Dienstag, 23. Juni 2015

Die kleine Walderdbeer-Plantage



Nach den letzten feuchten Tagen erscheinen nun immer mehr 
ganz kleine rote Früchte an den wanderfreudigen Walderdbeeren 

Und während im halbschattigen Weg zwischen den 3 Betonplatten 
gelitten haben, sehen diese mittags vollsonnig stehenden Pflanzen 
schon erstaunlich gut aus. Aber ob der erfrischende Landregen der 
letzten Tage gereicht hätte? Wahrscheinlich war es sogar auch für 
die Walderdbeeren gut, dass ich am Donnerstag endlich mal 
zum Schlauch gegriffen hatte. Jetzt ist jedenfalls Erntezeit ...

Fotos: S.Schneider


Drei Hellebori links des Weges



Bilder sagen hier mehr als viele Worte. Helleborus argutifolius 
hat jetzt anscheinend den richtigen Platz im Garten erhalten.

Helleborus caucasicus arrangiert sich wohl mit dem sonnigen Standort 
zwischen Weg und Metallteich. Doch inzwischen vermute ich, dass 
diese 'H. caucasicus' mit einer Orientalis gleichzusetzen ist. Denn 
weder in meinem Lieblings-Buch über Helleborus von H. van Dijk und 
H. van Trier noch in dem Büchlein Hellebores von G. Rice wird 
unter den Wildformen eine H. caucasicus erwähnt. Aber sie blüht 
grünlich-weiß und bereichert nun idealerweise den Lenzrosenweg 
im Frühling - wenn da nicht jemand in der Zwischenzeit zu sehr 
an ihren Blättern knabbert …

Etwas Kummer macht mir hingegen Helleborus multifidus. 
Sie hat sich nach ihrer Ankunft im März erstaunlich gut im Topf 
gehalten, dort auch geblüht und sogar etwas Saat ausgebildet. 
Und bevor sich die Saatkapseln öffneten, kam sie in den halb-
schattigen Bereich vor die Himalayazeder. Doch war es ihr wohl
in den letzten Wochen in der Mittagszeit zwischen Lungenkraut 
und Walderdbeeren etwas zu sonnig und zu heiß. Denn ihre 
Blätter werden trotz Wassergaben immer gelber. Oder gehört 
sie zu den Hellebori deren Blätter in den Sommermonaten 
einfach verschwinden? Ich sollte ihr wohl lieber demnächst 

Fotos: S.Schneider


Gesundes glänzendes Laub, aber ...






Diese sehr zierlichen Rosenblättchen unter der Himalayazeder 
gleich neben dem Weg gehören zur weißen The Fairy. Und auch 
bei ihr sage ich nun fast jeden Tag wieder 'Hauptsache sie lebt!' 
Denn von den ehemals drei kleinen Topfrosen, die 2003 in den 
Garten kamen, ist sie die letzte Überlebende. Und wenn ich mich 
richtig erinnere, war sie auch die erste, dieser sehr zierlichen 
Rosen, die in den Garten einzog. 

Die beiden anderen kamen erst später im Herbst als reduzierte 
Pflänzchen nach. Sie erhielten dann leider wesentlich trockenere 
und schwierigere Standorte am Teich unter der Magnolie, sowie 
an der Betonkante im schattigen Südbeet. Mit der rosa The Fairy 
kann man sie wirklich nicht vergleichen. Denn selbst das vollsonnig, 
recht freistehende stehende Röschen an der Rasenkante im Garten 
meiner Schwiegermutter war im letzten Sommer noch nicht einmal 
halb so groß wie damals die rosa The Fairy unter dem Apfelbaum 
im Garten meiner Mutter.

Doch auch wenn ich nun sehr genau hinschauen muss, um sie 
überhaupt zwischen Akeleiblätter, Efeu und Waldmeister im 
Untergrund zu entdecken, so sieht sie erstaunlich gesund aus. 
Nur bis jetzt ist an ihr keine einzige Knospe zu sehen.

Fotos: S. Schneider


Nachtrag Donnerstag, 23. Juli 2015:
Inzwischen hat sie eine Knospe entwickelt, die sie aber noch 
fest geschlossen hält. Vielleicht hätte ihr im zeitigen Frühjahr 
etwas Dünger auf die Sprünge geholfen. Aber bisher hatte ich 
Bedenken, dass sie nach der Düngung zu sehr unter der extremen 
Trockenheit leiden könnte. Doch nun wird sie in nächster Zeit 
2 oder 3x mit etwas Flüssigdünger verwöhnt, damit vielleicht 
mehr als eine einzige Blüte an ihr erscheint. Und dann hoffe ich 
schon jetzt aufs nächste Jahr ...


Montag, 22. Juni 2015

Alles noch nass



In der Nacht hatte es etwas geschneit. Denn der erfrischende 
Landregen verteilte die ersten Blütenblätter von Hedi Grimm 
auf dem Boden vor dem Haus.

Und ich musste noch bis zur Mittagszeit warten, um 
unter den regenschweren Blütenbüscheln, die schon wieder 
den Weg am Steg versperrten, drunter durchzutauchen.

Aber dann wurde es auch etwas heller, und zeitweilig blinzelte 
sogar die Sonne aus dem gleichmäßigen Grau hervor. Die Ranke 
befestigt wurde, hatte glücklicherweise auch dieses Wetter 
unbeschadet überstanden. 

kam der Regen wohl gerade noch rechtzeitig …

Fotos: S.Schneider


verblühter Hartriegel am Haus



Nun ist auch die Blütezeit des Hartriegels über dem Hochbecken 
beendet. Aber im Moment sieht es so aus, als ob auch hier kaum 
Früchte entstehen. Waren die bestäubenden Fluginsekten zu der 
Zeit anderweitig beschäftigt? Oder gab es wirklich weniger Tiere, 
die an den Blüten naschten?

Foto: S.Schneider


Die hat den Angriff überlebt ...



Das feuchte Wetter lockt auch die Garten-Bänderschnecke 
aus ihrem Versteck hervor. Doch diese hat wohl gute Gründe 
zur Vorsicht. Denn das Gehäuse weist in der Mitte einige 
Beschädigungen auf. Ob sie eine Drosselschmiede überlebt 
hat? Oder sind das doch nur vergebliche Hackspuren einer 
Amsel? Denn im Gegensatz zu Posthornschnecken scheinen 
die Gehäuse der Bänderschnecken wohl wesentlich 
stabiler zu sein ...

Jedenfalls deckt diese ihren Kalk- & Algenbedarf 
wohl gern am geschützten Hochbeckenrand ...

Und wenn das Wetter wieder trockner wird, findet sie 
Binsen und Iris sicherlich wieder ein gutes Versteck ...

Fotos: S.Schneider


Im Efeu ...



Zur Zeit schadet White Flight - dem Multiflora-Rambler 
an der Teichmauer, der feine Landregen noch nicht. Im 
Gegenteil sie sieht einfach nur erfrischt aus ...

Foto: S.Schneider


Nachtrag Montag 21. Juni 2015:
Inzwischen haben sich ihre Blüten wieder grünlich verfärbt 
und einige fallen nun ab. Aber weder die Hitze Anfang Juli 
noch der Regen der letzten Tage konnte ihr bisher schaden. 


Feuchtwiese & Umfeld



Heute ist unsere Wiese durch den herrlichen Landregen mal
richtig schön feucht. Und das freut nicht nur den Storchschnabel 
neben dem Steg. Auch Spitzwegerich, Zitronenmelisse und den 
Gräsern in der Wiese tut diese sanfte Dusche richtig gut. Denn 
auch wenn diese Pflänzchen am Donnerstag ebenfalls mit dem
 Schlauch einige Zeit unter Wasser gesetzt wurden, so litten 
auch die Wildstauden trotz des halbschattigen Standortes 
schon sehr lange unter der Trockenheit.

von unserem Kaffeekonsum und dem spülmittelfreien Vorspülwasser, 
das fast das ganze Jahr zum Bewässern der Pflanzen in den Garten 
getragen wird. Aber auch ihnen gefällt die feuchte Witterung.

Die krautige Waldrebe am Wiesenrand hat die Trockenheit 
bis jetzt erstaunlich gut überstanden. Aber auch sie wurde 
am Donnerstag erfrischt, und wird danach nun vielleicht 
in ungeahnte Höhen streben ...

hat sich durch die Bewässerungsaktion schon etwas erholt. 
Nur ob das Unterholz des Wäldchens von diesem sanften 
Regenwetter auch etwas abbekommt?

Und der No Name Rambler legt seit dem intensiven Bewässerungstag 
nun richtig los. Er erfreut uns jeden Tag mit üppigen Blütenbüscheln.

Ohne ihn wäre dieser Teil des Wäldchens nun nur noch grün. 

Doch so blüht es auch noch hoch oben im Ilex 
im Schatten der Korkenzieherweide.

Und direkt am Wiesenrand vorm Haus blüht 
und duftet Hedi Grimm ...

Fotos: S.Schneider


unter dem schützenden Blätterdach



In manchen Bereichen des Gartens ist es immer noch gut, dass es 
etwas Deko gibt. Zwar tritt der Hahn hier am Wiesenrand unter 
dem Hasel-Sämling im Moment nicht mehr sonderlich in Erscheinung, 
aber ohne ihn wäre es unter der Korkenzieherweide nun nur noch 
ziemlich grün. Denn Knoblauchsrauke und Salomonssiegel sind jetzt 
schon lange verblüht, und in diesem Schattenbereich kommt auch 
nichts mehr nach. Weder Blüten noch Hagebutten oder andere 
Früchte. Hier bringt dann wirklich nur etwas Deko Farbe ins Bild
Und so wird es wirklich Zeit, dass der im Februar 2012 zusammen-

Foto: S.Schneider


ganz unerwartet



Schon vor einiger Zeit konnte ich mein Glück kaum fassen, …

denn in der vorderen Ecke von Allegras Grasschale hat sich 
irgendwann von dieser extrem kränkelnden Topfpflanze 
im Sommer 2014 eine Helleborus argutifolius eingesamt 

Der Mutter geht es im sonnigen Beet am keinen Metallteich 
zur Zeit recht gut. Und nun bin ich wirklich gespannt, was hier 
zwischen den anderen Pflänzchen aus der Tochter wird 

Fotos: S.Schneider


noch grün und knospig








Während die Mutterpflanze vom Mädesüß nun immer mehr 
hinter dem Schilf verschwindet, übernimmt die Tochter 
am Teichweg jetzt bald die Blührolle. Denn Im Hintergrund 
wirft Polstjärnan in der Magnolie immer mehr Blütenblätter 
ab. Und auch Omi Oswald braucht nun bald mal eine Pause.

Fotos: S.Schneider


Das war wohl nicht genug ...



Eigentlich ist die Holunderblüte schon seit einiger Zeit vorbei. 
Aber am Hochwald zwischen panaschiertem Ilex und Taxus 
bringt der Holunder ebenfalls einige Nachzügler-Blüten hervor. 
War es zur Hauptblüte zu trocken? Mangelte es auch hier am 
erforderlichen Insektenbesuch? Oder was bewegt Pflanzen 
zur Nachblüte?

Foto: S.Schneider


verklebt oder vertrocknet ...



Mme Plantier - eine einmalblühende Alba-Noisette-Hybride 
nimmt es mit dem 'einmal' offensichtlich etwas zu ernst. 
In diesem so guten Rosenjahr soll ich an ihr anscheinend 
überhaupt keine Freude habenDenn die Hoffnung, dass 
aus diesem braun-weiß verklebten Haufen nun noch eine 
Blüte entsteht, hat sich beim heutigen Anblick erledigt.

Und auch wenn sich hier noch die schützende Knospenhülle 
löst, so ist es im Innern schon so bräunlich-weiß, dass auch 
für diese Knospe keine Hoffnung mehr besteht ...

Hier ist ebenfalls nichts mehr zu erwarten.

Und sie hat schon viel früher aufgegeben.

Dabei sieht der kleine Rosenstrauch doch so gar nicht 
kränkelnd aus.

Fest steht jedoch, dass Mme Plantier bei uns im Garten
wohl sehr häufig Wassergaben benötigt, damit aus ihren 
zahlreichen Knospenansätzen Blüten entstehen. Und 
trotz des wettergeschützten Standortes zwischen Ilex 
und dem kleinem Buchsbaum unter dem Blätterdach der 
hohen Hasel hinter dem Hochwald müsste ich ihr wohl 
bei Regenwetter einen Schirm aufstellen …

Gleich neben ihr - noch vor der Trierbefindet sich eine 
zweite sehr kleine kümmerliche Madame aus dem Baumarkt, 
die in diesem Jahr nur sehr wenige neue Triebe und gar 
keine Knospen hervorbrachte. Mit ihr macht es dort am 
Hochwald nun wirklich keinen Sinn mehr. Sie kommt im 
Herbst in einen Topf und dann in den Garten meiner Mutter. 
Vielleicht können wir sie im nächsten Jahr auf dem heißen 
Südhof unter dem Dachüberstand zur Blüte bringen.

Und diese Madame sollte ich im nächsten Frühjahr wohl 
mal wieder mit Dünger und mehr Wasser motivieren 

Fotos: S.Schneider


Sie ist wieder da!



Trier, im Juli 2005 als herrliche Containerrose 
in der Baumschule Schütt in der Nähe von Itzehoe gekauft, 
ist ein bis zu 2m hoher Multiflora-Rambler bzw. eine frühe 
Lambertina-Rose aus dem Jahr 1904 von Peter Lambert.

Sie beginnt mit rosa Knospen, die sich von apricot über 
hellgelb zu ca. 3,5cm großen weißen Blüten verfärben. 
In den letzten Jahren hat sie im Frühsommer immer etwas 
geblüht, aber als Dauerblüher haben wir sie kaum erlebt. 
Vielleicht hätte ich dann gleich nach dem ersten Flor alle 
Blüten entfernen müssen, um sie an der Hagebutten-
Produktion zu hindern … 

Im Vergleich zu den üppigen Anfangsjahren dümpelt sie 
nun noch immer im Untergrund herum. Und obwohl sie
 im Rosenbuch der Royal Horticultural Society als winterhart 
bezeichnet wird, hatten ihr die Winter ab 2009/2010 sehr 
zugestzt. Zumindest ist sie seitdem nicht mehr so wüchsig, 
wie in den Jahren zuvor. Und von großen Büscheln mit 
5 bis 50 Blüten ist sie seitdem immer noch weit entfernt. 
Zur Zeit erreicht sie nun etwa 1m Höhe am Rande des 
Hochwaldes unter dem White Rambler. Aber sie lebt noch - 
und das ist im Moment bei diesen schwierigen Wetter-
verhältnissen die Hauptsache …

Fotos: S.Schneider


wild wuchernde Waldrebe am Waldrand



So war das zwar nie von mir geplant, aber oftmals hat die Natur 
den besseren Plan wer zum wem passt. Also durfte die wie wild 
wuchernde Waldrebe - Clematis vitalba, nun in diesem Jahr den 
Waldrand hinter dem Hochwald erobern, um sich über den Buchs-
baum, in den Holunder weiter zum Taxus und dann hoch oben in 
die Hasel vorzuarbeiten. Blütenansätze sind zwar noch nicht an ihr 
zu erkennen, aber ich hoffe die kommen demnächst. Jedenfalls 
waren in diesem halbschattigen Bereich bisher nur ältere Trocken-
schäden am Holunder zu erkennen, die die Waldrebe nun ganz 
gelassen überwächst. Und auch die Quecke in dieser Problemecke 
unter den toten Apfelbäumen wird von ihrer Wuchsfreude zur Zeit 
fast komplett überdeckt. 

Eigentlich war es vor vielen Jahren mal meine Idealvorstellung
dass so eine Clematis dem hinteren Apfelbaum eine zusätzliche 
Sommerblüte beschert. Den inzwischen abgestorbenen Baum hat 
sie nun zwar auch endlich erobert, aber in diesem Gartenbereich 
bevorzugt sie anscheinend lieber den schattigen Waldrand 
als Klettergerüst ...

Foto: S.Schneider


Wohl fast im letzten Moment ...



Wie würde der Schneefelberich jetzt wohl aussehen, wenn 
ich die Fläche hinter dem Lenzrosenweg am Donnerstag 
nicht einige Zeit sehr intensiv unter Wasser gesetzt hätte?

Auf jeden Fall konnte er sich seitdem schon etwas erholen. 
freute sich über die Wassergabe und den darauffolgenden 
meist bedeckten Himmel. So eine üppige Schneefelberich-
in diesem Jahr bestimmt nicht geben. Aber ein paar Blüten 
könnten sich vielleicht trotzdem noch aus den ziemlich 
geschwächten Pflanzen entwickeln, die dann bald wieder 
einige Schmetterlinge beköstigen.

die zwei Schneefelberich-Töpfe übrigens richtig kraftvoll
aus. Sie sind dort um einiges höher und zeigen bereits kleine 
Blütenansätze. In so extremen Trockenzeiten freut sich diese 
wüchsige Staude anscheinend über ein Schattendasein …

Fotos: S.Schneider


frische Fichtenspitzen



Noch vor einigen Tagen sah die kleine Fichte richtig kränkelnd 
gelb-grün und trostlos aus. Schon erstaunlich, wie etwas Wasser 
und feuchteres Wetter das zukünftige Weihnachtsbäumchen dazu 
veranlassen ganz schnell frisch-grüne Spitzen hervorzuschieben.

Ich hatte schon befürchtet, dass wir den nur halbseitig 
gut gewachsen Baum in diesem Jahr nun doch nicht wie 
geplant nutzen könnten. Aber jetzt stehen die Chancen 
nicht schlecht, dass er uns ein zweites Bäumchen liefert
Und der Rest von ihm kann dann dort neben der Aspirin 
wieder munter weiter wachsen …

Fotos: S.Schneider


Ein fast vertrocknetes Trauerspiel ...



Hier kommen nun mal die echten Schattenseiten des Gartens, 
die durch die extreme Trockenheit der vergangenen Wochen 
jetzt wirklich sehr unansehnlich geworden sind. Das war einmal 
Efeu-Apfelbaum links, sowie der Zwetschge und Mirabelle auf 
der rechten Seite. Hier erfreuten mich im Frühjahr die große 
Und am 5. Juni lag der Beinwell platt am Boden. Bald darauf 
wurden die Farnwedel braun. Und der Efeu-Apfelbaum trennte 
sich von immer mehr Blättern ...

Früher hatte ich ab und an im Hochsommer in dieser Fläche 
ganz selbstverständlich einen Rasensprenger für die Erdbeer-
pflanzen aufgestellt, da es unter dem dichten Blätterdach 
der Obstbäume zeitweilig zu trocken wurde. Aber weder den 
Schnecken noch den Zecken möchte ich es dort nun weiterhin 
so gemütlich machen. Daher mussten auch diese Pflanzen 
lange Zeit unter den extremen Wetterbedingungen leiden. 
Doch als ich am vergangenen Donnerstag dann endlich zum 
Schlauch griff, bekam auch der besonnte Teil des Beinwell-
Feldes eine leichte Erfrischung. Sonst sähe es hier wohl 
sogar noch trostloser aus.

Bei der Multiflora-Hybride 'Schneeweißchen ohne Rosenrot
am alten Buchsbaum an der Nordgrenze bin ich nun wirklich 
sehr besorgt. Am Donnerstag hat sie 30 Liter aus der Gießkanne 
bekommen, aber an ihr sind jetzt kaum noch grüne Triebe 
vorhanden - fast alle Zweige sind vertrocknet. Daher bin ich 
immer wieder erstaunt, wie sich Multifloras im vollsonnigen 
Straßengrün zwischen all' den Gehölzen emporkämpfen können 
und dort anscheinend kaum Probleme mit der Trockenheit 
und die anderen Hybriden reagieren oftmals sehr schnell 
mit absterbenden Trieben auf längere Trockenzeiten.

Aber selbst an der Mirabelle sterben in den letzten Jahren 
immer mehr Zweige und Äste ab. Oder ist sie nun einfach 
schon zu alt und würde ohnehin demnächst eingehen? Doch 
vielleicht sind auch die Baumpilze daran schuld, die sich 
seit einiger Zeit an manchen absterbenden Ästen zeigen. 

Und so sehen inzwischen Lykkefund und Rosa longicuspis 
am Stamm der Mirabelle aus. Ich hoffe, dass die 2x 30 Liter 
sie nun daran hindern noch mehr Blätter abzuwerfen. Und 
erstaunlicherweise scheint die immergrüne Heckenkirsche 
am Fuße der Rosen noch nicht unter dem Wetter zu leiden.

Zu Bobbie James - dort hinten unter dem Mirabellenast, bin ich 
leider am Donnerstag zum Gießen nicht vorgedrungen. Denn 
ihre Wurzel befindet sich mitten in der Ligusterhecke noch etwas 
weiter Richtung Nordgrenze hinter dem Stamm der Mirabelle. 
Ich hoffe, dass sie nach 9 Standjahren tief genug verwurzelt ist, 
um auch noch dieses schwierige Gartenjahr zu überstehen 

Das Wurzel-Ablegerkind von Hedi Grimm aus der Wiese 
sieht zur Zeit zwar noch ziemlich gelblich aus. Aber sie 
und die Zwetschge haben dank unserer leistungsstarken 
Grundwasserpumpe bei der Gießaktion wahrscheinlich 
um die 100 Liter erhalten. Denn meine Gartenschläuche 
reichten glücklicherweise gerade so noch bis zum Stamm
 der Zwetschge

Die 3er Buchsbumgruppe im Vordergrund erhielt dann auch 
gleich noch eine kleine Erfrischung. Und sehr erstaunt 
bin ich über den dahinter liegenden Teil der Ligusterhecke. 
geschossen und blüht zur Zeit wunderschön. Es gibt also 
trotzdem immer noch einige Lichtblicke im Schattengarten.

Fotos: S.Schneider


Nachtrag Samstag, 18. Juli 2015:
Die Pflanzen konnten sich dank der einmaligen Bewässerung 
und dem daran anschließenden grau-feuchten Wetter erstaunlich 
schnell erholen. Doch ohne diese Erholungsphase hätten sie 
die darauf folgende Hitzewelle wohl kaum so gut überstanden