Dienstag, 28. Januar 2014

Scheinakazie am Morgen



Für heute sagt der Wetterbericht zwar wolkigeres Wetter voraus, 
aber das, was sich da bei der Kälte im Osten zeigt, sieht schon 
mal recht vielversprechend aus!

Und mit diesem Bild habe ich nun richtig gut vor Augen, was vom 
Schlingknöterich aus dem rechten Apfelbaum - einem Cox Orange, 
alles verschwinden soll. Denn der Baum leidet zu sehr unter dem 
wirren Dach der Ranken. Unten herum hatte ich schon vor einigen 
Wochen die Triebe gekappt und bei herrlichem Frühlingswetter 
gleich vor Ort im Beet zwei Kränze daraus gewunden. Wenn das 
Wetter wieder wärmer wird, werde ich die Verarbeitung vor Ort 
bald möglichst fortsetzen. Denn der Beinwell & Co unter dem 
Apfelbaum stehen schon in den Startlöchern ...

Efeu-Apfelbaum verdeckt wird, der soll sich weiterhin in dem 
altersschwachen Baum austoben. Denn dieser Apfel schmeckt 
zwar sehr süß, blieb aber immer sehr klein und war auch schon 
früher oftmals extrem verschorft. Außerdem ist er zum größten 
Teil bereits abgestorben. Und da unsere Nachbarn ihre Sicht-
schutzhecke im letzten Herbst um 1/3 in der Höhe eingekürzt 
haben, werde ich diesen Teil als Wetterschutz & Nistmöglichkeit 
für die Vögel so belassen. Nur, was dann zu sehr wieder in die 
umliegenden Bereiche ausufert, das wird gnadenlos gekappt! 

Und auch die Scheinakazie müsste möglichst bis Ende Februar 
endlich mal in Form gebracht werden! Ebenso steht der Taxus 
neben dem Steg schon lange auf dem Plan. Tja, und erst recht 
der Hopfen in der Wiese, auf der Südseite in der Birne und 
am Zaun - ebenso wie auch an der Nordseite. Und die gelbe 
Seite des Gartens - hinter der Teichmauer, würde ich auch gern 
mal wieder im Sommer betreten können, wenn Rosa x Dupontii 
so herrlich blüht. Doch mit Zecken ist es eben ein ganz anderes 
Gärtnern als in den Anfangsjahren. Jegliche Spontanität mal 
eben kurz hier zu schneiden, da umzupflanzen oder etwas auf-
zubinden heißt zumindest rein in die Gummistiefel und sich 
alle paar Minuten nach kleinen Krabbeltieren abzusuchen.

Aber mal abwarten, wie sich die Vorhaben mit dem Wetter und 
der zur Verfügung stehenden Zeit vereinbaren lassen. Denn 
nicht nur im Wildwuchsgarten scheint so manches ganz anders 

Foto: S.Schneider


Kommentare:

Elke Schwarzer hat gesagt…

Hallo Silke,
das mit der Spontaneität kenne ich auch! Wenn ich in den hinteren Gartenteil möchte, muss ich das generalstabsmäßig vorbereiten - auch mit Gummistiefeln und Repellent. Letztes Jahr waren es aber doch weniger Zecken, vielleicht wegen der Zeckenrollen.
VG
Elke

Im Waldhaus hat gesagt…

Oh ja, die Spontanität fehlt mir auch manchmal wenn ich ehrlich bin. Als Kind habe ich mir ja null Gedanken gemacht,ob ich jetzt auf der Wiese Blümchen pflücke oder nicht. Inzwischen trauere ich ein bisschen dieser Unbeschwertheit im Garten nach, wenn ich ehrlich bin. Mal sehen, wie es dieses Jahr wird. Die Zeckenrollen hatten wir Anfang Januar ausgelegt und die Ersten wurden wohl auch schon besucht und verschleppt. Ich bin gespannt, inwieweit wir einen Unterschied merken. Hab einen schönen Abend ! GGGGLG, Christine

Tanja`s Allerlei hat gesagt…

Ich kann mir vorstellen, dass bei Euch immer viel zu tun ist. Ich habe ja nur einen ganz kleinen Garten, aber auch da werde ich irgendwie ständig gefordert... lach.. Obwohl ich jetzt im Winter eigentlich nichts mache. Da lasse ich alles ruhen ;o)

Mein Waldgarten hat gesagt…

Bei uns scheint die Sonne, wenn auch der Himmel nicht ganz klar ist. Aber wolkig in dem Sinne ist es hier nicht.

Da habt Ihr Euch ja was vorgenommen ... ich sehe immer mehr, wie mir die Zeit für Garten fehlt und werde wohl auch in der wärmeren Jahreszeit kaum noch dazu kommen ...

Liebe Grüße
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Elke
Bei uns war es in den letzten 2 Jahren nur im Frühjahr bis etwa Juli extremer mit dem Getier. Danach ging es. Nur wenn ich mich dann auch kaum noch in Gefahr begebe, kann ich auch schlecht beurteilen, was in den Beeten los ist. Allerdings bekamen auch unsere grauen Damen nur im Frühjahr bis zum Frühsommer Frontline. Es kann natürlich sein, dass sie dann noch Larven und Nymphen im Fell hatten, die wir dann nicht bemerken konnten.
Aber egal wie ein Sommer auch ist, sie werden jetzt halt immer irgendwo lauern - es sei denn man schwingt eine extreme chemische Keule im ganzen Garten. Aber in dem Garten würden wir uns dann auch nicht mehr gern aufhalten …

Ich glaube kaum, dass man den Erfolg der Rollen so schnell bemerken kann. Aber falls sich doch irgendwo ein Nest entwickeln konnte, kann man damit die extreme Vermehrung eventuell etwas eindämmen.

Es ist zwar mühsam, aber ich setze immer noch auf das wache Auge am Morgen & Abend, um sie von Halmen etc. Abzusammeln.
Denn seitdem ich das mit den Schnecken konsequent durchgezogen hatte, hat sich das Nacktschneckenproblem auf jeden Fall gebessert.

@ Christine
Als Kind brauchte ich mir glücklicherweise keine Gedanken zu machen, da ich das Problem gar nicht kannte. Unser Kater hatte nur 1x einen Holzbock. Aber damals hatten wir auch nur ganz selten mal einen Igel im Garten …

Und jetzt, an den kälteren Tagen war die altvertraute Spontanität wieder da :-) Nur blöd, dass es zu kalt zum Schneiden war. Ich hätte sonst richtig Lust gehabt schere und Säge zu schwingen. Jedenfalls taten die unbeschwerten Spaziergänge im Garten mal richtig gut.

Zu den Zeckenrollen hatte ich eben schon was zu @ Elke geschrieben. Ich sehe sie eher als zusätzliches Mittel, damit es nicht noch schlimmer wird.
Eine Nachbarin hatte mir mal von einer Pferdewiese erzählt, wo die Tierchen munter an den Halmen warteten. Es geht also noch schlimmer ;-(

@ Tanja
Ich bin wohl eher der Typ, der gern in der kälteren Zeit im Garten arbeitet. Insofern passt das ganz gut zum Zeckenproblem. Im Sommer kann ich mich meist nur schwer aufraffen, bzw. müsste dann ausgerechnet in den Bereichen wirbeln, die dann auch wirklich gefährlich sind. Denn in solchen lauschigen Ecken können sie Mäuschen und Igel recht ungestört aufhalten …

@ Sara
In den letzten Tagen konnte ich über das Wetter nicht klagen - es war alles dabei von Sonne, bewölktem Himmel bis zu tristem Grau. Und ebenso abwechslungsreich verhielten sich die Temperaturen.
Im Prinzip sind das alles Vorhaben, die schon mindestens 3 Jahre auf dem Plan stehen. Denn vom Frühjahr bis zum Winter 2010 passierte aus privaten und beruflichen Gründen kaum etwas im Garten. Und das bedeutet nun halt immer mehr Arbeit je länger wir diese Tätigkeiten verschieben. Allerdings machte uns im letzten Jahr auch das Wetter im kalten Frühjahr einen ziemlich großen Strich durch die Pläne. Mal abwarten, was jetzt dazwischen kommt ...