Samstag, 11. März 2017

Frühling frühmorgens am Teich



Seit einer Woche kann ich mich nun wieder am Schneeglöckchenfeld 
unter der Magnolie erfreuen. Zuvor blitzten zwar schon einige weiße 
Glöckchen, aber sie wurden durch die vertrockneten Teichpflanzen 
verdeckt. Inzwischen sind die Galanthus elwesii auf der linken Seite 
schon fast verblüht, die G. nivalis unter der Magnolie haben sich voll 
entfaltet, und die wasserblauen Scilla mischtschenkoana brauchen 
noch einige Tage bis sie eine blühende Bordüre am Teichrand bilden.

Und heute früh sitzt unsere kleine kranke Graukatze mal wieder ganz 
selbstverständlich am Teich. Auch wegen ihr musste der Teich ganz 
dringend am letzten Wochenende in Angriff genommen werden. Denn 
wahrscheinlich ist ihr Immunsystem bei jedem Schluck Teichwasser 
jetzt stark gefordert. Inzwischen bin ich mir ziemlich sicher, dass 
das Wasser aus dem Teich der Auslöser für ihre extremen gesund-
heitlichen Probleme seit Ende November ist. Denn bald nach dem 
ersten längeren Frost im November, trank sie aus dem gerade wieder 
getauten Teich am Haus. Auch bei unserem damals fast 16 Jahre 
alten Kater Herrn Katze war das wahrscheinlich im März 2010 
der Auslöser für sein stark entzündetes Maul. Er trank ebenfalls 
nach dem Tauwetter Wasser aus den seinen modderigen Kübeln 
der TeichlandschaftNormalerweise kann das Katzen-Immunsystem 
problemlos so einem Bakterien-Coctail bewältigen. Nur bei alten 
geschwächten Katzen scheint dieses System nicht mehr ausreichend 
zu funktionieren. Unsere kleine Maus hat seit Ende November nun 
zumindest eine chronische Darmentzündung. Und seit dem 2. Weih-
nachtstag reagiert ihr Körper mit Dauerdurchfall. Ohne Antibiotikum, 
Cortison und ein entkrampfendes Mittel würde sie heute sicherlich 
nicht mehr am Teich sitzen.


Und leider kann ich den kleinen grauen Dickkopf nicht 
davon abhalten wieder das Teichwasser zu genießen. 
Daher haben wir nun schon 2x Teichbakterien zugesetzt 
und den Teich mittels Grundwasserpumpe mehrmals 
überlaufen lassen 

Fotos: S.Schneider


Kommentare:

LiSa hat gesagt…

Ich hab schon auf ein Lebenszeichen von dir gewartet und freue mich jetzt über die Bilder mit dem kleinen, grauen Dickkopf :)
GlG
Sabine

Lykka Gard hat gesagt…

Arme kleine Graukatze. Bist Du sicher, dass das Teichwasser schuld ist?! Alles Gute für sie, wünsche ich Euch. Man hängt so an seinen Tieren.

Da hüpft einem das Herz, wenn nun nach der kalten grauen Jahreszeit, die Frühblüher aufgehen. Endlich geht es wieder los.
LG lykka

Edith Wenning hat gesagt…

Arme Katze, ich als Katzenoma weiß, was es bedeutet, wenn's Kätzchen krank ist. Ich wünsche gute Besserung. Gut, dass wir unseren Teich zugeschüttet haben. Zwar habe ich keine eigene Katze. Aber mein Garten ist der Lieblingstummelplatz für alle Katzen weit und breit. Das habe ich erst gestern noch zu spüren bekommen, als ich an der Nordseite meines Hauses die vertrockneten Hortensienblüten abgeschnitten habe und entlang der ganzen Hauswand mit Erde bedeckte Häufchen entdeckt habe. Warum benutzen Katzen lieber fremde Gärten anstatt die vom Frauchen oder Herrchen?
Toll ist übrigens Dein Schneeglöckchenfeld unter der Magnolie.
Eine gute Woche und liebe Grüße von Edith

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sabine
Es gibt leider diverse Gründe neben einem übervollen Laptop und dem Ärger mit veralteten Programmen, die mich vom Posten abhalten. Auch der kleine 'Dickkopf' hält uns gut auf Trab, denn sie hat mal ganz gute Tage, aber heute müssen wir mit ihr schon wieder zum Tierarzt. Denn im Vergleich zum Samstag frisst und trinkt sie seit gestern kaum noch und sitzt nur noch im kühlen Treppenhaus vor er Küche unserer Haus-Mitbewohnerin. Der genüßliche Schluck aus dem Teich hatte wohl doch wieder gravierendere Folgen. Oder unser Tierarzt hat doch recht, dass es jetzt ganz schnell gehen kann …

@ Lykka
Das ist jetzt das dritte Jahr in Folge, wo es ihr bald nach dem einsetztenden Tauwtter richtig schlecht ging. In den letzten beiden Wintern hatte sie sich nach 2 bzw. ca. 4 Wochen einigermaßen erholt. Aber in diesem Jahr kommt ihr kleiner Körper gar nicht mehr damit klar. Am Samstagmorgen ging es ihr noch richtig gut, so dass wir am Liebsten gar nicht zum Tierarzt gefahren wären. Doch seit gestern früh kauerte sie nur noch im Treppenhaus, frißt und trinkt nur noch wenn man die Näpfe zu ihr trägt. Sicherlich ist da eine andere Erkrankung, so dass es wohl doch nur noch eine Frage von Tagen oder Wochen ist. Aber jeder Schluck aus dem Teich schwächt sie anscheinend noch mehr. Zeitweilig schaffe ich es ihr ihren Wassernapf im Garten hinterher zu tragen, aus dem sie dann auch mal trinkt, aber Blumenlimonde schmeckt halt viel aromatischer …

@ Edith
Normalerweise haben Katzen kein Problem damit. Nur alte und kranke Katzen, die trotzdem Blumenlimonade lieben, denen scheint das fast umgekippte Gewässer im Winter/Frühjahr leider sehr zu schaden. Allerdings hat sich unser Teich von dem winterlichen Schlammasel schon erstaunlich schnell erholt ...

Das mit den Häufchen ist wirklich ärgerlich. Nachbarskater Cäsar markiert wohl auf diese Art und Weise sein Revier bei uns im Garten. Und die nicht verscharrten Haufen haben wir dem gefrorenen Boden zu verdanken. Aber dafür sind Schnecken dann ja doch mal nützlich: Sie verarbeiten das Material ja recht schnell, wenn die Gärtnerin es im frühjahr nicht zu eilig hat ;-)