Freitag, 17. Januar 2014

Ganz schön nackig ...


... sieht es jetzt um die Lenzrosen herum aus:
Auf der Suche nach dem gemeinen 'Lenzrosen-Locher' 
hatte ich mir zuvor beim Gartenspaziergang die Blätter 
der einzelnen Pflanzen etwas genauer angeschaut. Und 
fast alle wiesen Fehlstellen auf, die ich jedoch nicht 
genau der Schwarzfleckenkrankheit oder Fraßspuren 
zuordnen konnte. Irgendwann griff ich dann zu Hand-
schuhen, Schere & Eimer und legte spontan los. Doch 
eigentlich wollte ich mindesten 1/3 der alten Blätter 
stehen lassen. Aber die markanten Blätter hatten meist 
schwarze Punkte irgendwo am Stiel. Und die, die wohl
hätten bleiben können, die passten so überhaupt nicht 
zum Gesamtbild. Irgendwann landeten dann also alle 
alten Blätter im Hausmüll. 

Zur Strafe für meine etwas zu übermütige Schnittaktion 
sollte ich nun lieber 16 große und kleinere Pappkartons 
nicht ins Altpapier geben. Denn falls der Winter irgend-
wann doch noch richtig fiese Kälte ohne Schnee vorbei-
schickt, wären die Lenzrosen vielleicht unter der Haube 
wieder einigermaßen geschützt. Aber eventuell reicht 
dann auch das Umstecken mit immergrünen Zweigen ...

So frei stehen nun die 5 Helleborus orientalis 
links des Weges. Nur die vordere wohl weiß-getupfte 
unter dem Buchsbaum steht noch etwas geschützter.

Und hier nun nochmals von der anderen Seite. 
Die gefüllt getupfte musste schon früher Blätter 
lassen. Bisher scheint ihr das glücklicherweise 
nicht geschadet zu haben. Und die weiße schon 
größere Orientalis - gleich nebenan, war schon 
von zahlreichen neuen Blättern umgeben.

Auch bei dieser - im letzten Jahr blütenlosen weißen Version, 
hatte ich keine Bedenken sie vom alten Grün zu befreien. 
Nur sollte ich meiner Mutter nun lieber braune Eier besorgen! 
Die weiße Eierschale ist jetzt etwas zu auffällig im Beet.

unter der Himalaya-Zeder, die im letzten Jahr 
fürchterlich kränkelte. Auch ihr hatte ich schon 
vor einigen Wochen sicherheitshalber zahlreiche 
Blätter entfernt. Der etappenweise Schnitt sagt 
mir persönlich jedoch mehr zu, als die radikale 
Version, die ich im Lenzrosenbeet dahinter dann
ganz spontan betrieben hatte ...

Aber zum Glück sind diese Helleborus orientalis Hybriden 
noch von reichlich Laub umgeben. Nur die Sämlinge stehen 
jetzt ziemlich schutzlos da. Allerdings hätte ich ohne das 
Entfernen der Blätter noch nicht erahnen können, dass hier 
schon 7 Stauden Blütenansätze zeigen. Und weiter links im 
Beet stehen noch zwei gesunde Kinder, die ich im letzten 
Frühjahr aus dem Weg nehmen musste.

Fotos: S.Schneider


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