Samstag, 20. Juni 2015

Und weil sie so schön ist ...



… bekommt die Damaszener-Rose Mme Hardy nach 2 Tagen 
gleich noch einen weiteren Post. Denn wie ich beim Sortieren 
meines Rosen-Karteikastens feststellte, wurde mein Interesse 
an weißen Rosen doch schon im Frühjahr 2003 geweckt. Also 
im ersten Jahr nach der Schneckenplage im August 2002, als 
mir klar wurde, dass wir an vielen Sommerstauden wie Lupinen, 
Fingerhut, Wegwarte etc. wohl nicht mehr viel Freude haben 
würden. So wurde im April 2003 beim Besuch der Historischen 
Rosengärten in Hannover das Weihnachtsgeld 2001 von meiner 
Großmutter in 4 recht zurückhaltende Containerrosen umgesetzt. 
Neben Mme Hardy, waren es Little White Pet, Austins Winchester 
Cathedral und Glamis Castle, die ich laut Verkaufs-Empfehlung 
noch bis Juni im Topf lassen sollte, da sie noch nicht durch-
gewurzelt waren. Denn wie ich später erfuhr, bestellen die 
Historischen Rosengärten ihre wurzelnackte Ware im Herbst 
z.B. beim Rosenhof Schultheis, um sie im Frühsommer als 
üppig-blühende Containerrosen anzubieten. Doch üppig war 
an den 4 Töpfen noch gar nichts. Im Gegenteil, ich hatte im 
Anfang sogar Mühe sie am Leben zu erhalten. Aber Mme Hardy 
und die 3 anderen weißen Schönheiten kämpften sich 
trotzdem irgendwie durch.

Und in den letzten Jahren muss Mme Hardy auf der schattigen 
Metallteich bisweilen ein undurchdringliches Dickicht ist. Daher 
werden heute nun schnell noch ein paar ihrer letzten Blüten 
festgehalten, bevor sie wieder in der grünen Wildnis untertaucht.






Fotos: W.Hein


Kommentare:

LiSa hat gesagt…

Guten Morgen Silke!
Mme.Hardy hatte ich schon öfter im Visier aber die Angaben über ihre Blattgesundheit und die Regen empfindlichen Blüten haben mich immer wieder vom Kauf abgehalten. Ich finde sie einfach traumhaft schön mit dem grünen Knöpfchen in der Mitte.
Glg und ein schönes WE
Sabine

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sabine
Wenn ihr zur Rosenblüte wieder mal so ein Regenwetter habt, wie in diesem Jahr, dann solltest du wirklich überlegen, ob Du Madame notfalls einen Regenschirm aufstellst - falls Du doch noch schwach wirst … ;-)

Die Blätter sind häufiger mal nach der Blüte unansehnlich, das habe ich auch schon festgestellt. daher ist ihr Platz bei uns dann doch fast optimal: Berberitze & Hartriegel verhüllen und stützen sie, und im Idealfall halten Hasel sowie Rosa brunonii und der Taxus im Westen den Regen etwas ab. Ich bin mir außerdem sicher, wenn ich sie so wie früher rechtzeitig geschnitten, gedüngt und gewässert hätte, wäre ihre Blüte auch wieder üppiger ausgefallen. Und bei der Blattrollwespe ist das Entfernen der Blätter nun mal sinnvoll. Doch das habe ich in dem Bereich schon länger nicht mehr konsequent gemacht. Aber pflegebedürftiger als andere historische Rosen finde ich sie eigentlich nicht. Botzaris erscheint mir schwieriger, obwohl der 2. Versuch nun recht sonnig steht ...