Montag, 10. August 2015

Weiße Wolke versucht es mal wieder ...



Hätte ich früher gewusst, dass Weiße Wolke aus dem Jahr 1993 
von Kordes & Söhne eine so schwierige Strauchrose ist, hätte ich 
sie mir vielleicht nicht im Herbst 2003 beim Besuch im damaligen 
Blumenhof Kirchhorst von meiner Mutter schenken lassen … 

Allerdings gehört sie auch zu den Rosen, die berechtigterweise 
mit ihrem Standort hadern. Zwar profitierte sie seitdem oftmals 
von der intensiven Bewässerung des White Rambler im Hochwald
Aber für sie war es zwischen dem panaschierten Ilex und dem 
dahinter befindlichen Taxus unter dem Blätterdach der Hasel 
einfach jahrelang zu dunkel. Erst als ich einige Äste der Hasel 
entfernte, bekam sie mehr Licht und entwickelte sich immer 
mehr zu einer kleinen Kletterrose, deren Zweige ich häufiger 
nahezu waagerecht in den Ilex eingeflochten habe. Und immer 
wieder ziehen sich ihre neuen Triebe nun gen Osten zum Licht. 

Sicherlich hätte sie an einem freieren und sonnigeren Standort 
weniger weiche Triebe und würde wohl bei der angegeben Höhe 
von 1,2m auch mehr Standfestigkeit besitzen. Aber wenn sie 
bei uns ausnahmsweise mal zur Blüte kommt, hängen ihre bis zu 
12cm großen schalenförmigen Blüten wohl wegen der Größe oft 
nach unten. Und bei Regen verkleben sie recht schnell. Daher 
ist ihr Standort unter dem Haseldach vielleicht doch nicht so 
schlecht gewählt. Und ihr Laub sieht in diesem Jahr auch 
ohne Düngergabe erstaunlich gut aus. 

Der erste Flor bestand in diesem Jahr sogar aus einigen Blüten, 
die jedoch in der Hitze viel zu schnell dahinschmolzen. Und 
nun brachte sie wieder einen Blütenbüschel hervor, von dem 
eine herrliche Blüte leider schon wieder Vergangenheit ist. 
Doch vielleicht kommen nun noch diese 3 Knospen zur Blüte.

Foto: S.Schneider


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