Sonntag, 30. Juni 2013

Semiplena aus der Ferne



Rosa Alba Semiplena hat in diesem Jahr üppig geblüht. 
So wie fast alle Rosen in diesem Frühsommer. Daher sind im Juni 
sehr viele schöne Fotos entstanden, aber die Masse an Bildern war 
dabei kaum noch zu bewältigen. Meist war die freie Zeit schon 
gut damit ausgefüllt die Rosen im Morgenlicht zu fotografieren 
und am Abend die Bilder in den entsprechenden Rosenordner 
zu speichern. Denn auf den Fotos lassen sich manche Blüten 
ohne einen Größenbezug kaum auseinanderhalten. Also eine 
Arbeit, die ich nicht lange aufschieben wollte. Denn schließlich 
sind bei uns im Garten die Rosenblüten überwiegend weiß.

Leider habe ich Semiplena in diesem Jahr viel zu selten besucht, 
denn seitdem sich der selten benutzte Wirtschaftsweg vor der Nord-
grenze verwachsen durfte, muss ich für einen Besuch dieser Rose 
und des Pfeifenstrauches 'Schneesturm' nun von der Betonfläche 
mitten durchs Waldmeisterfeld unter den Obstbäumen wandern. 
Und von diesem Trittspuren erholt sich die Staudenfläche kaum. 
Den verlorengegangenen Trampelpfad werde ich wohl spätestens 
im nächsten Jahr wieder aktivieren. Auch wenn das nun wirklich 
kein Gebiet mehr ist, in das ich mich ohne Gummistiefel noch 
hineintraue - egal ob mit oder ohne Weg.

Als Juni-Zeckenbilanz reichten mir nämlich 2 verankerte Nymphen 
am rechten Bein und ein Zeckenweibchen an der linken Hüfte, 
das ich mir allerdings wohl vom Rosengießen im Garten meiner 
Mutter mitgebracht hatte. Insgesamt wurden wir und unsere 
Katzen in diesem Monat mit 16 Zeckenweibchen, 12 Zecken-
männchen, 10 Nymphen und wahrscheinlich mit 4 Zeckenlarven 
konfrontiert. Im schlimmsten Fall haben/hatten wir also an 
4 verschiedenen Orten Zeckennester: Irgendwo am Regenfass 
hinter der Garage, mitten im Wäldchen in der Nähe des roten 
Rhododendron und an der 3er Buchsbaumgruppe vor der Liguster-
hecke. Aber vielleicht sind das auch Tierchen vom letzten Jahr, 
die noch keinen Wirt erwischen konnten. Denn eine Zeckenlarve 
begegnete mir mitten auf der Betonfläche, als ich eine Rose im 
Kübel berührte. Die hat sich wahrscheinlich im Herbst/Winter, 
als wir die Rosen im Hochwald einlagerten, dort einquartiert. 
Bis jetzt sind mir an den 4 Fundstellen noch keine weiteren 
Larven begegnet ...

Jedenfalls machte es bei dieser Zeckenbilanz und dem idealen 
feucht-kalten Zeckenwetter kaum Spass für längere Gartenarbeiten 
einen Fuß ins Beet zu setzen. Und entsprechend verwunschen sieht 
der Garten jetzt in Teilbereichen auch noch aus. Schnittarbeiten 
haben meist nur in den Randbereichen stattgefunden, die ohne 
besondere Schutzkleidung von der Betonfläche aus möglich waren.

Nun hoffen wir auf einen sonnig-warmen Juli!

Foto: S.Schneider


Freitag, 28. Juni 2013

leuchtendes Weiß an einem grauen Tag



Auch wenn es mal wieder ein grauer, wenig sommerlicher 
Tag ist, so kommt am Wiesenrand durch das duftende weiße 
Blütenmeer der Hedi Grimm trotzdem Sommerlaune auf.

Foto: S.Schneider


Donnerstag, 27. Juni 2013

3 recht ähnliche Rambler


In unserem Garten stehen auf der Südseite drei inzwischen wild 
umherwuchernde Rambler, die aber, obwohl sie jetzt fast zeitgleich 
blühen, kaum zusammen wahrnehmbar sind. Daher habe ich heute 
kleine Rosenbüschel geschnitten, um sie miteinander zu vergleichen: 

Zuerst einmal 'No Name' aus den Historischen Rosengärten 
in Hemmingen bei Hannover, die wir im Juni 2010 dort kauften. 
Und die seit dem letzten Herbst rechts hinter dem roten Rhodo-
dendron einen Kletterplatz im angrenzenden Ilex gefunden hat.

Ihre Knospen haben einen hellgelben 
oder creme-weißen Hauch, ...

der jedoch schnell verblasst. Ihre Blütengröße beträgt 
im Mittel 35 bis 40mm. Von den hier gezeigten 3 Rosen 
beginnt sie als Letzte. Das mag jedoch auch daran liegen, 
dass sie vergleichsweise noch recht wenig Knospenbüschel 
ausgebildet hat. Und diese befinden sich noch dazu über-
wiegend im halbschattigen Bereich zwischen den Sträuchern 
der Grenzbepflanzung. Im nächsten Jahr, wenn sie den Ilex 
erobert hat, mag das schon anders sein. Jedenfalls begann 
sie erst richtig mit der Blüte, als die Rosa multiflora-Hybride 
am Waldweg allmählich verblühte.



nun üppig ausgebreitet. Sie erstreckt sich über die gesamte 
Taxusbreite. Und auf der Südseite hat sie bereits auch die 
ersten 2,5 bis 3m erobert. Wir hatten sie im Sommer 2006 
aus der Rosenbaumschule Schütt in der Nähe von Itzehoe 
mitgenommen. Und nachdem wir trotz der herrlichen Hage-
butten, die sie uns schon beim Kauf zeigte, jahrelang auf 
ihre Blüten warten mussten, werden wir nun für das lange 
Warten üppig entschädigt.

Ihren baldigen Blütenbeginn kündigt sie mit warmgelben 
bis leicht apricotfarbenen Knopen an.

Ihre Blüten gehen jedoch auch recht schnell in Weiß über 
und bilden dann Blütenteller von 45 bis 50mm.



Fast am Ende des Gartens, gleich neben der Hemlocktanne
steht Rosa helenae. Auch sie haben wir von Schütt. Nur gehörte 
sie zu den Rosen, die wir bereits im Frühjahr 2005 in den Herren-
häuser Gärten beim Gartenfestival zusammen mit Semiplena und 
Lamberts Oriole kauften. Und sie ist inzwischen auch die Rambler-
rose, die uns als erste ein Gefühl dafür vermittelte, was es bedeutet, 
wenn man eine Ramblerrose an die südliche Grenze pflanzt: Denn 
bzw. auf unserer Seite des Zauns zu halten. Daher fiel es mir bei 
ihr besonders leicht, einen Blütenbüschel fürs Foto zu schneiden.

Auch sie beginnt mit gelblichen Knospen, 
die jedoch auf bräunlich-roten Stielen sitzen.

An ihr konnte ich im Mittel Blüten von 35 bis 40mm vermessen -
 es gibt aber auch kleinere Blüten an versteckteren Büscheln.



Und da diese Rosen auf den Fotos und im Garten scheinbar 
nun alle gleich aussehen, hier jetzt der direkte Vergleich: 

Links 'No Name, in der Mitte Rosa brunonii und rechts Rosa helenae.

Und hier noch die jeweiligen Blätter. Wobei diese 
Blattgrößen an allen drei Ramblern zu finden sind.

Auch werden wahrscheinlich alle 3 Rosen Rankenlängen von über 5m 
15m langen Trieben! Doch die Ranken werde ich erst in den nächsten 
Tagen vergleichen können, wenn ein Teil von ihnen geschnitten 
werden muss. Dann werden sie sich sicherlich auch an den 'Kletter-
haken' besser unterscheiden lassen. Und im Spätsommer wird es 
an ihren Hagebutten dann noch deutlicher ...

Fotos: S.Schneider


Samstag, 22. Juni 2013

Spot on Rosa tomentella



Während Rosa tomentella vereinzelt auf 1,5m Breite jetzt 
weit geöffnete weiße Blüten präsentiert, hat das Abendlicht 
nur diese zartrosa Blüte über dem Steg in Szene gesetzt ...

Foto: S.Schneider


Donnerstag, 20. Juni 2013

vor dem angekündigten Gewitter



Etwas früher als erwartet kam die graue Wand 
schauerlich schön aus dem Westen hervor ...

Der aufkommende Sturm peitschte die Blutbuche 
im Nachbargarten bedrohlich hin und her.

Ob die gerade beginnende Hedi Grimm am Haus
 das Gewitter einigermaßen gut überstehen kann?

Und wie viel Windbruch wird es dieses Mal 
wohl in der Scheinakazie geben?

Wird die Rosa brunonii nun aus der Hasel geweht 
und verdeckt dann die kleineren Rosen unter ihr?

Fotos: S.Schneider


Unser Garten hatte Glück. Der Himmel sah zwar äußerst 
dramatisch aus. Und vieles wurde ziemlich heftig vom Wind 
durchgepeitscht. Auch kam zeitweilig einiges an Regen 
herunter. Aber nach ca. 1 Stunde war das als heftiges Unwetter 
angekündigte Gewitter ohne größere Schäden vorbei. Ein paar 
Kilometer weiter sah das jedoch wohl ganz anders aus ...


Dienstag, 18. Juni 2013

blau-graue Idylle im Grünen



Die beiden grauen Damen genießen den Abend 
auf der wohligen 'Warmhalteplatte' im Schatten. 
Am eingelassenen morschen Kantholz trennen die blau-
violetten Polsterglockenblumen seit einigen Tagen 
die freie Betonfläche vom 'verschneiten' Kübelgarten.
Und stünde hier jetzt nicht noch mein 'Held der Arbeit' 
mit im Bild, dann wäre die Idylle im Grünen perfekt ...

So sieht es schon besser aus.

Und so verschwinden die blühenden Details 
schon wieder in der grünen Masse ...

Fotos: S.Schneider


Rosa tomentella am Abend



Ein Sonnenstrahl läuft über den Steg und trifft Rosa tomentella
Diese Wildrose habe ich am Samstag von den frischen Holunder-
trieben befreit, und jetzt hat sie etwas mehr Entfaltungsraum. 
Im Vergleich zu den letzten Jahren hat sie nun endlich auch 
wesentlich mehr Knospen entwickelt. Sie gehört also zumindest 
in unserem Garten nicht zu den Wildrosen, die man einfach sich 
selbst überlassen kann. Denn erst, seitdem ich fast alle Triebe 
in diesem Frühjahr zum ersten Mal 'entspitzt' habe, entwickelten 
sich kleine Knospenbüschel. Wie man jedoch auf dem Foto 
erkennen kann, freute das auch den Erdbeerblütenstecher ...

Aber an ihr bleiben trotzdem noch genug Knospen übrig. 
Und vielleicht waren sie vor einigen Tagen durch den Holunder 
auch etwas besser geschützt als die freistehende Dünenrose.

Die Blattrollwespe hat jedenfalls trotz des verhüllenden Holunders 
den Weg zu den Rosenblättern gefunden und an ihr ganze Arbeit 
geleistet! Kaum ein frischer Trieb, an dem es nicht angestochene 
Blätter zu entfernen gab. Aber dieses Blatt hier im Untergrund ist 
mir trotzdem durchgerutscht.

Und so sieht das Beet zwischen dem verschwundenen Waldweg 
und dem Steg nach dem Holunder-Rückschnitt aus. Links blüht 
der Holunder, rechts sind vereinzelt Blüten der Rosa tomentella 
zu erahnen, und Guirlande d'Amour geht vor der grünen Masse 
im Moment unter. Leider hat sie sehr unter dem letzten Winter 
bzw. Frühjahr gelitten, aber ein paar Knospenbüschel werden 
sich auch an ihr demnächst öffnen. Davor wohnen die Lenzrosen,
die teilweise schon unbemerkt ihre Saat abgeworfen haben ...

Fotos: S.Schneider


fast verschwundener Weg



Auch wenn ich oft auf diesem Waldweg zwischen Wiesenkerbel 
und Mutterkraut wandele, so ist er trotzdem bald verschwunden. 
Das Efeu am Wegesrand ist im Moment einfach zu wuchsfreudig. 
Wenn ich hier nicht demnächst mit der Schere anrücke, gibt es 
in einigen Tagen nur noch einen Trampelpfad zur Futtersäule ...

Foto: S.Schneider


Wenn die Sonne den Garten verlässt ...



Nachbars Fichte, der Hartriegel am Haus, die oberen Spitzen 
des Wacholders über dem Hochbecken, die Sauerkirsche sowie
die Blutbuche erhaschen vor 20 Uhr noch etwas Sonnenlicht.

Foto: S.Schneider


unbekanntes Fluginsekt



Eigentlich wollte ich mich am Abend nur an den weiteren Blüten 
der Hedi Grimm erfreuen. Aber dann fiel mir recht weit oben 
ein ganz feines Gespinst zwischen den Knospen auf. Und dort saß 
so ein geflügeltes Insekt, das mir erst vor ein paar Tagen im Garten 
aufgefallen war. Es schien, als ob es zwischen den Fäden nach 
Beute suchte, krabbelte durch die Knospen und flog dann davon ...


Schon bald nach diesem Post hat sich das Rätsel gelöst:
Es handelt sich um eine weibliche Skorpionsfliege - 
wahrscheinlich ist es eine Gemeine Skorpionsfliege. Denn 
die Deutsche Skorpionsfliege besitzt eine etwas andere 
Flügelzeichnung. Und anscheinend hat sich das Tierchen 
tatsächlich an der Beute aus dem Spinnennetz vergriffen.
  
Fotos: S.Schneider


Waldimpression



Das ist der obere Teil unserer fast immergrünen Wand = Wald.
Von Nachbars Blutbuche im Norden bis zum Taxus rechts neben 
dem Steg. Aus diesem Blickwinkel - vom Treppenhaus, sieht 
klein aus. Aber ohne ein Weitwinkel-Objektiv ist die Vielfalt 
der immergrünen Gehölze überhaupt nicht einzufangen ...

Foto: S.Schneider


Montag, 17. Juni 2013

der schmale Stegweg



Hier ist kein Durchkommen: Die letzten 4 begehbaren Planken 
vom morschen Steg werden von einer kleinen Maus besetzt!

Foto: S.Schneider


kurz vor 3 Uhr am Nachmittag



Jetzt geht's los: Hedi Grimm hat ihre erste kleine Blüte 
auf Augenhöhe geöffnet. Noch ist sie eine Mischung aus 
creme-weiß mit einem Hauch rosé. Aber bald haben wir 
gleich hinter der Gartentür neben dem Steg wohl wieder 


Fotos: S.Schneider


Sonntag, 16. Juni 2013

Mal kurz ...


... den Astschneider holen:

Während an diesem Wochenende viele Gärten für die offenen Pforten 
auf 'Hochglanz poliert' und für Gartenbesucher geöffnet sind, hatte es 
mich nach der heutigen Wildwuchs-Fotorunde mal wieder verlockt nur 
'ganz kurz' etwas gegen die grüne Hölle anzuarbeiten: Denn der Wind 
der letzten Tage hatte das Fliedergemisch aus Rankrose Belvedere 
und dem wilden Wein so Richtung Osten zur Scheinakazie gedrückt, 
dass die verblühten Fliederrispen nun teilweise gut erreichbar aus 
dem Strauch herausschauten. Und da er ohnehin nach der Blüte der 
Rose eingekürzt werden soll, konnte ich ja schon mal anfangen ... 

Im Vordergrund auf dem Boden vor der Tischgruppe versammelten 
sich reichlich frische ca. 1m langen Triebe der Belvedere. Dieser 
Neuaustrieb hätten ohnehin demnächst ihre Rosenblüten verdeckt. 
Den gesamten Rosen- und Ilexschnitt aus dem Garten häcksele ich 
übrigens getrennt vom restlichen Shreddermaterial. Denn dieses 
unangenehme Schnittgut kommt nur auf den Hochwald-Kompost-
haufen. Der weniger pieksige Grünschnitt hingegen wird nach dem 
Sheddern sogleich in die Beete unter die Sträucher befördert.

Dieses war der erste Streich und hinterließ einen ordentlichen 
Haufen, der nun leider bis Montag warten muss. Denn auch ein 
Leisehächsler sollte am Sonntag Pause machen ...

Also konnte ich mich nun an der etwas freieren Sicht 
auf den gerade beginnenden Pfeifenstrauch und die Deutzie 
unter der allmählich verblühenden Scheinakazie erfreuen.

Doch der immergrüne Schneeball und die Spiere 
hinter der Mauer bekamen nun gleich auch noch 
ihren notwendigen Rückschnitt nach der Blüte. 

So war der schmale Weg zum 'Beet der vergessen Gemüse' 
schon wieder wesentlich besser begehbar!

Und weil ich gerade dabei war: Die Scheinkerrie konnte etwas 
nachgeschnitten werden, die Hemlocktanne hing im Weg und 
nahm die Sicht auf Rosa helenae. Und von der Scheinakazie 
störten mich nun auch ein paar der unteren und sogar für mich 
noch gut errreichbaren Äste. Also kam die Teleskopsäge raus.

Nun hat das Belvedere-Wein-Gemisch im Flieder auch von oben 
wieder etwas mehr Licht. Da lagen nämlich schon einige Zweige 
der Scheinakazie darüber.

Ob diese Rosenknospen nun mal zur Blüte kommen? 
Oft waren die wenigen Blüten durch das Regenwetter 
verklebt. Und dann blühte sie natürlich durch die 
höhere Luftfeuchtigkeit auch extrem rosa ...

Die Spiere im Flieder habe ich jetzt auch mal stärker beschnitten. 
Ob sie im nächsten Jahr nun mehr als 3 weiße Zweige hervorbringt?

Und das war dann plötzlich das Ergebnis von 'Mal kurz ...'

Doch bis auf den verschwundenen Glastisch 
sieht man es dem Garten zum Glück kaum an.

Da konnte ich dann auch noch ein paar größere Haseläste 
an der Südseite schneiden und Rosa brunonii einige frische 
Ranken entfernen. Nun ist es für Fair Bianca und die nach-
folgenden Rosen im schattigen Südbeet etwas lichter ...

Fotos: S.Schneider


Spiere an der Zeder



Ganz perfekt ist mir der Rückschnitt an dieser etwas später 
blühenden Spiere im Halbschatten noch nicht gelungen. 
Aber im Vergleich zu den Jahren zuvor, gibt es nun endlich 
wieder einmal Blütenzweige neben der Himalaya-Zeder
Auch schummelten sich einige zarte Zweige zwischen die 
Zeder und blaugraue Kiefer. Dort bilden sie zur Zeit einen 
weißen Hintergrund für die noch knospige Glamis Castle.

Foto: S.Schneider


gestern noch zartrosa


Gestern, als sich endlich eine Blüte der Fimbriata öffnete, 
war ich ziemlich enttäuscht. Denn so rosa hatten wir sie 
noch nie zuvor erlebt. Allerdings haben in diesem Jahr viele 
unserer weißen Rosen intensive Farbschläge zu Creme-gelb, 
Lachs-orange oder gar intensivem Pink ...

Doch heute war die weiße Rosenwelt wieder in Ordnung!

So eine makellos ausgefranste Blüte hatten wir an unserer Fimbriata
einer Rugosa Hybride, selten gesehen. Mit ihren ca. 6cm entspricht 
die Blütengröße den Angaben. Nur bringt es unsere Rose bis jetzt auf 
höchstens 3 oder 4 Knospen im Büschel. Und nicht auf die in diesem 
Rosen-Buch beschriebenen 5 -15 Blüten im Büschel. Auch wenn sie 
gut für den Schnitt geeignet sein soll, so werden wir sicherlich nur 
abgebrochene Blüten in die Vase stellen. Aber wahrscheinlich haben 
wir auch ihren Standort nicht gut gewählt. Denn sie soll eine Höhe 
und Breite von bis zu 2m erreichen können. Bei uns hat sie jedoch 
nach Jahren erst etwa 1,2m erreicht und ist dabei noch immer sehr 
schmal und nicht sonderlich standfest. Aus heutiger Sicht ist sie für
 unseren Wildwuchsgarten eigentlich viel zu zierlich. Aber vielleicht 
hilft auch bei ihr der Tipp 'Geduld bringt Rosen' ...

Einige Knospen hält sie für uns jedenfalls noch bereit. Und 
eventuell remontiert sie bis zum Spätherbst noch ab und an. 
Ihren leicht süßen Duft habe ich im Halbschatten mal wieder 
nicht wahrgenommen. Aber vielleicht überrascht sie uns 
demnächst auch damit ...

Fimbriata - Rugosa-Hybride (Rosa rugosa x Mme Alfred Carrière),
Morlet, Frankreich 1891

Fotos: S.Schneider


Samstag, 15. Juni 2013

geschnittenes Schilf



Der Regen am Donnerstag in Kombination mit heftigen Windböen 
hatte das Schilf und andere hohe Wasserpflanzen im hinteren Teil 
des Teiches niedergedrückt. So wurde die 'Wasserfläche' plötzlich
noch kleiner. Im Randbereich der Betonplatten ließ sich das etwa
90cm bis 1,3m hohe Schilf noch problemlos schneiden, und ...

ergab mal wieder ein größeres Schilf-Bündel. Aber die nach vorn 
gekippten Stengel im Teich waren wesentlich schwerer zu erreichen. 
Die landeten sogleich auf dem großen Shreddder-Haufen am Haus.

Und so zerrupft sieht es nun nach getaner Arbeit in der Uferzone 
im hinteren Teil des Teiches aus. Denn reichlich Blätter der gelben 
Sumpfschwertlilie, des Igelkolbens, vom kleinen Rohrkolben und 
Kalmus hatten durch die Windverwehungen ihren Halt verloren.

Jetzt haben die Krebsscheren, die beiden Seerosen, 
wieder mehr Entfaltungstraum ...

Hinter dem Teich sind nun die rosa Wiesenrauten vom Haus aus 
zu erahnen. Und demnächst fallen auch die Blüten der Omi Oswald 
vor dem Hochwald auf. Also hatte der starke Wind der letzten Tage 
nicht nur Nachteile.

Fotos: S.Schneider