Samstag, 20. Juni 2015

Es war Liebe auf den ersten Blick ...




Aber dann stellte uns der Rambler Polstjärnaneine 
Beggeriana-Hybride von Wasat-Järna 1937 aus Finnland, 
auf eine sehr harte Probe. Denn richtige Wuchsfreude 
konnten wir bei diesem Rambler von Schultheis, den 
wir spontan als große Containerrose in den Historischen 
Rosengärten Hannover gekauft hatten, zunächst nicht 
feststellen. Und wenn zog es sie eher hinter dem Teich 
in die niedrige Waagerechte. Unsere Vorstellung, dass 
sie die immergrüne Wand vom Hochwald hinter dem 
Teich mit weißen Blütensternchen verzieren könnte, 
war genauso illusorisch wie die Hoffnung, dass sie die 
Magnolie im Sommer nochmals zum Blühen bringen 
würde. Stattdessen bildeten ihre Triebe ein Rank-
gerüst für Clematis viticella 'Alba Luxurians' - und 
beide waren dann meist mehr mit Wachsen und sehr 
wenig mit Blühen beschäftigt. Irgendwann entstanden 
dann doch längere Ranken und mehr Triebe kamen 
zum Vorschein, aber es waren verhältnismäßig wenig 
Blüten. Und genau wie die Clematis hatte Polstjärnan 
immer seinen eigenen Kopf: Dort wo ich die Triebe 
haben wollte, gingen die Ranken einfach ein, und dort, 
wo er wuchs, wurden ständig andere Pflanzen behindert. 
In diesem Jahr war ich so genervt, dass ich alle Triebe 
nach der Blüte radikal zurückschneiden wollte. Aber 
dann begann plötzlich die Blüte - schöner als je zuvor …


Zwar gibt es noch immer kleine Büschel ...

mit Solitärstellung, aber es geht auch anders.

Teilweise sitzen die Blüten so dicht beieinander, ...

dass es gut ist, wenn nicht gleichzeitig alle Knospen erblühen.

Und vor dem dunklen Hintergrund …


 kommen die Sternchen besonders schön zur Geltung.



Fotos: W.Hein


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