Samstag, 25. Juli 2015

morgens am Trennbalken



die beiden 25qm großen Betonflächen voneinander trennte. 
Nach über 19 Jahren hat sich das kesseldruckimprägnierte 
Kantholz im Erdreich nahezu aufgelöst und Quecke, Akelei, 
Walderdbeeren sowie die Acker-Glockenblume haben den 
Trennstreifen für sich vereinnahmt.

Und an jedem sonnigen Morgen ist es wieder ein 
ganz besonderes Naturschauspiel, wenn das Licht 
diese Kraut-Ansammlung in Szene setzt …

Fotos: S.Schneider


Maus am Haus



Die Sonne schien noch, aber der Wind nahm allmählich zu. 
Die kleine Maus wurde gegen Mittag erstaunlich unruhig und 
suchte sich bald darauf einen geschützten Platz am Haus. 
Ob sie schon instinktiv ahnte, was uns der Wetterbericht 
mit dem Sturmtief Zeljko ankündigte?

Foto: S.Schneider


und sie blühen und blühen



Zwar erscheinen zwischen den spitz gezahnten Blättern 
der Krebsscheren nach über 4 Wochen nur noch vereinzelt 
die zierlichen weißen Blüten im Wasserlinsen-Untergrund,

 … aber jede einzelne Blüte bereitet uns noch Freude. 

Obwohl die fast 4qm, mit denen die Krebsscheren 
unseren Teich am Haus begrünen, auf den ersten Blick 
einfach nur unordentlich - und für einige wohl auch 
einfach nur noch langweilig, erscheinen ...

Und eigentlich hätten wir nun auch gerne bald mal wieder 
etwas mehr sichtbares Wasser im Teich, damit sich demnächst

Nun müssten wir jedoch mindestens 5 - wahrscheinlich aber 
noch viel mehr, dieser ca. 40cm großen Rosetten entnehmen 
und auf den Kompost befördern. Vielleicht wären sie allerdings 
auch ein guter Dünger, so dass wir sie als Mulchmaterial unter 
den Sträuchern im Beet verwenden könnten. Aber trotzdem 
widerstrebt es uns jedes Mal solche gesunden und kraftvollen 
Pflanzen zu vernichten. Zumal wir viele Jahre darauf warten 
mussten, bis an der ersten - damals nur 7cm großen Rosette 
aus dem Gartencenter, eine erste kleine Blüte erschien. Also 
werden wir wohl noch einige Tage oder gar Wochen wieder 
einen Teich fast ohne sichtbares Wasser haben.

Nur heute beim Auffüllen des Teiches, roch es plötzlich 
ziemlich streng nach Watt. Die heißen Sommertage haben 
also auch unserem Teich etwas zugesetzt und reichlich Faul-
prozesse in Gang gesetzt. Nach ca. 3 Monaten ist es nun mal 
wieder an der Zeit weitere Teichbakterien zuzuführen, die 
dann hoffentlich den Teichschlamm etwas abbauen …

Fotos: S.Schneider


mindestens 10 Jungfern



Gut getarnt sitzt eine Libelle mittags 
mitten im Teich an einem Krebsscherenblatt.

Und auf den zweiten Blick lässt sich nicht weit davon entfernt 
die Larvenhülle auf der Unterseite eines Blattes erkennen.

Also ist vor nicht allzu langer Zeit unserem Teich wohl 
ein Männchen der blaugrünen Mosaikjungfer entstiegen.

Und plötzlich entdecke ich noch ein, ...

zwei und noch viel mehr verlassene Larvenhüllen 

zwischen den Krebsscheren im Teich. 10 dieser verlassenen Hüllen 
konnte ich auf ca. 4qm unserer 'grünen Wasserhölle' entdecken. 
Und diese eine Jungfer war wahrscheinlich ausnahmsweise zu spät 
dran. Denn normalerweise sollen sie zwischen 21:00 und 24:00 Uhr 
schlüpfen. Doch diese war wohl wegen des nächtlichen Gewitters 
ein Frühaufsteher und startete erst später zu ihrem Jungfernflug 

Fotos: S.Schneider


Mehr zum Thema Libellen gibt es auf der HP Libellen.TV 


Beim Teichauffüllen entdeckt ...



Mit einer weißen Seerose hatte ich in unserem Teich am Haus
in diesem Sommer nun überhaupt nicht mehr gerechnet. Denn 
Krebsscheren & Schilf haben die Fläche jetzt jeweils zur Hälfte 
unter sich aufgeteilt. Und die Zwischenräume werden vom 
Fieberklee & der Wasserlinse aufgefüllt. Zwar schaffen es 
Froschlöffel, Gauklerblume, Hechtkraut, Igelkolben, Mädesüß 
und Wasserminze trotzdem noch irgendwie teilweise dazwischen 
hervorzukommen, aber man muss den wild wuchernden Teich 
schon sehr genau betrachten, um diese Feinheiten zu entdecken. 

Der Teich hat sich seit seiner Anlage im Jahr 2000 nicht zu seinem 
Vorteil verändert. Schon im Sommer 2007 zeichnete sich ab, dass 
insbesondere Schilf & Wasserlinse sich kaum bändigen lassen und 
sich immer wieder unkontrolliert ausbreiten. Aber wie im gesamten 
Garten fällt es uns schwer, radikale Maßnahmen zu ergreifen. Wir 
bekommen zum Beispiel den Waldmeister trotz diverser Versuche 
aus den Beeten nicht mehr heraus. Und im Teich zieht sich die 
Wasserfläche im Frühsommer dann blitzschnell zu einem dichten 
Pflanzenteppich zu. So schaffen es dann sogar die Nacktschnecken 
übers Wasser zu wandeln, um an einer der Seerosen ihre Spuren 

Und diese Seerose konnte mir heute erst auffallen, 
als ich den Teich etwas auffüllte. Vorher waren sie …

und diese noch knospige Blüte vollkommen versteckt.

Fotos: S.Schneider


Vom Winde schon ziemlich verweht ...



Der Wind nahm am frühen Nachmittag immer mehr zu. 
Und im Sonne-Wolken-Mix blitze das creme-weiß 
blühende Mädesüß im Schilf noch ab und an hervor.

 Das immer mehr nach vorn gepeitschte hohe Schilf gab kurz 
den Blick auf die Clematis viticella 'Alba Luxurians' hinten 
am Teichrand frei. Endlich hat sie es geschafft die unteren 
Zweige der Magnolie zu erobern und an einem Wachholder 
des Hochwaldes empor zu klettern. Doch nun ist es fraglich, 
was Zeljko im Laufe des Tages mit ihr macht 

Und White Flight - links an der Teichmauer ist nun fast verblüht. 
Wird sie heute aus dem Efeu von der Mauer gerissen? Oder ist sie 
nach dem angekündigten Sturm einfach nur gut geputzt?

Fotos: S.Schneider


Ach rüttel mich, ach schüttel mich ...


… meine Früchte sind schon lange reif:

Die ersten liegen schon auf dem Hochbecken am Teich.

An einer Frucht nascht ein Admiral.

Und bei diesen Sauerkirschen bin ich gespannt, 
was nach dem Sturmtief Zeljko dann morgen 
noch am Baum hängt …

Leider hatten es in diesem Jahr die Amseln sehr schwer 
ihre Kinder flügge zu bekommen. Oftmals konnten wir 
oder neue Nester entstanden, doch Amselkinder habe ich 
bisher nur 1 oder 2 im Garten gesehen. Normalerweise 
gab es zur Erntezeit der Sauerkirschen immer reichlich 
Drosselkinder, die mit den Früchten gefüttert wurden. 
Aber in diesem Jahr ist eben vieles doch etwas anders. 
Nur für uns hängen die süßen Früchte - wie schon seit 
vielen Jahren, einfach zu hoch.

Fotos: SchneiderHein


Freitag, 24. Juli 2015

Das hört sich nach Igel an ...



Von wegen Igel sind nachtaktiv …

Ähnlich wie bei den Tischmäuschen, die im Frühjahr zur Mittagszeit 
oft vormittags Igel im Frühjahr unter der Futtersäule im Wäldchen 
beobachtet. Und Mutter Igel begleitete ihre 4 Sprösslinge damals auch 
meist tagsüber aus dem Unterschlupf im Hochwald. Ebenso haben wir 
erlebt, dass kleine Igel am frühen Morgen vor der Teichmauer oder 
vor einigen Tagen unter dem Gartentisch in der Wiese 'gemacht' 
wurden 

Häufiger heißt es, dass tagaktive Igel krank seien. Aber dieser 
erschien mir putzmunter und äußerst zielstrebig, wie er da 
am Lenzrosenweg plattwalzte. 

Ganz im Gegensatz zu dem Stachelgesellen, den ich vor 
einigen Tagen unter dem Wachholder gleich neben dem Steg 
Igel konnte ich leider damals leider nicht entdecken, sondern 
nur durch sein häufiges Husten ungefähr lokalsierten. Und wenn 
ich dieses Husten richtig gedeutet habe, haben solche Igel 
Lungenwürmer. Eine Gefahr, die anscheinend durch ein hohes 
Schneckenaufkommen begünstigt wird. Hundebesitzer, deren 
Tiere sich im Garten aufhalten, ist diese Gefahr wahrscheinlich 
schon länger bekannt. Ich hatte bisher leider nur von diesem 
möglichen Zusammenhang von Igeln und Nacktschnecken 
gehört, aber bisher nichts in den Weiten des www gefunden. 
Schnecken!' wird mir nun auch klar, dass wir den Lungen-
Wiesenrand auf jeden Fall begünstigt haben. Und diese 
Erkrankung könnte durch das geschwächte Immunsystem der 
Igel dann auch zu einem vermehrten Zeckenbefall führen 

Ob Igel auch selbst an Borreliose erkanken können, dazu soll 
es angeblich eine neuere Studie geben. Aber bisher konnte ich 
Tierhochschule Hannover zu dem Thema finden.

Jedenfalls als ich am Kopf dieses wanderlustigen Igels 
2 ziemlich vollgesogene Zecken entdeckte, war es Zeit 

Foto: S.Schneider


6 + 2 = Zeit für mein 'Lieblingsthema'



Ich hatte mich also nicht geirrt, als ich an dem Stachelgesellen 
im Schneefelberich-Feld graue Punkte im Sonnenlicht blitzen sah.

Ansonsten war der kleine Kerl aber putzmunter. Denn bis ich 
Herrn Hein davon informierte, damit er sich mit den beiden 
Zeckenhaken & Brillbewaffnete, und ich sicherheitshalber 
mit Gummistiefeln & dicken Handschuhen ausgestattet war, 
hatte der Igel schon 5m zurückgelegt. Ich stellte ihn jedoch 
vor dem Hochwald-Kompost auf dem Grenzweg. Und ganz fix 
hatte ich eine fast geschlossene Stachelkugel zwischen den 
schützenden Rosenhandschuhen.

5 der fast schon prall gefüllten Zeckenweibchen ließen sich recht 
problemlos zwischen den Stacheln entfernen. Nur die grau glänzenden 
Körper, die ich schon aus der Ferne im Beet an seinem Kopf und an 
einem Ohr entdeckt hatte, an die ließ er uns nicht heran. Einmal 
konnte ich den 'Igelverschluß' kurz 'knacken', so dass noch eine 
6. Zecke im Deckel unseres Chlorreiniger-Glases landete. Aber 
dann war Schluss. 

Also holten wir das Feuchtfutter-Schälchen unserer grauen Damen 
und legten ihn in den Schatten. Aber das Stachelding musste sich 
nun zunächst die Maus ganz vorsichtig anschauen.

Glücklicherweise hatte dieser Igel wohl keine Flöhe, denn sonst 
wären sie mir beim Entfernen der Zecken sicherlich schon munter 
entgegen gesprungen …

Für eine kleine Maus war der Igel jedenfalls schnell uninteressant. 
Den Mäuschen unter dem Steg zu lauschen, ist da schon eher ein 
Unterhaltungsprogramm für unsere abenteuerlustige Graukatze.

Nun lag der Igel im Schatten und rührte sich nicht. Und ich hatte 
das Problem, dass ich noch vor 12 Uhr zum Tierarzt wollte, da  
Allegra dringend ihren Tabletten-Nachschub benötigte. Also 
entschieden wir uns, den Igel in eine Klappbox zu setzen, um 
ihm etwas später die restlichen 2 Zecken vom Kopf vielleicht 
doch noch zu entfernen. Und eventuell könnte mir unser Tierarzt 
ja sogar einen Trick verraten, wie man einen Igel 'knackt'. Doch 
dann entschieden wir, da die Sprechstunde ohnehin fast beendet 
war, einfach nachzufragen ob wir den Igel mal kurz zur Zecken-
entfernung mitbringen könnten. Also Klappbox samt Stachelkugel 
geschnappt, und bald darauf befand sich das wehrhafte Etwas 
auf dem Untersuchungstisch. Einen Trick gibt es wohl leider nicht, 
aber eine Zecke am Rücken und eine weitere vom Kopf blieben 
zumindest beim Tierarzt. Und dazu der Tipp möglichst schnell 
und beherzt zupacken, damit er sich nicht einrollen kann. Denn 
sonst braucht es viel Geduld bis er irgendwann sein Näschen 
wieder vorsichtig aus der Kugel steckt 

Mit mindestens noch einer Zecke am Ohr habe ich ihn dann 
bald darauf wieder an der Stelle im Garten ausgesetzt, wo 
ich ihn aufgegriffen hatte. Das angebotene Futter blieb 
unangetastet, aber der Igel war bald darauf verschwunden. 

So aufregend hatte er sich seine Tagwanderung sicherlich 
nicht vorgestellt. Denn wahrscheinlich war er vollkommen 
erschöpft auf dem Weg zu seinem Nachtquartier im Hochwald. 
Zur Zeit sind die Igel nämlich auch wieder ziemlich tagaktiv, 
da sich die Angebetete wieder eine ganze Nacht lang ziert 

Und nach dieser Zeckenmenge stellen wir uns nun mal wieder 
die Frage, ob diese 8 Zecken nach der extremen Hitze lieber 
das feuchte Wetter der letzten Tage abgewartet haben, um 
sich einen Wirt zu suchen. Oder ist inzwischen fast immer 
ideales Zeckenwetter? Denn im Garten meiner Mutter hatte 
es vor ein paar Tagen gegen 17 Uhr bei 30°C im Schatten ein 
Zeckenweibchen binnen weniger Minuten geschafft meinen 
Oberschenkel zu erreichen - als ich nur mal schnell einen 
Pflanzkübel am Beetrand umstellen wollte. Und auch schon 
früher konnten wir an heißen Sommertagen in unserem Garten 
mehrmals beobachten wie die Zeckenweibchen ganz fix 
aus den schattigen Beeten zu den ca. 1m entfernt stehenden 
Gartensesseln auf die vollsonnige Betonfläche krabbelten.

Sicherlich haben wir in den Sommern bis 2011 durch die Igel-
fütterung am Wiesenrand mehr Igel in den Garten - und vor allem 
in die Wiese gelockt, so dass es kein Wunder ist, dass wir dort 
im Sommer 2011 ein Zeckennest an einem Grasbüschel hatten. 
Aber die Vorstellung, dass diese 8 entfernten Zeckenweibchen 
im schlimmsten Fall jeweils bis zu 3.000 Eier in unserem Garten 
gelegt hätten, lässt uns jetzt doch über eine kontrolliertere 
Igelfütterung nachdenken. Natürlich besteht dann immer noch 
die Gefahr, dass sich die Zecken irgendwo auf den Wanderwegen 
der Igel in den Beeten oder auf den gemulchten Trampelpfaden 
fallen lassen. Aber vielleicht könnten wir auf Dauer am Futter-
platz auch so manche Zecke von den Igeln entfernen, und damit 
einige Zeckennester im Garten verhindern. Denn diese winzig 
kleinen Zeckengelege lassen sich wirklich nicht leicht entdecken 
und vor allem nur sehr schwer und meist erst nach mehrmaliger 
Behandlung entfernen. Und danach ist der behandelte Teil des 
Gartens lange Zeit kahl und bis auf Schnecken und Zecken dann
auch ziemlich tot. Nur ist es fraglich, ob wir nach so einer 
Zeckenentfernungs-Prozedur die Igel dann nochmals zu sehen 
bekommen. Denn diesen Igel-Kandidaten aus dem Sommer 2013 
mit 3 Zecken, haben wir danach nicht mehr gesehen 

Fotos: SchneiderHein