Sonntag, 21. Juni 2015

ziemlich getürkt ...



kletternde Teerose vom französischen Züchter Robert aus 
dem Jahr 1850. Unser Exemplar, in das ich mich im Juni 2005
in den Historischen Rosengärten als perfekte Containerrose 
sofort verliebt hatte, stammt von Austin. Und im Vergleich zu 
Bibliothek dort 2008 fotografiert hatte, zeigt sich mal wieder 
wie unterschiedlich Rosen ausfallen können. Oder aber, dass 
selbst in meinem Rosen-Lieblingsbuch der Royal Horticultural 
Society eine 'Sombreuil' abgebildet wird, die wohl eher der 
Colonial White bzw. einer Climbing Sombreuil im Europa-
Rosarium Sangerhausen entspricht 

Für unsere Sombreuil hatte ich damals leider keinen guten 
Standort ausgewählt. Sie ist oftmals zu sehr durch die Hasel auf 
der Südseite verschattet. Und nachdem der Winter 2009/2010 
ihr schon geschadet hatte, hatte der Winter 2012 ihr noch mehr 
zugesetzt. Sie musste sich im Mai dann fast bodenbündig aus 
dem Versteck am Reisigbündel wieder nach oben kämpfen. So 
eine bezaubernde makellose Blüte, wie im Juni 2009 haben 
wir schon lange nicht mehr an ihr gesehen.

Daher habe ich Wolfgang heute auch nochmals in den Garten 
geschickt, um Sombreuil zu fotografieren. Denn auch bei ihr 
macht sich der Wassermangel der letzten Wochen noch immer 
bemerkbar. Außerdem verkleben ihre Blüten recht schnell bei 
Regenwetter, und Knospen öffnen sich bei feuchter Witterung 
auch mal gar nicht. Und da nur wenige brauchbare Fotos an 
diesem grauen, leicht verregneten Tag entstanden sind, musste 
ich diese Blüte aufhellen, abdunkeln und etwas verfärben, um 
ihren Charme etwas besser zur Geltung zu bringen. Und auch 
Wolfgang hat ziemlich getürkt. Denn Sombreuil lag durch den 
leichten Landregen Regen ganz flach auf der Kiefer, die Blüten 
verschwanden zwischen den Zweigen, und zu viele der gerollten 
Blätter sollten auch nicht mit aufs Bild 








Fotos: W.Hein


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