Dienstag, 13. Mai 2014

Schneemarbel im Regen



Als am frühen Morgen einen kurzen Moment lang der Regen aufhörte, 
nahm ich die Kamera und ging in den Garten. Mein erster Blick fiel 
auf den Schneemarbel im Steinfeld, der nun zum ersten Mal auch bei 
uns erschien. Diese regenschwere und doch so ruhige Stimmung der 
Grasblüte zwischen den Farnwedeln passte zu diesem bedrückten und 
so ganz anderen Morgen. Denn heute früh gegen 4:30 Uhr erhielten 
wir den Anruf, dass Wolfgangs Mutter loslassen konnte …

Schade, dass sie diesen so überschwänglichen Frühling nicht in 
ihrem geliebten Zuhause erleben durfte, sondern sich in den 
letzten 6 Wochen nur an Blumensträußen mit Rosen, drei weißen 
Milchsternkerzen, Schneeballblüten, Orchideen etc. im Kranken-
zimmer erfreuen konnte. Und ihr über und über mit Knospen 
besetzter weißer Rosenbogen hätte ihr in diesem Frühsommer 
sicherlich noch viel Freude bereitet.

Foto: S.Schneider


Kommentare:

Cora hat gesagt…

Liebe Silke,

mein herzliches Beileid zu diesem Verlust. Wenn man Deine Zeilen so liest, dann spürt man, dass Dir Deine Schwiegermutter ein wichtiger und lieber Mensch gewesen ist. Ich wünsche Dir deshalb viel Kraft in dieser schweren Zeit. In Deinem Garten wird die Erinnerung an sie durch ihr Geschenk irgendwie immer lebendig sein.

LG Cora

SchneiderHein hat gesagt…

@ Cora
Ich gebe ehrlich zu, dass die schwere Zeit nun fast beendet ist. Denn schon vor 6 Wochen räumten die Ärtze Wolfgangs Mutter nur noch eine 50%-Chance ein, sich von der OP zu erholen. Zwischenzeitlich war sie auf dem Wege der Besserung, doch nun ging plötzlich alles ganz schnell. Einen Tag später hätte uns sicherlich nicht mehr der Sinn danach gestanden diesen kleinen Feldzug im Gartencenter zu starten. Aber es war gut so, denn auch sie war eine Meisterin in solchen Feldzügen ...

Mein Waldgarten hat gesagt…

Schneemarbel kenne ich gar nicht.
Ohje, ich lese gerade ... was ist passiert? Dann auch mein herzliches Beileid!

Alles Liebe, viel Kraft für Deinen Mann und Dich
Sara