Sonntag, 8. März 2015

Kaum Bienenbesuch ...



Was für ein nahezu windstiller herrlich sonnig-warmer Frühlingstag! 
Schneckenangriffe noch immer erwartungsvoll bereit. Aber bisher 
haben sich hierher höchstens ein paar Fliegen und andere winzige 
Insekten verirrt. Hat die Biene, die ich heute früh an der Brombeer-
hecke sah, eine andere Nahrungsquelle in einem sonnigeren Garten 
gefunden? Denn auch die Krokuswiese erhielt heute Mittag nur 
ganz selten Bienenbesuch. Ist es noch zu früh, oder sind in unserer 
Region wirklich schon viele Völker vom Bienensterben betroffen
Allerdings habe ich heute auch nur ganz kurz eine Hummel gehört, 
aber noch nicht gesehen. Ein einsamer Zitronenfalter flog durch 
die Luft. Und selbst die Fliegen tauchten nur sehr vereinzelt auf. 
Einen Marienkäfer habe ich auch noch nicht gesehen. Und im 
Gegensatz zu früher erschien mir der Garten heute erstaunlich 
still. Nur zwitschernden Vögel, und die spielenden Enkelkinder 
im Nachbargarten durchbrachen zum Glück diese doch sehr 
merkwürdige Frühlingstille.

Wir haben den heutigen Tag einfach mal in der Sonne 
vor der Teichmauer genossen. 

Denn der Teich ist seit dem letzten Wochenende geschnitten, 
glöckchen & Scilla hatten zuvor noch reichlich Hornspäne 
erhalten, bevor die Fläche mit dem altem, noch in der Garage 
gelagertem Mulchmaterial versäubert wurde. Nun hoffe ich, 
dass das Schneeglöckchenfeld hier im nächsten Jahr wieder 
mehr Blüten zeigt. Denn, wenn sich dort auch noch Schnecken 
beköstigen, dann bleiben leider nicht mehr viele weiße 
Frühlingsglöckchen übrig.

Der stinkende Nieswurz - Helleborus foetidus hat sich in den 
letzten Tagen recht gut erholt, und seine Kinder - mitten 
im Wegbrauchen nun bald einen neuen Platz. Vielleicht 
schon morgen? Schließlich sagt der Wetterbericht für die 
Mittagszeit schon wieder leichten Regen voraus. Also 
eigentlich ideales Umpflanz-Wetter! 

Wie gut, dass ich dann doch noch schnell die Rosen am 
Teich etwas entspitzt habe. Denn der Rambler Polstjärnan 
hatte viel zu lange Ranken. White Flight trug noch reichlich 
totes Holz aus den letzten harten Wintern und trieb schon 
wieder munter aus. Und die Kleinstrauchrose Brautzauber 
vor der Baumpäonie ist inzwischen so schwach, dass sie 
hoffentlich durch diesen frühen Rückschnitt, eine baldige 
Düngergabe und eine bessere Wasserversorgung doch noch 
Die Moschata-Hybriden Omi Oswald, Penelope Hobhouse 
und Maid Marion waren schon fast so grün wie Hedi Grimm 
am Stegpodest. Die hatte ich bereits am Donnerstag stark
zurückgeschnitten. Und Climbing Schneewittchen steht so  
geschützt vor dem Hochwald, dass ich auch bei ihr nicht bis 
zur Forsythienblüte warten wollte. Sie trieb nämlich vorzugs-
weise an den langen dünnen Enden aus. Nur eine so extreme 
Hängerose möchte ich dann doch nicht am Teich haben.
Der Dünenrose neben dem Steg hatte ich schon am letzten 
Wochenende ihre zahlreichen Ausläufer im Umkreis von 3m 
gekappt. Alle Grabungsversuche führen jedoch nur zu einem 
chaotischen Gartenanblick, und würden sie trotzdem kaum 
am Wuchern hindern. Wir hätten lieber damals vor 18 Jahren 
eine Wurzelsperre bei der Pflanzung eingebaut! Heute nahm 
ich dann nur noch ein paar Zweige heraus, die zu sehr die 
Passage zur Teichmauer behinderten. Die zierliche Diamant
unter der Dünenrose, hatte ich bereits während der Teich-
arbeiten leicht zurückgeschnitten. Sie sah auch schon mal 
kraftvoller aus. Aber wahrscheinlich nimmt sie mir den halb-
schattigen Standort zu übel. Und im letzten Jahr hatte ich 
vorsichtshalber alle Rosen gar nicht gedüngt. Denn ich 
befürchtete einen heißen Sommer, so dass ich den Garten
 dann ständig hätte bewässern müssen. Doch das möchte ich 
wegen der Zecken & Schnecken, die einen schattig-feuchten 
Garten genießen, zukünftig möglichst vermeiden. Und 
außerdem war zum Zeitpunkt der Forsythienblüte im letzten 
Jahr noch vollkommen unklar wann und wie sich meine 
Schwiegermutter von der unvorhergesehenen Operation 
Ende März erholen würde ...

Was wohl in diesem Jahr alles dazwischen kommt?

Fotos: S.Schneider


Kommentare:

Elke Schwarzer hat gesagt…

Hallo Silke,
hier waren die Bienen heute schon an den Krokussen, auch eine Hummel. Ab mittags ist es denen spätestens warm genug, vorher ist's mau mit Insekten.
Ich will noch viel mehr Elfenkrokusse!
VG
Elke

SchneiderHein hat gesagt…

@ Elke
Bis gestern Nachmittag war es wirklich mau. Heute gab es zumindest mal einen kleinen Schwarm, der sich als 5er Gruppe an diesen Scilla tummelte. Vorher naschten einige an den Lenzrosen. Also am mangelnden Angebot kann es bei uns eigentlich nicht liegen. Inzwischen habe ich sogar einen Strauß blühender Bänderweide im Garten. Aber vielleicht war letztes jahr alles doch etwas früher dran. Denn heute habe ich die Steinsame geschnitten. Normalerweise tummeln sich da reichlich Marienkäfer im Muchmaterial. Heute waren es gerade mal so 6 bis 7 auf über 5qm. Doch dafür begegneten mir heute gegen 11 Uhr in der prallen Sonne 5 Baby-Nacktschnecken mitten auf den Betonplatten. Die waren auf dem Weg aus der Wiese zu den Töpfen vorm Haus oder umgekehrt ...