Mittwoch, 14. Mai 2014

nix mit Fastfood



Der Meisenvater hat gerade mindestens drei hungrige Mäuler 
zu stopfen. Da ist es praktisch, dass nicht einmal eine Flug-
minute entfernt der Vogelfuttertisch mit Erdnussbruch steht.

Doch das Nußstück in den wartenden Jungvogel zu bekommen, 
frisst deutlich mehr Zeit. Dabei könnte der Meisenvater jetzt 
wirklich von schnellen Fütterstopps profitieren.

Der Jungvogel mag den Nußbruch nicht schlucken, 
obwohl er doch schon im Schlund steckte.

Dann fliegt der Meisenvater eben weiter zum nächsten heftig 
tschiependen Jungtier. Hoffentlich hat er dort mehr Glück.

Schon beginnt die nächste Runde. Es gibt wieder 
Erdnussbruch vom Gartentisch.

Es muss doch in den Kleinen reingehen, wenn meise 
das Stückchen diesmal etwas tiefer reinsteckt.

Die Jungvogel sperrt hungrig den Schnabel auf. 
Muss es denn ausgerechnet Nuss sein?

Es muss, der Meisenvater fliegt hier doch nicht zum Spaß 
herum. Er wird gefressen, was in den Schnabel kommt.

 Warum reißt der Kleine nur dann den Schnabel auf, wenn er 
nach Futter zwitschert? Und kneift den Schnabel zu, wenn er 
endlich schlucken soll?

Der Vater will schon wieder entnervt abdrehen. 
Doch: "Halt, nicht wegfliegen. Huuungeerr!"

Also nächster Versuch. Und rein mit dem Stück in den Schlund.

So und jetzt nicht auf der Zunge balancieren – 
sondern auch runterschlucken.

So landet das Nuß-Stück natürlich daneben. 
Aber der Meisenvater gibt nicht auf.

Das wird jetzt endlich gefressen: Ein Stück für Mama!

Fotos: W. Hein


Kommentare:

Gartenfee hat gesagt…

Herrliche Fotos, Silke! Ich musste gerade so lachen! So klein und schon so wählerisch...Vielleicht war die Nuss einfach zu groß für das Meisenkind und der Papa sollte auf kleine, schluckfähige Insekten umsteigen. ;-) Das 7. Foto ist einfach klasse, dieser ratlose Blick vom Meisenpapa...

Liebe Grüße, Bärbel

Mein Waldgarten hat gesagt…

Zu süß! Selbst auf den Balkon meiner Mutter kommen die Elternvögel mit ihren Jungen und betteln lautstark. :-)
Das Kleine ist bald größer als der Vater :-)
Ich hab' so etwas mal bei einer Amsel gefilmt - da kam die Rosine wieder heraus ;-)
Tja, so beschäftigt man seine Eltern und erlangt Aufmerksamkeit! :-) Nicht anders als bei Menschenkindern auch.

Liebe Grüße auch hier
Sara

PETRA JANSSEN hat gesagt…

So goldig: ♥

Wunderbar eingefangen! Gestern habe ich gesehen, das wir auch bald Meisennachwuchs haben werden ... aber aufgrund von "Objektivmangel" werde ich es nicht einfangen können: *schnief*

Alles Liebe und weiterhin viel Freude mit dem Nachwuchs,
Petra (goldenfairycottage)

WilderGartenVordereifel hat gesagt…

Liebe Silke,
das ist vielleicht niedlich! So oft kommt man ja nicht dazu die kleinen Pieper zu beobachten, wobei ich gestern gesehen habe, dass unsere Häuser alle bewohnt sind! Übrigens die Bienen sind da und gestern auch schon geschwärmt (leider). Das war vielleicht ein Erlebnis, wenn man so im Garten gräbt und von weitem eine laut surrende Wolke auf einen zukommt :-)). Leider sind sie dann im Wald verschwunden und wir haben sie trotz eifriger Suche nicht mehr gefunden! Naja, für meine Nachbarin ein wenig traurig sie hat ja erst einmal nur ein Volk!

Ich wünsche Dir eine stressfreie Woche auch wenn bei Dir derzeit so viel los ist!

Alexandra

Elke Schwarzer hat gesagt…

Hallo Silke,
das sind ja tolle Fotos!
Meine Kohlmeisenbabies picken schon ganz allein nach Blattläusen an meinen Rosen.
Ich glaube, das Weibchen plant bereits eine Zweitbrut, so dass der Vater jetzt die ganze Bande allein am Hacken hat. ;-)
VG
Elke

kreativa hat gesagt…

Ein super Beitrag! Sehr schöne Bilder und ich finde es schön, dass das einfach mal der Vater ist. Aber vielleicht ist es ja doch die Mama gewesen? Bei Kohlmeisen ja nicht zu unterscheiden.
Ich habe die letzten Wochen immer unsere Ringeltauben beobachtet, die mittlerweile schon alleine auf der Wiese nach Futter suchen und sich nur noch durch den fehlenden Halsfleck und den dunklen Schnabel erkennen lassen.

Doro hat gesagt…

So schöne Bilder sind Dir da gelungen ,findet Doro
In unserem Nistkasten waren auch Meisen,doch die sind aus irgend einem Grund im Nest gestorben- Micha hat gestern nachgeschaut,weil schon einige Tage kein Flugverkehr mehr war.... Schade, aber so ist die Natur,da freue ich mich umso mehr an Euren 3Meisenkindern- auch wenn sie ihren Vater so stressen ;)

Elfenrosengarten hat gesagt…

Liebe Silke,
da bin ich auch endlich wieder :-)
Was für tolle Bilder!
Euer Nachwuchs macht ja mächtig Arbeit.
So lecker Essen und schon so wählerisch :-)
Vielen Dank für deine lieben Wünsche und Grüße
hier gehts nun auch endlich wieder alles richtig lang :-)
Ganz viele liebe sonnige Grüße
sendet dir Urte :-)

Sisah vom Fließtal hat gesagt…

Das hast du ganz wunderbar beobachet und dann sogar noch dokumentiert. In meinem Garten gibt es auch reichlich fütternde Eltern, aber die lassen mich leider nur zuschauen, wenn ich meine Kamera holen will, sind sie weg.
Dein Beitrag macht mich nachdenklich. In diesem Jahr habe ich mich durchgerungen der Winterfütterung auch eine Sommerfütterung nachfolgen zu lassen...eigentlich nur, weil vom Riesensack an Sonnenblumenkernen noch so viel übrig war.
Lehrmeinung war für mich bisher, dass die Jungvögel mit tierischen Eiweiß gefüttert werden, also Larven und Co. und die Altvögel zu faul werden, wenn sie ständig ein Fettsamenangebot haben.
Diese deine Beobachtung bestätigt mich in der Annahme, dass da was dran ist. Schließlich sind Erdnüsse nicht unbedingt artgerecht.
Oder bin ich jetzt zu pingelig?
Vorteil der Sommerfütterung ist jedenfalls reger Flugverkehr im Garten, Spechte, Kleiber und massenhaft Spechte holen sich die Sonnenblumenkerne.
LG
Sisah

Barbara hat gesagt…

So gelungen, einfach toll diese "Bilderstory" des fütternden Meisenvaters! Da bist du wohl recht lange auf der Lauer gewesen ;-) !
Deine Frage betreffend "Sieben-Söhne-des-Himmels": ich habe diesen Busch schon ein paar Jahre und muss ihn regelmässig im Zaun halten, damit er mir nicht "davon wächst". Im Spätsommer liebe ich auch seinen Blütenduft...ganz zu schweigen von den hübschen kleinen weissen Blüten. Als ich ihn gekauft hatte, war er gute 1 m hoch und jetzt hat er sicher drei Meter. Die Blattform kommt jetzt -wo er eine üppig Form hat - endlich gut zur Geltung. Du wirst nicht nur am schönen Namen der Pflanze deine Freude haben, da bin ich mir sicher :-)!
Herzliche Grüsse
Barbara

stilnote hat gesagt…

Wie süß ist das denn?! ♥
Nö, Papa. Ich mag nur Raupe. ;-)

Octapolis hat gesagt…

das sind drollige bilder! ;o)

Renate Waas hat gesagt…

Tolle Fotos und eine sehr schöne Geschichte!
Viele Grüße von Renate

Octapolis hat gesagt…

schöne bilder, zu drollig! ;o)

Mein Waldgarten hat gesagt…

Schade, liebe Silke, nun hast Du viel nachzuposten - oder die Lust verloren?
Alles nicht so einfach ... aber Ihr werdet auch viel zu tun gehabt haben oder immer noch mit der Auflösung eines Haushalts ... mir graust es vor so etwas ...

Liebe Grüße, alles Liebe und Gute!
Sara

Margit hat gesagt…

Liebe Silke,
jetzt habe die letzten Beiträge nachgelesen und mitbekommen, dass ihr auch einen schweren Schlag vom Schicksal abbekommen habt. Vielleicht auch deshalb euer langes Schweigen hier im Blog! Ich könnte es gut verstehen.
Ich bin erst vor einigen Tagen wieder in der Bloggerwelt aufgetaucht und habe gleich mal bei dir vorbeigeschaut und die sensationellen Fotos eurer gefiederten Mitbewohner bestaunt. Super Aufnahmen! Da seid ihr sicher lange auf der Lauer gelegen.
Herzliche Grüße & hoffentlich baldiges Wiederlesen,
Margit

PS: Mein Blog hat eine neue Adresse, bei Gelegenheit bitte in der Linkliste aktualisieren: www.wachsenundwerden.at - danke!