Dienstag, 20. März 2018

Haferflocken vor Hagebutten?


Es ist wirklich ein sonderbarer Winter: Denn bereits am 
frühen Morgen sitzt nun wieder ein Amselmann bei frostigen 
Temperaturen ganz geduldig am leeren Futterhaus und wartet 
darauf, dass es sich mit Haferflocken und Fettfutter füllt 

 Dabei befinden sich hinter dem Futtertisch noch immer die 
Aber auch im letzten Jahr zog der Amselmann Haferflocken 

Und auch die Efeu-Beeren scheinen trotz einiger frostiger Tage 
noch immer nicht erntereif zu sein. Oder teilen sich die Amseln 
je nach Wetter das Futter vom Gabentisch der Natur einfach nur 
gut ein? Denn meist konnte ich die Amselweibchen erst kurz vor 
sowie am Efeu-Apfelbaum beobachten. Doch auf der schattigen 
Nordseite über der Garage sind schon seit Wochen die Früchte 
vom Efeu geerntet.

Foto: S.Schneider


Kommentare:

Edith Wenning hat gesagt…

Da, liebe Silke, bringst Du mich auf eine Idee.
Ich klappere sämtliche Gartencenter nach Vogelfutter ab.
Überall ist es ausverkauft. Dabei denke ich nicht an meine
Haferflocken (Kernige) im Schrank...
Liebe Grüße
Edith

SchneiderHein hat gesagt…

@ Edith
Ich war heute auch unterwegs, zwar nicht wehen Vogelfutter sondern wegen weißer Zwiebelblumen - es war mal wieder recht erfolgreich ;-) Im Hegebaumarkt gab es noch Vogelfutter. Und auch der Freßnapf hat sich auf die Ganzjahresfütterung eingestellt. Ebenso bekomme ich das ganze Jahr über im Raiffaisen-Markt zumindest etwas Futter - falls Du doch etwas mehr als nur kernige Haferflocken anbieten möchtest ...

buecherstaub.com hat gesagt…

Hier sind die Amseln ganz wild auf Äpfel. Wahrscheinlich hat jede Amsel so ihre besondere Vorliebe :-D
Ich bin immer noch reichlich mit Futter ausgerüstet. Aber vielleicht mögen die Vögel auch noch später einige Zugaben, wenn sie ihren Nachwuchs aufziehen.
LG von der Silberdistel

SchneiderHein hat gesagt…

@ Silberdistel
Stimmt, ich habe vollkommen vergessen, dass es bei uns hinten im Garten keine Äpfel mehr gibt. Früher gab es für den Winter reichlich gemulchtes Fallobst - da waren die Tiere den Winter über gut mit versorgt. Und da der alte kleine Baum im Garten meiner Mutter auch nicht so gut trug, habe ich mir vorn dort auch keine Äpfel mitgenommen. Tja, Gärten ändern sich - und somit auch die Besucher. Einen neue Apfelbaum werde ich jedenfalls nicht pflanzen. Und ob der alte Rfeu-Apfelbaum nochmals ausschlägt muss die Zeit zeigen. Er hat leider nach Friederike wirklich fast nur noch den Stamm …

Amseln mögen auf jeden Fall in trocken Sommern die Zufütterung mit Katzenfutter für ihre Jungen. Ob das schädlich ist, kann ich nicht beurteilen. Jedenfalls wurden mit Hilfe von übrig gebliebenen Katzenfutter in einem schwierigen Sommer 3 Kinder größer :-)

buecherstaub.com hat gesagt…

Wir haben vor langer Zeit auch ein Amseljunges mit Katzenfutter aufgezogen. Ich wusste mir damals nicht anders zu helfen. Es war ein furchtbar trockener Sommer, in dem sich die Regenwürmer ganz tief in die Erde verzogen hatten. Da habe ich es mit Katzenfutter versucht. Unser Amsel Feldstecher ist damit groß und stark geworden. Wir konnten ihn dann irgendwann in die Freiheit entlassen.
Das war am Ende ein schönes Gefühl.
Einen lieben Wochenendgruß von der Silberdistel

SchneiderHein hat gesagt…

@ Silberdistel
Und so eine Amsel-Aufzucht hat trotz der Katzen im Haus geklappt? Oder war das davor?

Bei uns war es dann sogar so weit, dass die Amseln trotz Maus & Allegra durch die geöffnete Tür ins Treppenhaus kamen, um nachzufragen, wo das Katzenfutter bleibt ;-) Glücklicherweise war Allegra nie an Vögeln zum Fangen interessiert und komischerweise fing das Fanggebiet für Vögel bei Maus erst hinter dem Wäldchen an. Als ob die Besucher vom Futtertisch zum Haus gehörten. Aber vor Amseln hatte sie ohnehin Respekt. Ich kann mich noch gut an ein Frühjahr erinnern, als sie unter dem Liegestuhl auf der Betonfläche kauerte und über ihr die schimpfenden Drosseln kreisten - das war nachhaltig ;-) Nur eine Meise, die sich im Haus verflog, die hatte sie dann doch mal leider auf ihr alten Tage erwischt …

Meriseimorion Mosaike hat gesagt…

Liebe Silke,
ja die Futter Vorlieben der Vögel hab ich auch noch nicht durchschaut.
Auf einer wilden Wiese am Waldrand steht hier ein nicht abgeernteter Apfelbaum, inzwischen sind alle Äpfel heruntergefallen. Eigentlich ein Paradies für Amseln, doch ich hab noch nie einen Vogel dort gesehen.
Vielleicht sind es wirklich Notreserven, falls wirklich gar nichts mehr zu finden ist.
Liebe Grüße
Kerstin

SchneiderHein hat gesagt…

@ Kerstin
Ähnlich scheint das mit den Efeubeeren zu sein. Manche werden jetzt erst blau-schawrz. Ich bin mal gespannt, ob sich daran jetzt wieder Amselweibchen vergreifen.
Beim Fallobst habe ich oftmalls beobachten können, dass die Amseln in den Wintermonaten die Früchte aus der Laubschicht unter dem Schnee hervorgescharrt haben. Und bei unserer Eberesche, die leider nur sehr wenige Früchte trug, kam täglich eine Amsel vorbei, die immer nur ein paar Früchte naschte. Aber vielleicht wären mehr Beeren ja auch unbekömmlich …

Witzig finde ich auch, dass die Vögel im Garten meiner Mutter die Sommer-Meisenknödel binnen weniger Tage fressen, aber im Winter die normalen Meisenknödel fast verschmähen. Ähnliches habe ich ja jetzt auch bei uns beobachtet: Erst seit ein paar Tagen wird daran gefuttert. Selbst das Rotkehlchen kommt jetzt dort vorbei. Aber diesbezüglich verhielten sich die Vögel bei uns ja schon seit einigen Jahren ganz anders als in anderen Blogger-Gärten ;-)