Donnerstag, 28. Januar 2016

Lenzrosen ...


… eine Bestandsaufnahme Ende Januar:

Irgendwie habe ich es tatsächlich noch über den baufälligen Steg 
geschafft. Und zum ersten Mal nach dem zweiten Wintereinbruch
fand sich heute bei herrlich frühlingshaftem Wetter die Gelegen-
heit zu den Lenzrosen zu schauen. Natürlich ist der Lenzrosenweg 
und die Betonfläche jetzt noch nicht gefegt. Und der inzwischen 
braune Schneefelberich sollte nun bald in seine früheren Schranken 
zurückverwiesen werden bzw. kleingeschnippelt als Mulchschicht 
in den hinteren Beetflächen dienen 

gleich hinter dem Stegpodest, war auch in diesem Winter 
der Ferne konnte ich erahnen, dass sie sich an kalten Tagen 
zum Boden neigte, aber bei geringen Plusgraden oder ein-
setzendem Tauwetter erstaunlich schnell wieder ihre Blüten 
aufstellte. Ziemlich gemein von mir dieses unermüdliche 
nur zu dulden 

Links von ihr schiebt eine weiß-getupfte Orientali
ihre erste Blüte hervor. Und rechts von ihr habe ich beim 
vor der Steck-Maus leider nicht fotografiert. Bis jetzt 
ist sie mit ihren 2 Blättern mal wieder so unscheinbar, 
dass ich sie einfach übersehen habe. Und leider bringt sie 

Dafür ist die weiße Helleborus orientalis an den rostigen Raben 
auch in diesem Jahr wieder beeindruckend und blüht sicherlich 
noch einige Wochen.

Trotz Eierschale, Dünger und reichlich Wassergaben kümmert 
eine weiße Orientalis noch immer am Ende des Lenzrosenweges
Sie ist nur unwesentlich jünger als die andere Staude an den 
mag jedoch einfach nicht richtig wachsen. Vielleicht ist es aber 
auch zu viel Mittagssonne in den heißeren Sommern, die ihr 
das Leben erschwert ...

Auf den ersten Blick sieht die grünlich-weiß-gefüllte Helleborus 
unter der Himalaya-Zeder ja noch einigermaßen aus ...

Aber dieser fast Winter mit seiner Feuchtigkeit 
hat ihr inzwischen arg zugesetzt.

An ihr toben sich wohl wieder Stengelgrundfäule und 
die Schwarzfleckenkrankheit richtig aus. Mal abwarten, 
was von ihr überhaupt noch übrig bleibt, wenn ich sie 
in den nächsten Tagen gnadenlos mit der Schere 'frisiere'.

Dabei ist ihr Standort rein optisch betrachtet so ideal! 
zwischen 'Weg' und Lenzrosenbeet. Ein Jahr werde ich 
es nun doch noch versuchen sie dort zu päppeln. Aber 
wahrscheinlich kann sie nur ein sonnigerer Gartenplatz 
auf der anderen Seite des Weges auf Dauer retten 

Die dunkelrote Variante gleich neben dem Podest fühlt sich 
seit Jahren im Lenzrosenbeet wohl, und scheint weder 
mit dem sie umgebenden Efeu, noch mit der teilweise recht 
feuchten Witterung Probleme zu haben.

Die rosa-weiße Varinate am Rande des Lenzrosenbeetes ist da 
schon etwas zimperlicher. Aber wir haben schließlich auch erst 
Ende Janauar. Die Zeit, in der ich sicherheitshalber fast alle 
alten Blätter wegen der eventuellen Ausbreitung der Schwarz-
fleckenkrankheit entferne und anfange die Hellebori im Land 
und in den Töpfen regelmäßiger zu düngen.

ist nun ganz gut zu erkennen, dass die alten Blätter 
allmählich überflüssig werden und von natur aus Platz 
für das frische Grün und die Blütenstiele machen 

Das Bild von der weiß-getupften Helleborus unter dem Taxus 
ist zur Zeit eher ein Info-Foto für mich. Quasi als Ermahnung, 
dass das Efeu nicht zu sehr ausufern und alles überwuchern darf.

Und das gilt auch für das letzte Foto der heutigen Orientalis-
Bestandsaufnahme am Lenzrosenweg bzw. der Umgebung des 
Lenzrosenbeetes: Hier unter der Kiefer und bis zum Reisigbündel 
befinden sich inzwischen einige Lenzrosenkinder aus dem fast 
Frühjahr auch noch hinzu.

Und wenn demnächst hoffentlich alles wieder aufgeräumt ist, 
und gegenüber vom Lenzrosenbeet noch einige Orientalis 
und andere Hellebori meiner inzwischen stetig wachsenden 
Topf-Sammlung ein ...

Fotos: S.Schneider


Kommentare:

Elke Schwarzer hat gesagt…

Guten Morgen, Silke!
Ob meine Röschen auch mal so schön werden wie deine?
Der größte Sämling aus deinem Garten steht auch in der Nähe von Efeu, vielleicht gefällt ihm das ja.
Ich habe dir Fotos von der Stinkenden Nieswurz in einen Artikel verpackt.
VG
Elke

SchneiderHein hat gesagt…

@ Elke
Habe ich doch schon gesehen und mich gefreut ;-)

Ich glaube Edith vom Blog Staudenflüstern hat was von ca. 4 Jahren geschrieben, die ein Lenzrosen-Säming bis zur Blüte braucht. Das kann leider hinkommen. Und dann braucht es je nach Standort noch einige Jahre bis daraus mal üppige Stauden werden. Also 10 Jahre stehen meine jetzt mindestens schon im Beet und die Töpfe waren damals beim Pflanzen auch nicht gerade klein. Geduld bringt anscheinend nicht nur Rosen - auch Lenzrosen brauchen 'etwas länger' Allerdings habe ich auch ihnen nicht sonderlich gute Standorte zu bieten ...

jahreszeitenbriefe hat gesagt…

Eine wahre Lenzrosenpracht... Ich habe sie in den letzten Jahren erst kennengelernt, kannte vorher nur Christrosen. Schön, jetzt schon so unermüdlich Blühendes im Garten zu haben. Liebe Grüße Ghislana

SchneiderHein hat gesagt…

@ Ghislana
Also im Vergleich zu anderen Gärten in wärmeren Regionen halten sich meine Hellebori und die im Garten meiner Mutter noch zurück. Nur in den Töpfen am Haus sind sie schon in beiden Gärten recht weit.

Ich hatte das Glück, dass ich wohl etwa vor 30 Jahren zufällig eine dunkelrote Lenzrose entdeckte, und sie meiner Mutter schenkte. Sie war damals nämlich ganz verliebt in Christrosen. Und diese Lenzrose, die ihre Blütezeit ja ursprünglich mal im zeitigen Frühjahr hatte, verlängerte die Hellebori-Blütezeit. Außerdem sehen ihre verblassenden grünen Blüten auch noch sehr lange attraktiv aus. Inzwischen hat diese Mutterpflanze unzählige Kinder zur Welt gebracht und sich bei ihr und in Nachbargärten gut ausgebreitet.
Und als wir vor fast genau 20 Jahren hier in Hannover mit unserem Garten begannen stand fest: Ich brauche neben dem hier schon angesiedelten Stinkenden Nieswurz und der Christrose auch Lenzrosen - möglichst aber mit weißen bzw. grün-gelben Blüten. Damals war es aber noch wesentlich schwieriger schöne Stauden in Gärtnereien oder Gartencentern zu erhaschen.
Und auch jetzt ist es eine Frage des Timings: Eine Woche zu spät vorbeigeschaut, und die Pflanzen kränkeln oftmals, da sie zu dicht beieinander auf der Verkaufsfläche stehen. Und wenn sie dann noch gewässert werden, führt die hohe Luftfeuchtigkeit schnell zur Stengelgrundfäule und anderen unerwünschten Krankheiten. Jetzt wäre also der optimale Zeitpunkt Deinen Garten damit für die nächsten Jahre zu bestücken. Allerdings mit dem Pflanzen der Stauden würde ich lieber bis April/Mai warten - je nach Wetter. Denn so früh wie in diesem Jahr waren sie bei uns noch nie dran. Daher wohl auch der stärkere Befall mit Pilzen. Das Jahr begann einfach zu feucht-warm für sie ...

Sisah vom Fließtal hat gesagt…

Wie gut, dass es auch andere Gärtnerinnen gibt, die auch die wenig dekorative Realität eine Spätwintergartens zeigen. Ich habe dir noch einmal auf deinen Kommentar zur Winterblüte geantwortet.
Und dort habe ich auch meine persönlichen Erkenntnisse ;-) über die Krankheitsanfälligkeit einiger Helleborus-Exemplare in meinem Garten dargestellt. Wenn du dir die Lebensbedingungen in natürlichen Habitaten der H. orientalis 'anschaust' wirst du sehen, dass sie sehr anpassungsfähig sind, sie wachsen im als Unterwuchs anderer Pflanzen, aber auch mitten in einer Wiese. Ich neige immer mehr dazu, dass manche Exemplare unserer Gartenhybriden einfach schon eine gewisse Krankheitsanfälligkeitmitbringen, die genetisch bedingt ist. Oder auch durch bestimmte Züchtungsmethoden vielleicht sogar schon die pathogenen 'Keime' selbst.
Denn wieso sind nicht alle betroffen, sondern nur einige. ich habe seit Jahrzehnten mir immer wieder H.Hybriden gekauft und alle entwickeln sich sehr unterschiedlich, wobei der Standort bei manchen sehr ähnlich ist...feuchter, schattig, mit Blättern abgedeckt.
Manche Gärtnereien versuchen jetzt ja auch schon durch Züchtung und biologischen'Anbau' die Krankheitsresistenz zu verbessern.
LG
Sisah

Sara Mary von Buelsdorf hat gesagt…

Na, da hast Du ja auch einiges zu tun im Frühling.
Deine Lenzrosen sind jedenfalls sehr schön. Und sie haben ja sogar noch Blätter. ;-) Ich kannte das mit dem Blätterentfernen gar nicht, selbst wenn die mal ein paar schwarze Flecke aufweisen. Das hatte an sich nie groß geschadet. Meine frühere Nachbarin und Freundin, die mir die Ableger schenkte, entfernt meines Wissens auch die Blätter nicht. Aber ihre Lenzrosen sahen auch ziemlich prächtig aus. Sie gibt Eierschale daran. Nichts sonst.
Aber bei ihr stehen sie auch ganz anders.
Egal - ich habe wenige Blätter mit schwarzen Flecken inzwischen abgeschnitten und nun bin ich gespannt wie es damit weitergeht. Sie sollten sich mal besser versamen. Bislang fand ich nur 1 einziges Lenzrosen-Kind. ;-)
Ich habe Dir übrigens wegen Hagebau noch eine Mail geschickt, da ich dort in der Gegend war.

Liebe Grüße und gute Nacht
Sara

Mein Elfenrosengarten hat gesagt…

Liebe Silke,
schade mit den Flecken.
Das hatte ich so noch nicht im Garten.
Meine beiden Lenzrosen kommen aber auch gerade erst hervor. :-)
Ganz viele liebe Sonnabendsgrüße
sendet dir Urte

Sara Mary von Buelsdorf hat gesagt…

Ich überlege gerade, was das für Blätter unterhalb der weiße Lenzrose links sind - Akeleien? Oder Schöllkraut - doch das ist nicht so blaugrün.
Weiße Lenzrosen könnte ich wohl nie auseinanderhalten - wußte gar nicht, daß es so viele unterschiedliche gibt. ;-)
Das mit der Sonne glaube ich aber nicht Unser Garten ist ja ein Sonnengarten und meine gedeihen prächtig und die meiner Freundin auch - in deren Garten inzwischen durch diverse Rodungmaßahmen auch schön die Sonne einfällt. Und sie besitzt sehr opulente Büsche, die alle recht gesund da stehen, alle mehr oder weniger besonnt. Allerdings ist bei ihr der Boden gehakt ohne Unterbewuchs, was sie nicht mag bzw. für vorteilhaft hält. ;-)

Apropos des Efeus wollte ich schon fragen, ob der andere Pflanzen nicht erstickt? Da ich ihn ja auch teilweise wachsen lasse?? Ebenso Vinca minor und major ... auch unter Rosen ...Ich überlege gerade, was das für Blätter unterhalb der weiße Lenzrose links sind - Akeleien? Oder Schöllkraut - doch das ist nicht so blaugrün.
Weiße Lenzrosen könnte ich wohl nie auseinanderhalten - wußte gar nicht, daß es so viele unterschiedliche gibt. ;-)
Das mit der Sonne glaube ich aber nicht Unser Garten ist ja ein Sonnengarten und meine gedeihen prächtig und die meiner Freundin auch - in deren Garten inzwischen durch diverse Rodungmaßahmen auch schön die Sonne einfällt. Und sie besitzt sehr opulente Büsche, die alle recht gesund da stehen, alle mehr oder weniger besonnt. Allerdings ist bei ihr der Boden gehakt ohne Unterbewuchs, was sie nicht mag bzw. für vorteilhaft hält. ;-)

Apropos des Efeus wollte ich schon fragen, ob der andere Pflanzen nicht erstickt? Da ich ihn ja auch teilweise wachsen lasse?? Ebenso Vinca minor und major ... auch unter Rosen ...


Aber wo ich das von den Jahren und der Blüte gerade noch lese - von meiner Freundin bekam ich junge Ableger, die gewiß noch nicht so viele Jahre alt waren, so klein, wie sie waren! Und sie blühten bereits im Folgejahr!

Liebe Grüße auch hier
Sara

Sara Mary von Buelsdorf hat gesagt…

Ich vermute übrigens auch, was Sisah schreibt. Da braucht an nur mal Parallelen zur Tierzucht, z.B. bei Hunden, ziehen ;-) wenn Pflanzen auch keine Tiere sind .. "Schön" geht leider oft zu Lasten von Gesundheit ...

CarpeDiem hat gesagt…

Ich bin einfach total neidisch, wie weit eure Helleborus überall aind. Bei mir blühen einzig die Helleborus foetidus....

LG Cordula

Barbara hat gesagt…

Liebe Silke, heute versuche ich es nochmals mit dem Hinterlassen eines Kommentars, nachdem mir vorgestern alles gelöscht wurde (?). Du hast eine wunderbare Sammlung an Helleborus Pflanzen. Nicht ganz verstehe ich, weshalb du eine rosafarbene bloss "duldest". Ist es der Farbe wegen? Du hast doch auch rote Helleborus. Seitdem ich anfangs Februar (manchmal auch früher) alle Blätter wegschneide, habe ich die schwarzen Flecken und allfällige andere Krankheiten mehr oder weniger im Griff. Dünger haben sie bei mir noch nie gekommen, aber die diversen Standorte und der schwere Lehmboden scheinen ihnen zu passen. Ganz klar ist, dass ein mehrheitlicher sonniger Platz zu üppigerem Blütenwuchs führte. Seit drei Jahren habe ich auch Helleborus orientalis auf der Nordseite des Hauses auf knapp 1400m Höhe gepflanzt und sie gedeihen recht gut. Strecken ihre Blüten durch die im Moment noch vorhandene dünne Schneeschicht. Unwahrscheinlich wie sie sich durch den Schnee gekämpft haben und an sonnigen Tagen ihre Blüten zeigen.
Uebrigens, ja ich bin froh, dass ich keinen Teich mehr "putzen" muss, aber auf eine gewisse Weise vermisse ich das Wasser im Garten schon....
Liebe Grüsse
Barbara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Barbara
Leider spielt das Kommentarsystem manchmal wohl verrückt. Daher speichere ich meine längeren Kommentare inzwischen lieber zwischendurch und vor der Veröffentlichung. Aber an manchen Tagen will es dann trotzdem nicht funktionieren …

Wenn ich mir vorm inneren Auge Deine Lenzrosenbilder der vergangenen Jahre abrufe, dann bin ich von Deinem Variantenreichtum aber noch weit entfernt! Allerdings sind in diesem Jahr für meine Mutter und mich noch einige hinzugekommen, die zur Zeit am Haus in Töpfen stehen. Und auch H viridis & dumetorum bringen jetzt doch noch Blätter hervor. Ich hatte befürchtet, dass sie im Topf eingegangen wären. Nur wann die mal zur Blüte kommen, das steht noch in den Sternen.

Im Land haben unsere Lenzrosen in diesem Jahr fürchterlich gelitten. Leider habe ich bis jetzt auch immer noch nicht alle alten Blätter entfernt - das wäre gerade bei dem feuchten Wetter sinnvoll gewesen. Aber glücklicherweise werden sie durch meine Nachlässigkeit nicht eingehen. Doch etwas mehr Pflege sollten sie in den nächsten Wochen mal wieder erhalten. Und angeblich soll der April sehr trocken werden. Da befinde ich mich nun schon wieder im Zwiespalt wie viel Flüssigdünger sie bekommen dürfen, damit ich nicht zu viel wässern muss. Denn an diesen ungünstigen Standorten tut ihnen etwas Düngerunterstützung normalerweise wirklich gut.

Tja, Teich und Wasser ;-) Wir werden die Wasserlinse wohl nie in den Griff bekommen. Und Krebsscheren einfach wegzuwerfen fällt uns noch immer schwer. So ist unser Teich schon jetzt wieder teilweise durch Wasserlinse begrünt, und in den nächsten Tagen machen die aufsteigenden Krebsscheren den Teich dicht. Wir haben also überwiegend eine grüne Fläche mit etwas Wasser dazwischen ;-)