Freitag, 15. Mai 2015

Auch Amseln haben Fettbedarf ...



In den letzten Tagen sahen wir neben Blau- & Kohlmeisen, 
dem Elsterpaar und einer Rabenkrähe auch häufiger ein Amsel-
weibchen auf dem Futterhaus am Meisenknödel. 

Während sich die 2 Amseldamen noch vor einigen Wochen 
vom Efeu und Haferflocken aus dem Futterschälchen stärkten, 
scheint ihr Fettbedarf jetzt wesentlich höher zu sein. Denn 
ein zweites Amselweibchen versucht ebenfalls an den Meisen-
knödel zu gelangen. Doch sie fliegt dafür nicht auf das Dach 
des Hauses sondern versucht sich von unten als 'Hupfdohle'.

Foto: W.Hein


Nachtrag Dienstag, 19. Mai 2015: 
Während die hier gezeigte Amseldame seit gestern im Taxus 
neben dem Steg baut und nun kaum noch Zeit zum Fressen hat, 
beschäftigt sich die 'Hupfdohle' heute früh gegen 7 Uhr wieder 
damit von unten den Knödel zu erreichen 


Kommentare:

Sara Mary von Buelsdorf hat gesagt…

Von mir bekommen die Amseln nur noch Äpfel. Nachdem ich nun ein Mauseloch direkt am Haus festgestellt habe .... überlege ich ohnehin, ob ich überhaupt noch an der Terrasse füttern sollte.
Die Amseln haben sich ja auch durch menschliche Eingriffe so vermehrt. Wenn sie auch niedlich sind (hatte neulich eine junge in der Hand, die ich befreien mußte) ... aber sie müssen bei uns allein zurechtkommen, so ist eben die Natur ... es kreisen auch immer Eltern und Milane hier in der Gegend, ab und an hört man die Vögel draußen heftig schreien ...
Aber Mäuse sind das letzte, so possierlich sie aussehen, was wir direkt am oder gar im Haus wollen.
Hoffentlich hat der Harte Wasserstrahl genützt, den ich lange in das Loch laufen ließ ...

Liebe Grüße
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Soweit mir bekannt ist, litten die Drosseln unter einem Virus, der die Population vor einiger Zeit dezimiert hatte. Aber wir haben hier 2 oder gar 3 Brutpaare, die häufiger am Tisch vorbeischauen.

Zu den Mäusen habe ich beim Eichhörnchen in dem Post darüber bei @ Carola noch etwas geschrieben. Von daher gehören Mäuse bei uns eben auch zum Garten. Nur sollten sie nicht zur Plage werden ...

Elke Heinze hat gesagt…

Bin nach wie vor der Meinung, das Winterfütterung okay ist, aber jetzt noch Meisenknödel etc. aufzuhängen ist einfach unsinnig. Wie sollen denn die Jungvögel lernen sich selbst zu ernähren, wenn die Alten am Tropf hängen?
Lieben Gruß
Elke

SchneiderHein hat gesagt…

@ Elke
Da ich ziemlich oft den Gartentisch im Blick habe, kann ich Dir nicht zustimmen, dass die erwachsenen Tiere 'am Tropf' hängen. Es sind lediglich ergänzende Snacks, mit denen sie ihren erhöhten Futterbedarf zur Paarungs- und Brutzeit decken. Denn es ist schon erstaunlich, dass die Vögel bei uns in den Monaten März bis Mai wesentlich mehr Futter verbrauchen als im Winter, wo sie fast nur 'dumm rumsitzen' und daher weniger Energie verbrauchen. Außerdem bietet der Garten im Winter noch mehr Nahrung in Form von Beeren und oftmals auch Getier. Aber ab Februar/März sind Beeren & Co geerntet, Fallobst ist abverbraucht und ich habe bis Ende April erstaunlich wenig Insekten bei uns gesehen. Und für Würmer war es in letzter Zeit zu trocken. daher holen die Vögel jetzt auch wieder Köcherfliegenlarven & Posthornschnecken aus dem Teich. Und wenn das so mit dem Wetter weiter geht, ziehen die Dosseln ihre Jungen wieder mit Teichmolchen auf.

Allerdings habe ich jetzt bei uns das Futterhaus weggestellt und die Futtersäule nicht mehr aufgefüllt, da sich seit einigen Tagen 3 Kohlmeisenkinder hinten im Garten aufhalten. Und zeitgleich hat Nachbarskater Cäsar die bauende Drossel im Taxus entdeckt. Aber das Nest wird eh' wieder von den Elstern geplündert ...