Montag, 23. März 2015

Eine weiße Mutter & ihre Kinder



Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wann diese weiße 
Helleborus orientalis bei uns einzog. Aber sicherlich weit 
vor unserer digitalen Fotozeit. Daher ist es fraglich, wann 
bzw. ob sie in den dicken Gartenfotoalben auftaucht. Doch 
sie müsste die älteste weiße Lenzrose in unserem Garten sein. 
Und sie ist die vermehrungsfreudigste Helleborus. Allerdings 
hält sie sich beim Verteilen ihrer Kinder nicht an die engen 
Grenzen des kleinen Lenzrosenbeetes. Und so mussten schon 
im letzten Jahr einige Sämlinge von ihr aus dem gemulchten 
Weg umziehen. In diesem Jahr habe ich es mir nun mal ganz 
einfach gemacht, da ich nicht weiß ob die Kinder vom Weg 
weiß, rosa oder dunkelrot werden. Also kam vor einiger Zeit 
der Spaten zum Einsatz und beförderte 5 ca. 15cm breite 
Wegstücke mit Sämlingen einfach unter den Apfelbaum. 
in der Beinwellfläche gefüllt. Und zumindest im Moment 
scheint sich der Kindergarten dort wohl zu fühlen 

Doch bis daraus irgendwann einmal blühende Pflanzen 
entstehen, muss ich wohl noch viele Jahre warten.

Foto: S.Schneider


Kommentare:

Barbara hat gesagt…

Ich bin gerade deinen Helleborusweg gegangen und habe deine vielen schönen Blüten gesehen. Herrlich! Mit Ausnahme der gefüllten Sorten, vermehren sich meine recht fleissig. Ich könnte nicht sagen, dass es bei mir eine spezielle Sorte gibt, die in dieser Beziehung "fleissiger" sind. Dieses Jahr hatte ich fast überall braune, dürre Blätter, die Stängel zeigten aber keine Flecken. Bin gespannt wie es nun weiter geht oder ob es doch die gefürchtete Helleborus-Krankheit ist.
Liebe Grüsse, Barbara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Barbara
Gegen Deine traumhafte Hellebori-Mauer ist mein Weg ja noch ein Witz! Oder ist er den Umgestaltungsmaßnahmen zum Opfer gefallen? Ich muss gestehen, so genau kann ich mich daran nicht erinnern. Es wird Zeit, dass Du mal Blühfotos vom veränderten Garten zeigst! Jedenfalls brachten mich Deine Mauerbilder auf die Idee die Helleborus-Fläche auszudehnen und an einem Lenzrosenwege zu arbeiten. Allerdings, da ich weniger Rosa-Varianten im Garten haben möchte, werde ich wohl noch einige der grünen Wildarten dort ansiedeln - so sie mit dem angebotenen Platz klarkommen …

Je mehr ich mich für die Helleborus orientalis-Hybrieden und die Wildarten interessiere, um so mehr scheint es oftmals ein Standort-Problem zu sein. Der Platz sollte wohl möglichst luftig sein, humos und gut drainiert. In der Sonne muss die Wasserversorgung stimmen und ein längerer Hitzestau gefällt ihnen wohl auch nicht. Außerdem weiß ich seit Samstag durch ein Helleborus-Buch, dass der Dickmaulrüssler mein 'gemeiner Lenzrosenlocher' ist. Monokulturen bringen eben auch immer neue Probleme mit sich. Aber gerade im Schattengarten finde ich die Lenzrosen besonders attraktiv. Und es lohnt sich, dass ich mich mehr mit ihnen beschäftige ...