücke blieben 
trotz Frost erstaunlich lange im Schälchen liegen.

Daher entschloss ich mich am Sonntag die großen Futter-Rosinen 
nun teilweise in 6 schnabelgerechte Teile zu schneiden. So ver-
schwanden dann am eisig kalten Sonntag doch einige Stücke. Aber 
den Ansturm, den es in anderen Gärten wohl besonders unter den 
Drosseln gibt, der blieb bei uns aus. Mehr als die hier gezeigte 
Menge an Rosinenstückchen wird an einem Tag nicht benötigt. 

Allerdings konnte ich am Dienstag dann auch nacheinander 
drei Drosseln beobachten: Zunächst einen Drosselherrn, der 
sich ganz vorsichtig an das Schälchen pirschte, nach einigen 
Überlegungen ein kleines Stückchen nahm, damit vom Tisch 
verschwand, auf dem Stuhl in Ruhe schluckte, um sich dann 
vorsichtig das nächste Stück zu holen. Das ging vielleicht 5x so 
und ergab insgesamt eine größere Rosine. Bald darauf erschien 
ein Herr, der die Speise anscheinend bereits kannte. Er blieb 
vor der Schale stehen und verschlang ein Stück nach dem 
anderen. So kam er vielleicht auf die Menge von 2 Rosinen. 
Während eine Drosseldame das Metallschälchen ignorierte 
und sich lieber über die Haferflocken hermachte.

Wer da nun eventuell noch mitfuttert, konnte ich bisher noch 
nicht feststellen. Aber ich vermute, dass die großen Rosinen 
bei Frostwetter zu viel Feuchtigkeit enthalten, durchfrieren 
und dann einfach zu unhandlich für einen Vogelschnabel sind. 
Denn auch wenn ich in den letzten Tag ein fast friedliches 
nebeneinander von Drosseln, Blau- & Kohlmeisen, Schwanz-
meisen, Kernbeißer, Grünlingen und Erlenzeisigen auf dem 
Gartentisch beobachten konnte, so bringen Tauben, Elstern 
und Eichelhäher doch immer mal wieder Unruhe in die Tisch-
gesellschaft. Da scheinen kleinere schnabelgerechte Brocken 
beliebter zu sein. Also wird der Futtereimer mit den Rosinen 
wohl noch erstaunlich lange halten ...

Aber ebenso wichtig wie Futter ist das Wasser. Sobald es tagsüber 
etwas taut, suchen viele Vögel die Etagere auf. Denn der Schnee, 
den die Tiere notfalls 'trinken' können ist fast verschwunden. Und 
es besteht reichlich Wasserbedarf. Jeden Morgen versuche ich nun
zumindest eine kleine Pfütze auf die gefrorene Fläche zu gießen. 
Harte Zeiten für die gefiederten Gartenbewohner & Wintergäste!

Fotos: S.Schneider


Das ist auch keine Buchsbaumkrankheit ...



... sondern der Nachteil der Vogelfütterung!
Der Buchsbaum am Wiesenrand hat dabei noch Glück. 
Sein Standort ist etwas vom Wacholderstamm entfernt.

Doch der Taxus befindet sich genau in der Schusslinie der Tauben.

Fotos: S.Schneider


Der Taxus wäre bereit



Erst jetzt fällt mir auf, dass der Taxus schon wieder bereit ist. 
Nur bisher hat es wohl noch nicht gestaubt. Oder hat der heftige 
Ostwind der letzten Tage schon unbemerkt ganze Arbeit geleistet? 
Nach dem Extremwinter 2010 war der gelbe Staub am alten Taxus 
im Wäldchen am 23. März besonders auffällig ...

Foto: S.Schneider


frostgeschädigte Hellebori


Noch kann ich nicht genau feststellen, welche Lenzrose wie stark 
durch den Frost der vergangenen Tage geschädigt ist. Aber schon 
jetzt zeichnet sich ab, dass viele Blüten erfroren sind. Und da nun
auch für die Ostertage frostige Nächte um die -2°C angesagt sind, 
wird das sicherlich demnächst zu viel für die ohnehin schon ge-
schwächten Pflanzen. Also hier ein trauriges Zwischenstadium:

Eine der wenigen 'überlebenden' roten Blüten.

Wenn das Blatt am Blütentrieb der dunkelroten Orientalis 
so aussieht, besteht wohl kaum noch Hoffnung ...

Die Triebe der grünlich-gefüllten waren noch 
zum Teil im Schnee verpackt.

Aber wenn das eine wieder auferstandene Blütenglocke ist?

Am meisten Hoffnung besteht noch bei der knospigen weißen 
unter der Douglasie im Lenzrosenbeet neben dem Steg.

Und bei der freistehenden weißen könnten es 
vielleicht ein paar Nachzügler-Knospen schaffen ...

Helleborus argutifolius hat sich bis zur Nacht von Samstag auf 
Sonntag erstaunlich gut gehalten. Aber das war nun doch zu viel. 
Daher wird es jetzt wohl leider wieder ein Frühjahr ohne Blüte.

Foto: S.Schneider


Dienstag, 26. März 2013

Vom Winde verweht


Der eisig kalte Ostwind ist verschwunden, und es ist trotz 
der -4°C einfach herrlich bei Vogelgezwitscher kurz nach 
Sonnenaufgang in den Garten zu gehen.

Die letzten Tage wurden von heftigen Winterstürmen begleitet. 
Auf dem Steg liegen jetzt herabgewehte Zapfen der Douglasie
Nadeln und reichlich abgebrochene Zweige.  

Und das herausgewehte Material der Bäume unseres Wäldchens 
versammelt sich nun auch auf der dicken Eisschicht vom Teich.

Selbst kleine Zweige tanzten in den letzten Tagen 
häufig über die Eisfläche.

Doch nun, am frühen Morgen, ist es fast windstill 
und das Nadelballett hat Pause.

Und die Ranken vom Fieberklee sowie ...

die geschnittenen Halme der Wasserpflanzen 
sind wieder komplett vom Eis umgeben. 

Fotos: S.Schneider


Gestern bei Wind & Wetter



 In der Mittagszeit schien die Sonne so verlockend. Und da mir 
so langsam die Zeit für die erforderlichen Schnittarbeiten davon-
rennt, bewaffnete ich mich trotz eisigem Wind mit der Teleskop-
stange und der Säge. Denn auf dem gefrorenem Boden und bei 
den nur wenigen aus der Erde hervorschauenden Zwiebelblumen 
halten sich Schäden noch in Grenzen. Wenigstens mit der Zwetschge 
wollte ich mal kurz beginnen. Der vordere Ast störte mich schon 
lange, da ich ihn vor Weihnachten nur provisorisch auf die Länge 
gekürzt hatte, die ich im Katzenfenster verarbeiten konnte. Und 
der rechte Ast war schon irgendwann im Winter unter der Last 
des Schlingknöterichs abgebrochen.

Auch weiter oben haben noch einige dünnere Äste dem Gewicht 
des Knöterichs nachgegeben, so dass der Baum nun wirklich mal 
wieder in Form gebracht werden müsste. Aber nach den 2 Ästen 
war ich für 'spontan mal absägen' dann doch schon ziemlich kalt.

Und da sich am abgebrochenen Stück einerseits 
auf der Rinde ein großer Pilz befindet, ...

und auch die Schnittfläche am Stamm nicht gesund aussieht, 
hat dieser Obstbaum wohl doch mehr Probleme. Das erklärt 
nun, warum wir seit 1996 kaum schöne Zwetschgen ernten 
konnten. Meist fielen sie ab, bevor sie ausgereift waren. Aber 
da wir ohnehin nicht auf Ertrag aus sind, darf der Baum trotz-
dem bleiben. Nur wenn er wieder etwas kleiner, und auch für 
mich alleine handhabbar wäre, dann hätte das Vorteile. Also 
entfernte ich noch einen dünneren Ast, der zu dicht hinter 
dem alten Stamm emporschoss. Und das war dann schon genug 
Material zum Umverteilen. Hätte ich noch mehr geschnitten, 
hätte ich den Shredder benötigt. So wanderten die Aststücken 
als Begrenzungen an die Beetränder und die Zweige ans Haus.

Nun wäre das sogar noch einen idealer Platz für Ostereier am Zweig. 
Aber das kann man bei dem Wetterbericht für die Ostertage noch 
nicht einmal den Eiern antun - sie da draußen schutzlos rumhängen 
zu lassen. Dann wäre es vielleicht eine gute Idee ihnen vorher noch 
eine wärmende Schutzhülle in Form eines eigenen Strickhäuschens 
zur Verfügung zu stellen. Oder alternativ ihnen Schal und Mütze zu 
verpassen. Wie meinem warm verpackten Wintervogel, der noch
immer am Türspalt im Treppenhaus hockt. Doch da wir bei diesen 
Wetteraussichten wohl eh' die meiste Zeit drinnen mit Vogel- und 
Eichhörnchen-TV verbringen werden, gibt es nun wirklich keine 
Oster-Außendeko in diesem Jahr!

Fotos: S.Schneider