Samstag, 1. März 2014

Blümchen zum Geburtstag ...


Während der letzten Jahre bin ich ab und an trotz aller 
vernünftigen Begründungen beim Pflanzenkauf doch 
noch manchmal schwach geworden. Aber im Vergleich zu 
den Feldzügen der ersten Gartenjahre Ende der 90er 
sind in den letzten Jahren vergleichsweise wirklich recht 
wenig Pflanzen hinzugekommen … 

Zwar haben wir ab 1996 nicht so 'instantmäßig' wie manche 
Niederländer oder Belgier - über die es zu der Zeit zahlreiche 
Berichte in Zeitschriften gab, unseren Garten dicht gepflanzt. 
Doch im kleineren Maßstab wurde das Hochzeitsgeld im frühen 
Frühjahr 1997 dank dem umfangreichen Buch 'Sträucher' von 
Roger Phillips & Martin Rix aus dem Droemer Knauer Verlag und 
dem dicken Bruns-Katalog schnell verplant. Und danach wurden 
ganz strategisch alle Baumschulen, Staudengärtnereien und 
Gartencenter in Braunschweig, Hannover sowie auch Osnabrück 
aufgesucht, um noch mehr weiße oder blau blühende Pflanzen 
zu entdecken. Wenn 2 Sammler zusammen losziehen!

Da wir die Sanierung des Hauses zunächst vertagt hatten, und 
ab Herbst 1996 das Haus zumindest im oberen Teil vermietet war, 
legten wir zunächst viel Wert auf den Garten. Denn wenn es 
nun schon so einen 'Gaul mit sehr schlechten Zähnen' gab, dann 
wollten wir 'die Ländereien' - wie mein damaliger Chef das fast 
1000qm große Grundstück bezeichnete, zumindest zusammen mit 
Freunden zum Feiern im großen Garten verwenden. Denn das 
hatte sich zur Hochzeitsfeier im Juni gezeigt: Da alles etwas 
rustikaler und so gar nicht perfekt war, ließ sich dort herrlich
ungezwungen - quasi mit Schrebergarten-Atmosphäre feiern. 
Und da Herr Hein schon früher ein großer Sammler war, wurde 
die vorhandene Carrerabahn mit Hilfe von 2 Freunden ergänzt, 
so dass es im Sommer 1997 den ersten Mitsommernachts-Cup 
auf 4 Spuren mit digitaler Zeitmessung im Garten gab. Ein 
großer Spass für Jung & Alt, Familie, Freunde, Bekannte, 
Kollegen & Nachbarn. Und so tummelten sich dann in 
manchem Sommer über 60 Personen von Mittag bis weit 
über Mitternacht hinaus in Haus & Garten …

Den Höhepunkt aller Gartenfeiern hatten wir im August 2001, 
als wir Freunden unser Haus und den fertigen Wohngarten 
mit gerade fertiggestellter Teichanlage für eine Hochzeitsparty 
mit fast 70 Personen zur Verfügung stellten. Inzwischen war 
die Sanierung des unteren Hausbereiches fast abgeschlossen, 
und wir hatten in unserem Teil des Hauses zumindest eine 
eigene Küche, einen großzügigen Wohnraum, ein Treppenhaus 
zum Tanzen und wieder ein funktionstüchtiges Bad. Denn zu 
unserer Hochzeit im Juni 1996 hatten wir zwar 3 Toiletten 
auf 3 Etagen, aber ausgerechnet an dem Tag verstopfte das 
alte Abwasserrohr, und nur eine kleine Toilette in der winzigen 
Abstellkammer - ganz oben unter dem Dach, und ohne richtige 
Tür, war ab dem Nachmittag noch funktionstüchtig. Abenteuer 
altes Haus - aber das ist eine ganz andere Geschichte!

Jedenfalls beschäftigten wir uns in den ersten 3 Sommern 
überwiegend mit dem Garten, und hielten uns kaum in dem 
besenreinen, aber altersschwachen Haus auf. Zwar sollte der 
untere Teil des Hauses irgendwann einmal zum Wochenend- 
bzw. Ferienhaus umgestaltet werden, aber da unsere Stadt-
wohnung nur 10km vom Haus entfernt lag, hatte das Zeit. 
Außerdem wäre so eine abenteuerliche Sanierung zu dem 
Zeitpunkt auch mit unseren Jobs nicht vereinbar gewesen. 
Der Garten hingegen war ein perfekter Ausgleich, und noch 
dazu ein Freiluft-Fitness-Studio!

Unsere weiße & blaue Stauden-Sammel-Leidenschaft passte 
aber leider so gar nicht zu dem sich allmählich verändernden 
Garten. Und als ich an einem Dauerregentag im August 2002 
feststellen musste, dass sich über 900 Nacktschnecken an 
unseren Stauden verköstigten bzw. auf den feuchten Wegen 
sich zu neuen Zielen aufmachten, wurde uns endlich klar, 
warum in den letzten Jahren so viele Stauden spurlos 
verschwunden waren.

Ab 2004 begeisterten wir uns deswegen für weiße Rosen 
und füllten damit all' die entstandenen Staudenlücken. 
Denn ohne die Sommerstauden, die bei uns einfach viel
zu spät aus der Erde kamen, und sogleich von den Schnecken 
freudig empfangen wurden, war unser Garten ab Mitte bzw. 
Ende Juni nur noch eine Variation von Grün. Doch bestimmte 
Rosen stellen auch Ansprüche, denen unser Garten nicht oder 
nicht lange gerecht werden konnte …

Durch so manches erste 'Alterswehwehchen' und einige private 
sowie berufliche Tücken vernachlässigten wir den Garten ca.
ab 2009 immer mehr. Das konnte unsere 'grüne Hölle' stellen-
weise zwar noch gut verkraften, aber einige Pflanzen wurden 
mit der Zeit immer unhandlicher. Und manches anspruchs-
vollere Pflänzchen wie der Schneeglöckchenbaum gab im Dickicht 
wegen Licht-, Luft- & Wassermangel dann leider doch mal auf. 

Erschwerend kam dann noch hinzu, dass wenn zwischendurch 
mal Zeit für die Gartenarbeit war, uns leider auch immer 
häufiger Zecken begegneten. Aber nicht nur bei der Arbeit im 
Beet sondern auch beim kurzen Spaziergang entlang der Wege. 
Erst im Sommer 2011, als ich im Internet zufällig auf einen 
Bericht von einem Zeckengeplagten in der Eifel stieß, wurde 
ich hellhörig und beschäftigte mich nun intensiver mit dem 
Thema. Denn er berichtete über Zeckenester im Garten und 
unterteilte die Zecken in Larven, Nymphen sowie männliche 
und weibliche Tiere. Er hatte sich extra ein Fanggerät gebaut, 
zog damit durch verschiedene Gartenbereiche und zählte die 
gefangenen Blutsauger. Aber für mich war es zu dem Zeitpunkt 
eigentlich schon zu spät: Das erste Zeckennest entdeckte ich 
zufällig im Juni 2011 am Wiesenrand - direkt vorm Haus. Dort,
 wo wir damals am liebsten abends saßen. Und ein 'schickes' 
Wanderröte-Plakat 'zierte' Anfang Juli 2011 einige Tage meinen 
Oberschenkel. Das verleidete uns Gartenlust immer mehr, 
und führte in den folgenden Jahren zu zahlreichen Vorsichts-
maßnahmen. Gut, dass wir Winterkinder sind und seitdem 
nun lieber an kälteren Tagen im Garten arbeiten!

Inzwischen wird der Gartenbewuchs nun wieder etwas hand-
habbarer. Mit den Schnecken haben wir uns arrangiert. Und 
die Tigerschnegel scheinen ihnen das Leben etwas schwerer 
zu machen. Igel sind als Zeckenschleudern inzwischen bei uns 
nicht mehr so gern gesehen, werden aber noch geduldet. 
Und idealerweise seit dem letzten Sommer rechtzeitig von 
ihren Zecken befreit - wenn sie uns begegnen. Zeckenrollen 
sehen wir als zusätzliche Maßnahme im Kampf gegen die Zecken 
an. Ebenso, wie zur Zeit Maus & Allegra durch ihren mäßigen 
Frontline-Schutz als 'Zeckenfänger' im Garten unterwegs sind. 
Und auch ich betätige mich als Zeckenfänger. Denn manch-
mal gehe ich nur mit Gummistiefeln ohne Anti-Zeckenspray 
in die Beete und sammele dann wenig später die in der Sonne 
schwarz-glänzenden winzigen Nymphen immer wieder von 
den Stiefeln ab, um sie zu vernichten. Und fast jeden Morgen 
beim Spaziergang - vom Frühsommer bis zum Herbst, betrachte 
ich den Wieserand und die Wegränder sehr genau. Denn dabei 
habe ich schon so manches Tierchen vom Grashalm, einer Staude 
oder einem Gartengerät bzw. Dekogegenstand, den ich einige 
Tage zuvor angefasst hatte, abgepflückt und in die Flasche mit 
Chlorreiniger geworfen. Ich finde, in diesem Fall, wenn es um die 
eigene Gesundheit geht, dann darf man Tiere im Garten töten

All' das hat nun dazu geführt, dass ich zwar oftmals anders, 
aber meist doch wieder leidenschaftlicher zumindest in Teil-
bereichen des Garten unterwegs bin. Und jetzt sind auch 
neue Pflänzchen wieder gerechtfertigt. 

Der Valentinstag hatte für mich zwar noch nie eine Bedeutung, 
aber es ergab sich, dass ich an diesem Morgen unserem Garten 
nun endlich den weißen Seidelbast zur 'Volljährigkeit' schenken 
wollte, den Bruns im Frühjahr 1997 nicht liefern konnte. Denn 
vor einiger Zeit war er mir zufällig bei Naturwuchs begegnet. 
Und so stöberte ich noch etwas weiter. Aus einem Seidelbast 
wurden zwei, drei, vier und mehr Pflänzchen. Und die kamen 
heute in zwei unhandlichen Paketen an:

Zunächst das absolute Highlight, ...

der zwar winzig kleine, aber wirklich ...

weiße Seidelbast - Daphne mezereum 'Album'


Und als weitere Duft- & Blütenfreude …


und Lonicera fragrantissima. 

Denn ich weiß nicht, welche der beiden Sträucher 
ich nun eventuell von Glende geliefert bekomme. 
Und da ich im Internet kaum Unterschiede zwischen 
den beiden feststellen konnte, war meine Neugier 
geweckt. Außerdem konnte ich inzwischen für sie 
sogar 2 Standorte im Garten reservieren. Und somit 
schenke ich den dritten Strauch dann demnächst 
meinem weißen Vorgarten in Braunschweig 
nachträglich zum 30. Geburtstag …

Auf die Knopsen des weißfruchtigen Pfaffenhütchens - 
Euronymus europaeus 'Albus' bin ich schon sehr gespannt. 
Und seit dem Post über das 'Rotkehlchenbrot', könnte es 
vielleicht sogar möglich sein, dass auch unser Winzling 
mit seinen 30cm irgendwann ein Rotkehlchen erfreut ...

Alle Sträucher & Rosen der Naturwuchs-Lieferung 
sehen gesund und gut durchwurzelt aus - sind aber 
noch teilweise blattlos und brauchen etwas Zeit.


Doch für spätere Vergleiche werden die anderen
8 Töpfe hier nun auch noch gleich gelistet:

Schneeglöckchenbaum - Halesia carolina 
(jetzt für einen helleren Ort)

Flügelstorax - Peterostyrax hispida

Sieben Söhne des Himmels - Heptacodium miconioides

Traubenkirsche - Prunus padus

Botzaris - Rosa damascena  
(leider jetzt der zweite Versuch …)

Kleinblütige Rose - Rosa micrantha

Feldrose - Rosa agrestis

Griffelrose - Rosa stylosa


Fotos: S.Schneider


Kommentare:

WilderGartenVordereifel hat gesagt…

Ich lach mich schlapp! Ich habe ebenfalls eine Vorliebe für weiße und "blaue" Pflanzen. Weiße Stauden habe ich dann auch auf meiner anderen Seite gepflanzt, sie wurden rosa oder sogar blau :-)). Ich kann mittlerweile darüber lachen, es liegt einfach nur an unserem noch relativ sauren Boden was nicht nur Nachteile hat. Meine Hortensien müssen jedenfalls nicht blau gegossen werden :)). Aus dem Pflanzenwahn bin ich noch nicht raus, ich nehme gerne noch alles was kommt :)). Der Boden für die weißen wird allerdings vorher entsprechend aufbereitet.

Liebe Grüße Alexandra

Tanja`s Allerlei hat gesagt…

vielen Dank, dass Du uns immer so schön in Deinem Garten mitnimmst :o)
Zecken darf man auf jeden Fall töten. Die lass ich auch nicht leben... lach...

Miuh von romantischeslandleben hat gesagt…

Liebe Silke, diese alten Garten(party) - Geschichten sind wunderbar! Sie erinnern mich an die Sommerparties aus meiner Kinderzeit... Dass die Zecken Euch den Garten fast etwas weggenommen haben, tönt hingegen furchtbar! Da bleibt wohl wirklich nur Vorsicht und aufmerksamstes ablesen, wo immer möglich... Viel Geduld und "Sammlerglück" dabei! Liebe Grüsse, Miuh

SchneiderHein hat gesagt…

@ Alexandra
Mit dieser Art von Farbveränderung hatte ich bisher keine Probleme. Nur ich staunte damals nicht schlecht, als die eigentlich weiße Aspirinrose im Herbst plötzlich total rosa wurde. Und andere weiße Rosen hatten plötzlich auch einen rosa Hauch. Es hat etwas gedauert, bis ich das mit dem Einfluss der Luftfeuchtigkeit verstanden hatte.
Und als die eigentlich weiße Schneeforsythie dann in manchem Winter plötzlich rosa war - tja Plan & Wirklichkeit ;-)

Na, dann viel Spass beim Jagen & Sammeln!
Ich erinnere mich auch noch gern an die Zeiten zurück. Inzwischen werde ich zwar ja trotzdem noch ab und an schwach, da ich ja noch unseren heißen Südhof, meinen weißen Vorgarten in BS und den Garten meiner Mutter zum Unterbringen der Pflänzchen nutzen kann.
Allerdings muss ich feststellen, dass die Zeit von 2009 bis zum letzten Frühjahr mich teilweise so sehr ausgebremst hatte, dass ich doch schon für sich zukünftig anbahnende Alterswehwehchen und andere Umstände vorausschauender planen sollte.
Denn als Wolfgang und ich zusammen mit der Hasel mit integrierter Rosa brunonii am Sonntag kämpften, musste ich feststellen wie schwer es ist Anweisungen zu geben. Also wenn ich irgendwann nicht mehr so kann, dann wird es in dem Garten schwer eine gute und trotzdem noch bezahlbare Hilfe zu finden, die in meinem Sinn die nötigen Arbeiten ausführt. Denn eine andere Art von Garten möchte ich eigentlich nicht haben …
Aber von solchen Gedanken bist Du hoffentlich noch mindestens 10 Jahre entfernt ;-)

SchneiderHein hat gesagt…

@ Tanja
Das sehe ich auch so mit dem Töten der Zecken. Und eigentlich ging es in dem hier verlinkten Post ja wohl eher um Schnecken und andere Gartenschädlinge. Aber es macht Sinn sich auch über diese Dinge Gedanken zu machen, anstatt einfach Bekämpfungsmittel auszubringen. Denn so genau kann wohl niemand sagen, was da alles mal eben so mit vernichtet wird. Das habe ich ja auch nur teilweise gesehen, als ich unsere Steine vom Haus mit dem Zecken- & Grasmilbenkonzentrat behandeln musste, da ich die Zeckenlaven und Nymphen dort in den Plattenfugen nicht aufsammeln konnte.
Viel Aufwand ist die Zählerei ja eigentlich nicht und die Zahlen mal eben auf einem Zettel mit Datum zu notieren. Doch sie macht einem bewusst, was im Garten so los ist. Ich hätte nie im Leben mit 6.000 Nacktschnecken in 3 Monaten gerechnet, wenn ich sie beim Sammeln nicht gezählt hätte ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Miuh
Ich muss gestehen, eigentlich hatte ich einen ganz anderen Textinhalt geplant, als ich mit dem Post begann. Aber plötzlich war ich so schön in Fahrt ;-)
Und der Hauptgrund, warum wir uns auf dieses schwierige Erbe eingelassen hatten, war ja die Idee einen ungezwungen Raum für uns und unsere Freunde zum Feiern zu haben. Denn in unserer 58qm Stadtwohnung mit 2 Arbeitstischen, Küche & Schlafraum gab es da kaum Möglichkeiten.
Und hier war das wirklich ideal: Für die kleinen Kinder ein riesiger Abenteuerspielplatz, und keiner musste Angst haben etwas schmutzig zu machen oder zu beschädigen, da ja alles alt & teilweise verrottet war. Diese ungezwungene Atmosphäre haben wir dann auch versucht in die Sanierung aufzunehmen. Daher ist das Haus im EG komplett mit Betonwegeplatten 'gefliest'. Und zum Wohnraum mit dem geerbten Parkett führt eine Gitterrost-Treppe, damit sich der Gartendreck bis dahin abtreten kann …
Und am schönsten war es zu den Feiern die Plexischeiben aus den Fenstern der Kleiderkammer herauszunehmen, weil dahinter die Eisbar mit meist 15 bis 20 verschiedenen Sorten Eis aufgebaut wurde. So konnte man sich im Treppenhaus bedienen lassen oder hinter der Theke stehen. Mt Getränken konnte in der Garage geschmaddert werden. Und zwischendurch wurden im Herd unserer Mieterin Pommes gemacht, die auf großen Tabletts im Garten umhergereicht wurden. Alles sehr ungezwungen, aber einfach schön. Vor allem, da wir 5 Jahre lang den Luxus hatten einfach danach nach Hause zu fahren und erst am nächsten Tag zum Aufräumen wieder vorbeikamen.
Als wir dann in 2002 bereits hier wohnten und dann noch ein Carrera-Rennen veranstalteten, war das Ganze dann doch zu stressig für unsere Katzen & uns. Oder wir waren schon etwas zu alt, um nach einer durchzechten Nacht im totalen Chaos zu schlafen ;-)

Geduld & Sammlerglück ;-) Ja, das kann ich bei den Zecken wirklich brauchen. Aber soweit ich weiß, hatte der Gartenbesitzer in der Eifel damit sein Problem zumindest auch etwas eindämmen können ...

Sara Mary von Buelsdorf hat gesagt…

Sehr interessant, dieser ganze Werdegang. Einiges kannte ich ja schon.
Es hat eben doch alles seine Zeit. Durchgefeierte Nächte hören meist irgendwann auf oder werden zu seltenen Ausnahmen. ;-)
Schöne Erinnerungen jedenfalls ...
Mich reizte übrigens der Jasminduft - und ich ging davon aus, die reinweißen Blüten in der Zeitschrift gehörten zu fragant. - aber ich habe den Artikel noch nicht gelesen - alles nur mal kurz überflogen ...
Eben las ich noch irgendwo, man solle diese Sträucher am Hauseingang pflanzen - doch vom Boden her würde es bei uns passen, der ja feucht ist, WENN er feucht ist, denn bei Trockenheit ist er wohl in der Tiefe noch feucht, doch er bildet schnell Risse an der Oberfläche. ;-)
Und am Haus, das wäre eher im/am/beim Vorgarten, der ja noch völlig nackt ist, den wir aber allerdings nicht großartig bepflanzen wollten. ;-) Da ist der Walnußbaum nun schon das höchste der Gefühle ...

Zecken betrachte ich übrigens nicht als Tiere sondern als Parasiten, die dem Menschen gefährlich sind. Und keine Frage - Ungeziefer darf, muß man sogar zu Leibe rücken, sonst fiele nur auf uns zurück.

Den Link habe ich gerade geändert. tss tss ...

Liebe Grüße
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Tja, gestern traf ich zufällig unseren südlichen Nachbarn auf dem Hof und bedankte mich, dass sein Gärtner im Herbst unsere gemeinsame Grenze so schön freigeschnitten und gesäubert hatte, dass wir unseren Sträuchern nun nur noch einen Formschnitt verpassen müssen - aber uns nicht mehr durch die Wildnis kämpfen müssen, die im Laufe eines Jahres dort ganz selbstverständlich nachwächst.
Und dabei wurde uns bewusst, dass wir hier jetzt fast 20 Jahre im Garten aktiv sind, und sein Holzzaun schon vor über 20 Jahren wegen meiner Patentante aufgestellt wurde. Auch der Zaun geht nun logischer Weise - wie auch die Bohlen unseres Steges in die Knie. Der hintere Teil seiner Wand war im letzten Jahr endgültig zusammengebrochen. Selbst die Tischgruppe in der Wiese, die wir ja eigentlich erst 2002 für weitere Gartenparties angeschafft hatten, ist nach dem jahrelangen Außeneinsatz nun nicht mehr zu besitzen - nur Katzen, Vögel & Mäuschen kann sie noch ertragen …
Leben im Wandel. Aber Parties würden wir wahrscheinlich immer noch hier feiern und unseren Garten auch zur offenen Pforte öffnen, wenn wir hier nicht so beengt wohnen würden, sich nicht alle Räumlichkeiten im Renovierungsstau befänden und Allegra auf Besuch mit Verkriechen in die letzte Ecke und hohen Blutzuckerwerten reagieren würde.
Vor einigen Tagen stand ich jedoch etwas seufzend beim Umräumen und Wegsortieren im Keller vor dem Geschirrschank und fragte mich, ob wir die ganzen alten Teeglashalter, das weiße Geschirr mit gewelltem Goldrand und all' die translucenten Thermoskanen für Feiern jemals wieder selbst benutzen würden. Sicherlich nicht in den nächsten 3 oder 4 Jahren, denn solange brauchen wir auf jeden Fall bis Haus & Garten wieder für Gäste funktionieren. Aber es wäre schade, wenn es nur bei den hier geschilderten Erinnerungen bliebe. Denn die Carrearabahn auf dem Hof war immer ein tolles Erlebnis und die Stehparty im Winter im Garten bzw. im kalten Haus zur offenen Pforte hatte auch einen ganz besonderen Flair …

Also, falls Du bei der Heckenkirsche doch noch schwach werden solltest, würde ich Dir auch empfehlen sie zunächst in einen größeren Kübel zu pflanzen und an die Terrasse zu stellen. So findet sich wohl am leichtesten der ideale Platz.
Die bei meiner Mutter bleibt auf jeden Fall noch einige Jahre ein Wanderpokal im Topf, der im Sommer die Grenze begrünt und im Winter ganz dicht ans Haus geholt wird - dort, wo die Hortensienkübel dann eh nicht so doll aussehen.
Die, Lonicera 'Winter Beauty', die ich jetzt gekauft habe, trägt noch ihre Blätter. In unserer Region kann sie also oft wintergrün bleiben. Aber schöner sieht sie wirklich aus, wenn die Blüten an blattlosen Stielen erscheinen …

Da ich wissen wollte, welchen Link Du verbaut hattest, war ich nur irritiert, was Du damit zeigen wolltest ;-) Aber die Bilder von Eveline sind ja tausendmal schöner als meine :-)