Sonntag, 21. Juni 2015

Sie hat es geschafft!



Sally Holmes - eine öfterblühende Strauchrose vom 
englischen Amateur-Züchter Holmes aus dem Jahr 1976.

Mir begegnete diese Rose zufällig um 30% reduziert im August 2004 
in einem Blumenmarkt. Und da die blühende Containerrose dort 
vollsonnig mitten in der Verkaufsfläche stand, waren ihre mittel-
großen Blüten nahezu weiß. Doch wie sich erst später herausstellte, 
beginnt sie mit apricotfarbenen Knospen, die sich dann je nach 
Witterung über rosa zu creme-gelben Blüten verwandeln und 

Damals war unser Garten an dieser Stelle zwischen Scheinakazie 
und Flieder am Weg zur Brombeerhecke noch wesentlich sonniger
So entwickelte sich Sally Holmes recht schnell zu einer ca. 1,5m 
hohen Rose mit ausladenden Trieben. Und ihre ursprünglich kleinen, 

Aber das war einmal. Denn auch ihr hatten die schwierigen Winter 
ziemlich geschadet, so dass sie ganz klein wurde. Danach hatte sie 
reichlich Mühe sich wieder aus der Sternmiere-Fläche empor zu 
arbeiten. Und oftmals drohte sie wegen Lichtmangel oder auch 
wegen Vernachlässigung einzugehen.

Doch auch sie ist eine Kämpfernatur. Denn nur wenige Wassergaben 
reichten in den letzten Wochen aus, um sie im Schatten trotzdem 
zur Blüte zu bringen. Es wird also Zeit spätestens nach der Blüte der 

Fotos: W.Hein


Kommentare:

Sara Mary © Mein Waldgarten (© Herz und Leben) hat gesagt…

Da kann man mal sehen - ja was so eine richtige Rose ist ...
Ich finde diese Rose auch ganz zauberhaft! Auch oder obwohl sie mit den aprikotfarbenen Knospen beginnt. Ich habe eine, aus einem Steckling gezogene, die zunächst ganz zartrosa beginnt und später weiß wird. Auch eine Überraschungsrose, da man ihr das Weiß zunächst nicht ansieht.

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Inzwischen finde ich den Variantenreichtum weißer Rosen sehr spannend. Früher war das Farbkonzept halt' sehr eng - auch eine Form der Beschränkung ;-) was für die Anfangsjahre allerdings nicht schlecht war.
Es waren im Nachhinein zu viele Baumarkt-Fehlkäufe dabei, die bei uns auf Dauer eigentlich keine Chance hatten. Aber die veränderte Fürsorge unseres Gartens hatte natürlich auch so manchen Verlust mit sich gebracht …

Faszinierend, wie viele Stecklinge bei Dir bewurzeln. Bisher klappte es nur bei der Multiflora-Hybride bei meiner Mutter, die wir als Deko-Winterzweige mit Hagebutten in Töpfe steckten. Alle Versuche im Rosenkasten sind gescheitert. Nur in Töpfe gefallene Hagebutten in Töpfen erscheinen plötzlich, Pflasterfugen sind für Rosen anscheinend auch spannend und ein Zufalls-Sämling - wahrscheinlich von Helenae, will jetzt den Efeu-Apfelbaum erklimmen.

Sara Mary von Buelsdorf hat gesagt…

Das stelle ich mir - einerseits - auch sehr schön vor, doch ich bin ein Mensch, der auf Farbe nur schwer verzichten kann, gerade im Garten. Deshalb versuche ich weiße Bereiche zu haben oder immer wieder weiße "Farb"tupfer.

Ja, das mit dem Stecklingen bzw. Risslingen ist eine Kunst für sich. Meine Mutter hat das schon gemacht und ich dachte zunächst nicht, daß es mir je gelingen wird. Dabei ist da gar nicht so schwer, wenn man ein paar Dinge beachtet. Zweige mit Hagebutten werden sicherlich nicht wurzeln. Man muß alles Überflüssige abschneiden. Bei den Multiflora-Rosen kann es klappen, so wie bei Dir, die sind ja extrem wüchsig. Doch andere Rosen sind da viel heikler.
Die Triebe dürfen noch nicht verholzt sein, aber auch nicht zu weich. Man entwickelt mit der Zeit ein Gespür dafür. Und im Wasser bewurzeln sie schlechter, wie ich festgestellt habe. In der Erde geht das viel besser.
Mit Hagebutten wollte ich es auch mal versuchen. Hoffentlich schaffe ich das auch noch in diesem Jahr, denn die Zeit ist so schon knapp, dann komme ich darüber hinweg, weil zu viel anderes im Vordergrund steht ... aber ich bleibe am Ball ... mal schauen ...
Doch mit den Stecklingen erzeuge ich ja den identischen Klon. Also genau das, was ich wollte. Die Rose Dirigitent habe ich auf diese Weise jetzt wieder verdreifacht, nachdem mir nur noch 1 Exemplar verblieben war. Und die sog. Waldgartenrose geht immer an, mit der könnt eich eine Massenproduktion starten. ;-) Nur leider blüht sie nicht weiß, sonst hätte ich sie Dir gern angeboten.

Liebe Grüße und noch einen schönen Sonntag
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Bedingt dadurch, dass ich auch geerbte Fehlfarben, zum Teil eingesamte Natur zulasse, Blau auch nicht gleich Blau ist und auch Weiß reichlich Varianten hat, ist es meist gar nicht so monochrom.
Außerdem hat meine Mutter in ihrem Garten mehr Farbvielfalt: Ein rotes Rosenbeet, eine rosa 'Heideecke', ein Teichbeet in gelb-weiß und ein Beet in Orange mit etwas Blau-Violett. Außerdem tobt sich unser Vorgarten in reichlich Rosa aus.

Bei den Multifloras hat das erstaunlich gut mit den Deko-Herbst-Stecklingen geklappt. Aber da sie bei uns sehr unter den trocken Sommern leiden, kann ich von ihnen eh' keine mehr gebrauchen. Und Veilchenblau soll lieber seine Ranken am Rosenbogen bei meiner Mutter behalten. Auf dem Südhof würde mir ein Steckling von ihr eh' eingehen.

Ansonsten muss ich mich nun sowieso erst mal um die neuen Rosen kümmern. Einige werde ich zum Herbst hoffentlich in die Erde bekommen, aber einige bleiben über Winter bis zum nächsten Herbst auf jeden Fall noch im Topf. Das wird zum Herbst spannend all' die Kübel, so manche Staude und die Schneeglöckchentöpfe winterfest zu verpacken ;-(

Lediglich bei Hedi Grimm schneide ich ab und an mal ein paar Hölzer, da meine Mutter ganz begeistert von ihr ist, seitdem ich ihr mal einen blühenden Zweig mitgebracht habe. Aber sie unterschätzt wahrscheinlich ihren wehhaften Wuchs. In der Wasservase waren alle Versuche mißglückt. Im Moment versuche ich es in der von der bauwütigen Drossel zerlegten Katzengrasschale am Haus. Die Erde ist meist ziemlich feucht. Mal schauen, ob da ein oder zwei Hölzer bewurzeln …

Ansonsten werfe ich heruntergefallene Hagebutten einfach irgendwo ins Beet oder an den 'Gehölzrand' am Haussockel. Wenn sie sich dort selbst entwickeln haben sie die besten Überlebenschancen.