Mittwoch, 1. Januar 2014

fast 50qm Nutzfläche



Doch, wir haben vor fast 18 Jahren den richtigen Entschluss 
für uns gefasst, als wir uns in dem ca. 630qm großen Garten 
gegen Rasen und für eine großzügig gepflasterte Fläche
für unseren Wohngarten entschieden hatten. 

Inzwischen sind die Betonplatten gealtert und besitzen nun 
seit einigen Jahren diese herrliche Patina, die wir uns immer 
gewünscht haben. Zwar ist die Fläche nun nicht mehr so plan 
wie im Anfang, aber sie darf weiterhin in Würde altern. Und 
dass der Trennbalken in der Mitte der Fläche nun verrottet ist, 
gibt kleinen Stauden und Allegras Gras die Möglichkeit sich
 dort prächtig zu entwickeln.

Ich hatte damals, als wir den Garten planten, nicht vor Kübel-
pflanzen zu pflegen. Aber nachdem es im Laufe der Jahre 
immer schwieriger wurde noch geeignete Pflanzplätze für einige 
besondere Sträucher, die mir immer mal wieder 'am Wegesrand' 
begegneten, im Garten zu finden, waren nahezu winterfeste 
Sträucher in Pflanzkübeln dann doch irgendwann attraktiv. Und 
auch unsere Sammel-Leidenschaft von purpur-violetten Rosen 
passt besser auf die Betonfläche als in die überwiegend noch 
weiß-blauen Beete ...

Inzwischen haben wir neben der Liege und der Tischgruppe 
für die Betonfläche auch noch handliche 'Wandersessel' mit 
zerlegbaren Beistelltischen angeschafft. Denn im Vergleich 
zu früher ist die Fläche nun durch die hohe Scheinakazie 
und die südliche Grenzbepflanzung immer weniger besonnt. 
Und so verfolgen wir je nach Wetter häufiger die Sonnen-
flecken oder genießen an heißen Sommertagen auch gern 
mal den Baumschatten. Ein zu klein gewählter Sitzplatz 
wäre für uns heutzutage recht ungüstig.

Und zum Fotografieren von kleinen Bärenwelten hat Herr Hein 
hier auch reichlich Platz zur Verfügung. Mal im oder am alten 
Efeu-Apfelbaum oder mitten auf der Fläche. Im Spätsommer 
wie auch im Winter. Oder auch mal in der Nacht zu Silvester - 
daher stehen heute früh auch noch die beiden Halogenstrahler 
auf der Fläche.

Damals, als wir uns im Sommer 1996 diese fast 50qm große Fläche 
mitten im Garten pflastern ließen, wurden wir von unseren Nachbarn 
belächelt. Keiner konnte verstehen, was wir mit diesem 'Tennisplatz' 
mitten im Garten anfangen wollten. Doch heutzutage sind wir 
wirklich froh über unsere anscheinend ungewöhnliche Entscheidung. 
Auch wenn wir damals noch nicht ahnen konnten, dass uns dieser 
so große 'tote' Bereich zumindest auch einigermaßen vor Zecken 
schützten kann. Er ist somit der einzige Teil des Gartens, wo wir 
uns jetzt noch das ganze Jahr über relativ sicher und 
unbeschwert im Garten aufhalten können ...

Foto: S.Schneider



Kommentare:

Brigitte hat gesagt…

Wir lieben solche in Würde gealterten Dinge ebenso. Und unsere Terrasse ist noch immer belegt mit den Platten, die mein Vater 1962 ausgewählt hat. Ja, wir werden auch mitleidig belächelt, weil wir keinem dieser unglaublich tollen Trends folgen.

Aber du weißt es schon, das macht uns gar nix!

Lieben Gruß, Brigitte

Wildes Gartenglück hat gesagt…

Ich muss gestehen, ich bin mit den jahren auch kein so großer Fan von Rasen mehr.
In den letzten Jahren habe ich immer mehr und mehr angetragen und in Beete oder Wege verwandelt.
Mir gefällt dein Vorgarten jedenfalls sehr.
Diese alten Steine haben einen besonderen Flair.

LG Alex

CarpeDiem hat gesagt…

Das ist schön anzusehen, wir sin immer och am Überlegen, was wir mit unserer Terrasse machen....
Rasen möchte ich auch viel weniger, oder das was man bei uns als Rasen bezeichnet...Ich finde der macht auch sehr viel Arbeit...
Ständig muß ich mähen...
LG Cordula

SchneiderHein hat gesagt…

@ Brigitte
Was sind Trends? Die kommen doch auch alle paar Jahre wieder ;-)
Ich muss jetzt oftmals lachen, wenn etwas angeblich neu & ganz toll sein soll. Früher konnten wir unseren Prof für Gestaltungslehre gar nicht leiden, wenn er uns ständig sagte 'Das gab es dann und dann und dann in abgewandelter Form schon mal!' Heute können wir ihn so gut verstehen ...
Ich bin jedenfalls froh, dass wir unser Ding trotzdem so durchgezogen haben wie es uns damals nach reiflicher Überlegung aus Kosten-/Nutzen-Sicht sinnvoll erschien.

Und noch 'schlimmer' haben wir es in BS 1993 gemacht: Da haben wir die alten polygonalen Weser-Sandsteinplatten von 1958 aufnehmen lassen mit Granitpflastersteinen für die Fugen ergänzt sowie einige Quadratmeter dazu gekauft und den Hof nochmals damit pflastern lassen. Leider werfen sie sich jetzt wieder und es wird nun bald für meine Mutter gefährlich. Aber wir werden uns diesen Luxus wohl nochmals leisten, da sie einfach zeitlos schön sind ...

@ Alex
Ich war es schon 1983 nicht, als ich mit dem weißen Vorgarten in BS anfangen durfte ;-) Denn dort gab es im Sommer nur grüne Einöde mit 2 Kiefern am Rand. Und dann immer das blöde Unkrautstechen und Mähen. Ganz besonders schlimm fand ich es als Kind, wenn ich nicht auf dem rasen spielen durfte, weil er bald gemäht werden sollte und sich aufrichten musste. Und erst der Anblick nach dem Vertikutieren. Oder das Theater wenn es nach dem Düngerstreuen nicht regnete ;-)
Als wir das Haus hier 1996 übernahmen und mit dem Garten anfingen, hatten wir den Rasenmäher als erste Maßnahme sofort verschenkt!

@ Cordula
Neben dem Rasenkantenabstechen habe ich alle anderen Gründe gegen Rasen schon bei @ Alex geschrieben ;-)

Ich finde polygonale Platten nach wie vor schön - siehe @ Brigitte oder hier ein kleiner Eindruck von dem, was ich meine: http://schneiderhein.blogspot.de/2013/08/blauer-hof.html

Sara Mary © Mein Waldgarten (© Herz und Leben) hat gesagt…

Eure purpur-violette Rosen-Leidenschaft war mir jetzt gar nicht so bewußt. Inzwischen ist ja eine solche auch zu mir gelangt, denn ich mag die auch sehr.

Das mit den 50 qm finde ich eine gute Idee. Einen gewissen Platz braucht man, auf dem man sich aufhalten kann. Bei uns waren es immer die Terrassen, da schließlich auch nahe beim Haus. Im Garten wird es schwierig. Alles zupflanzen wäre hier nichts, da müßten dann Wege verlegt werden. Diese Arbeit kann ich nicht tun und würde bei uns keiner machen ... so bliebe nur, einzelne Trittsteine hinzulegen ... oder Rindenmulch und das möchte ich wirklich nicht. Bestenfalls noch Kies, doch der durchwuchert auch sehr unschön von Unkraut. Das sehe ich jetzt in BS immer wieder - z.B. an den neu aufgelegten Tweten. Wirklich hässlich! Außerdem verstreut der Wind den Kies - das haben die Planer sich bestimmt ganz anders vorgestellt. ;-)

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Da diese Rosenfarbe auch eigentlich in den Vorgarten sollte, fing sie auch auf dem anderen Blog an. Aber dann kam mal wieder alles anders als geplant. Nun ziehen Zigeunerknabe und Souvenir du Dr. Jamain zu meiner Mutter um, Veilchenblau habe ich leider im letzten Sommer durch Vernachlässigung gemordet und Violet Hood bleibt vorerst noch bei uns.

Ich muss auf jeden Fall unsere hinteren Betonwege zur Ostgrenze verbreitern und besser freihalten, sonst ist dieser hintere Gartenteil ab Mai bis zum Herbst sich selbst überlassen. Es kostet mich sonst viel zu viel Überwindung dort reinzugehen. Und freie gemulchte Wirtschaftswege entlang der Grenzen, im Wäldchen und unter den Obstbäumen brauche ich auf jeden Fall auch wieder, denn sonst scheitert es sogar am doch zeitweilig dringend erforderlichen Wässern. Dieser extreme Sommer hat mir bewiesen, dass die Grundstuktur wirklich überarbeitet bzw. reaktiviert werden muss.
Und bei der Erweiterung der Betonfläche bin ich fürchterlich unentschlossen. Bedingt durch den Arbeitsaufwand wäre das ohnehin ein Projekt, dass erst in 2 oder 3 Jahren im Raum stünde. Aber im Frühjahr würde mir das Blütenmeer dort fehlen. Ich werde mir den Bereich in den nächsten Sommern also sehr genau anschauen …

Kies käme für mich nicht in Frage. Das Problem habe ich an den Teichrändern. Da haben wir mit Kies einen Übergang in die Beete geschaffen, der mir ständig Arbeit macht und von dem erhofften Ergebnis im Winter weit entfernt ist.

Für geschwungene Wege gibt es bei uns jetzt nur noch Eigenmulch, den ich vom frühen Frühjahr bis zum Spätherbst leider nur noch mit Gummistiefeln betrete sollte, und sonst die Betonplatten bzw. den Steg. Einzelne Trittplatten sind bei uns auch risikoreich. Aber die drei alten gegossenen Betonplatten vom Steg zur Betonfläche möchte ich nicht missen. Nur wegen der möglichen Zecken sollte ich dort eigentlich keinen Bewuchs zulassen. Nur die Walderdbeeren sehen da im Sommer viel zu nett aus ;-)